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Von einem Zeckenstich aus dem Leben gerissen

«Mis Züri. Mis Spital.» zeigt Patientengeschichten aus dem Stadtspital Waid und Triemli. Leo litt nach einem Zeckenstich an einer schweren Entzündung des Gehirns.

Der elfjährige Leo Lemke erkrankt nach einem Zeckenstich an einer schweren Entzündung des Gehirns. Sein Zustand ist so labil, dass seine Eltern um sein Leben fürchten. Doch nach zwei Wochen im Triemli und sechs Wochen in der Reha ist er wieder ganz gesund.

«Es hat ganz harmlos angefangen», beginnt Leo, wenn er seine Geschichte erzählt. Der Elfjährige liebt es, Fussball zu spielen, wie die meisten Jungs in seinem Alter. Er schwimmt und ist überhaupt ein aktives Kind. Gemeinsam mit seinem Vater geht er gerne im Wald spazieren. Und genau dort passiert es: Eine Zecke sticht Leo in den Rücken. «Wir haben die Zecke kurz nach dem Spaziergang bemerkt. Ich habe sie vorsichtig entfernt, ohne dass Teile der Zecke zurückgeblieben sind», erzählt sein Vater. Alles scheint gut. Auch die typischen Symptome für eine gefährliche Infektion, wie das Auftreten geröteter Kreise rund um die Zeckenstichstelle, treten nicht auf.

41 Grad Fieber und schlimme Kopfschmerzen

Wenig später reisen Leo und sein Vater nach Frankreich in die Ferien. Dort wird Leo plötzlich krank. 41 Grad Fieber und fürchterliche Kopfschmerzen plagen ihn – keine Tabletten helfen. Vater und Sohn treten, als es ihm etwas besser geht, die Heimreise an. Leos Mutter hat bereits einen Termin beim Kinderarzt organisiert. Noch vor der Praxis muss sich Leo übergeben. Der Arzt führt Reflextests durch und nimmt Speichelproben. Als die Diagnose Hirnhautentzündung feststeht, ist Leo zunächst skeptisch. «Ich konnte es gar nicht glauben. Richtig realisiert, dass ich eine wirklich schlimme Krankheit habe, habe ich erst, als ich kurz darauf im Spital war.» Gut, war er das. Zu den Krankheitssymptomen kommt heftiger Schüttelfrost hinzu. Leo verträgt kein Licht mehr. «Es ging mir richtig schlecht», erzählt er.

Bunte Kinderklinik Triemli

Zwei Wochen ist er in der Kinderklinik Triemli in Behandlung, bis das Schlimmste überwunden ist. «Die Pflegefachpersonen waren sehr nett und es gab viele bunte Zeichnungen an den Wänden», erinnert sich Leo. Danach folgen sechs Wochen Reha. Heute ist Leo wieder vollkommen zufrieden zurück im Leben. Trotzdem sagt er: «Ich denke oft an die Zeit im Triemli zurück und geniesse es einfach, dass ich wieder gesund bin.»

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