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Kinder suchtkranker Eltern

Sucht in der Familie belastet nicht zuletzt die Kinder.

Sie kommen zu kurz. Sie entwickeln Schuldgefühle. Sie lernen zu schweigen. Und: Sie laufen Gefahr, als Erwachsene selber eine Sucht zu entwickeln. Das Risiko dafür ist um bis zu sechs Mal höher.

Entsprechend wichtig ist es, sie schon früh zu unterstützen. 

Wie? Wir beraten Sie gerne.

Podium: Kinder suchtkranker Eltern

Was brauchen Kinder, deren Eltern suchtkrank sind? Wie können sie unterstützt werden?

Die Aktionswoche Kinder von suchtkranken Eltern nimmt sich alljährlich dem Thema an. Zur Ausgabe 2020 organisierten wir einen Kino-Event mit Podium. Nach der Vorführung von Platzspitzbaby diskutierten:

Die Autorin Michelle Halbheer, deren Biographie Vorlage für den Film war; Iva Straub von der Suchtfachstelle Zürich; die Therapeutin Wally Wagenrad und Iwan Reinhard vom Aebi-Hus. Moderiert hat den Anlass Urs Rohr von der Suchtpräventionsstelle. 

Wie viele Kinder betroffen sind

Laut Sucht Schweiz sind rund 100'000 Kinder und Jugendliche von Suchtproblemen in der Familie betroffen, und das alleine was den Alkohol angeht. 

Die Organisation stützt sich dabei auf Daten von Vätern und Müttern, die wegen Alkoholproblemen in Behandlung sind. Hinzu kommen die Kinder, die mit anderen Suchtproblemen der Eltern konfrontiert werden.     

Für jede Schulklasse, jeden Hort und jede Kita bedeuten die Zahlen:

Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ist auch eines der betreuten Kinder von Suchtproblemen in der Familie betroffen.  

Wie sich Kinder verhalten

Kinder mit suchtkranken Eltern müssen nicht auffällig sein. Man spricht zwar vom aggressiven Jungen oder vom stillen Mädchen. Es gibt aber auch das Gegenteil.

Was Signale sein können

Grundsätzlich ist ein Puzzle an Information, das eine Suchtproblematik in der Familie andeuten kann: Etwas, das ein Kind erzählt. Ein Eindruck aus einem Gespräch mit den Eltern. Anzeichen können Eindrücke sein: Dass es dem Kind nicht gut geht, es nachlässig gekleidet ist. Dass es verloren wirkt, in seinen Leistungen nachlässt.

Was Betreuungspersonen tun können

Wichtig: Schulen, Horte, Kitas oder Spielgruppen bieten solchen Kindern alleine schon dadurch Unterstützung, dass sie ihnen eine feste Struktur bieten. 

Auch Aufmerksamkeit, Interesse oder Lob der Lehr- und Betreuungspersonen stützt die Kinder bereits.   

Wie viel Unterstützung ein Kind darüber hinaus braucht? Das gilt es abzuklären. Ebenso gilt es zu klären: Wie sich eine Schule in solchen Fragen organisiert? Wann die Schulsozialarbeit beigezogen wird? Wie viel eine Lehrperson selber tragen kann? Ob und wie eine vermutete Suchtproblematik angesprochen werden soll?

Wir beraten Sie gerne in diesen Fragen.  

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