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Jugendarbeit & Jugendhilfe

Wie häufig Jugendliche konsumieren

Die Mehrheit der Jugendlichen konsumiert kein Cannabis.

  • Bei den 14-Jährigen sind es rund 80 Prozent der Jungen und 90 Prozent der Mädchen, die noch nie Cannabis konsumiert haben.
  • Bei den 15-Jährigen sind es 70 Prozent der Jungen und 81 Prozent der Mädchen.

Wieso Jugendliche konsumieren

Aus Neugier

Den ersten Joint rauchen viele aus Neugier. Die meisten lassen es danach bleiben. Andere konsumieren weiter, die meisten hin und wieder, wenige häufig bis täglich. Es gibt unterschiedliche Gründe dafür.

Wegen des Rausches

Ein Motiv, um weiter Cannabis zu konsumieren, ist der Rausch. Er wird als angenehm empfunden.

Wegen der Gruppe

Der gemeinsame Konsum von Cannabis kann in einer Gruppe als verbindend erlebt werden. 

Aus Langeweile

Mit Cannabis lässt sich die Leere überdecken, wenn man nichts Anderes zu tun hat. Cannabis wird zur Freizeitbeschäftigung. Die Gefahr, vom Konsum abhängig zu werden, ist hier gross.

Wegen Problemen

Mit Cannabis lassen sich Stress oder Konflikte verdrängen – wenigstens für einen Moment. Auch hier droht die Gefahr, abhängig zu werden besonders.

Was Fachpersonen tun können

Sich informieren

Informieren Sie sich über Wirkung und Risiken von Cannabis. Was halten Sie selber von Cannabis?

Hinschauen

Signale für einen Cannabis-Konsum sind: gerötete Augen, verlangsamte Reaktionen. Allgemeine Anzeichen, die auf einen Konsum hindeuten können: Der Schülerin, die Schülerin lässt in den Leistungen nach, wirkt demotiviert. Hobbys und Freunde werden vernachlässigt. Solche Signale können allerdings auch ganz normale Begleiterscheinungen der Pubertät sein. 
 

Gespräch suchen

Statt Reden zwischen Tür und Angel empfiehlt sich ein verbindliches Gespräch. Wichtig dabei: Auf der Sachebene bleiben. Das heisst, die Leistungen ansprechen, den Verstoss gegen die Regeln etc. Was den Cannabis-Konsum angeht, Unterstützung anbieten. 

Unterstützung holen

Die Beobachtungen mit der Klassenlehrperson besprechen, allenfalls auch mit der Schulsozialarbeit und Schulleitung. 

Was Institutionen tun können

Gemeinsame Haltung vertreten

Wichtig ist, dass möglichst alle Mitarbeitenden eine gemeinsame Haltung vertreten, was den Umgang mit Cannabis konsumierenden Jugendlichen vertreten.

Regeln und Massnahmen müssen allen bekannt und von allen durchgesetzt werden.

Konzept erarbeiten

Dafür empfiehlt sich ein betriebsinternes Konzept zu erarbeiten, sei es zur Suchtprävention allgemein oder spezifisch zum Umgang mit Cannabis.

In gewissen Institutionen ist es sinnvoll, möglichst auf Abstinenz zu beharren, in anderen mag es zielführender sein, Regeln zu definieren, die zwischen risikoarmem und risikoreichem Konsum differenzieren.

Fachstellen wie die Suchtpräventionsstelle unterstützen Sie bei der Formulierung oder Aktualisierung eines an Ihre Betriebskultur angepassten Konzeptes.

Weitere Informationen

Angebote Cannabis
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