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Suchtpanorama 2020

Trinken bis zum Rausch? Ständig online? Mit Glücksspielen sein Glück versuchen?

Das Suchtpanorama 2020 präsentiert die aktuellen Zahlen und Trends, was den Konsum von Substanzen oder Digitalen Medien angeht.

Hier das Wichtigste aus dem Report von Sucht Schweiz in aller Kürze.   

Alkohol: Junge Frauen holen auf

Trinken bis zum Rausch hat zugenommen und insbesondere bei jungen Frauen. Ihr Anteil verdoppelt sich von 12 Prozent (2007) auf 24 Prozent (2017). Umworben werden sie laut Bericht mit fruchtig-süssen Bieren oder trinkfertigen Cocktails. 

Tabak: Immer mehr Produkte

Rund ein Viertel der Bevölkerung raucht. Stetig kommen laut Bericht aber neue Produkte hinzu, die auch bei Jugendlichen beliebt sind: zum Beispiel Snus oder E-Zigaretten die Nikotin enthalten. Das Problem: Die Risiken sind meist noch unklar. Fakt ist: Es gibt keine Produkte mit Nikotin ohne Risiko. Die Produkte mit den geringsten Risiken können Raucher und Raucherinnen allerdings beim Ausstieg helfen.  

Illegale Substanzen: Gefragtes Kokain

Was den Konsum illegaler Drogen angeht, ist die Lage laut Bericht relativ stabil. Der grösste illegale Markt ist derjenige für Cannabis. 2017 wurde mehr Cannabis konsumiert als 2012. Die neuen legalen CBD-Produkten dürften den Anstieg aber erklären.

Was auffällt: In den grossen Schweizer wird mehr Kokain oder Ecstasy konsumiert als in vergleichbaren ausländischen. Was auch auffällt: Die Anzahl neuer psychoaktiver Substanzen nimmt zu. Gekauft werden diese hauptsächlich über Online-Kanäle. 

Medikamente: Schlafhilfen

Die Verkäufe von opioidhaltigen Schmerzmittel steigen. Anders als in den USA gibt es laut Report aber keine grösseren Probleme. 

Was starke Schlaf- und Beruhigungsmittel angeht, beziehen rund 350'000 Menschen solche über eine lange Zeit.   

Glücksspiele: Online reizt zum Risiko

Nur drei von 100 Befragten spielen exzessiv. Gefährdet sind: junge Männer, die wenig verdienen. Das Angebot an Online-Angebot hat dabei stark zugenommen. Das Problem: Online riskieren Spieler mehr. 

Digitale Medien: Pausenlos online

Jüngere sind häufiger und länger online als Ältere. Unter ihnen ist der Anteil, der die Digitalen Medien problematisch nutzt, entsprechend höher. Von 100 Personen sind laut Schätzung einer bis vier betroffen. 

Als tendenziell problematisch beurteilt der Bericht die Vermischung von Games und Geldspielen.  

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