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Chronisches Nierenversagen – Ohne Schmerzen in Lebensgefahr

«Mis Züri. Mis Spital.» zeigt Patientengeschichten aus dem Stadtspital Waid und Triemli. Patrik hat ein chronisches Nierenversagen. Als er ganz gelb im Gesicht ist, sucht er die Notfallaufnahme Waid.

Ohne seinen Hausarzt, seinen Apotheker und die Spezialistinnen und Spezialisten des Waid wäre Patrik Zehnder heute nicht mehr am Leben. An einem Ostersamstag kommt der 49-Jährige mit Nierenversagen in die Notaufnahme. Er schwebt in akuter Lebensgefahr. Wie ihm diese dramatischen Stunden in Erinnerung geblieben sind, verrät er uns hier.

Als Patrik Zehnder leichtes Fieber und Rückenschmerzen bekommt, denkt er sich nicht viel dabei. Ein harmloser grippaler Infekt, vermutet er. Trotzdem geht er zum Arzt. Der sieht sofort, wie gelb sein Patient im Gesicht ist – ein klares Anzeichen für eine schwere Nierenerkrankung. Er überweist Patrik Zehnder ins Waid. Dort beginnen die Spezialistinnen und Spezialisten sofort mit der Dialyse. Viele Jahre bleibt sein Zustand stabil. Bis ihn seine Krankheit an einem Osterwochenende einholt.

Wieder sind es Fieber und Rückenschmerzen, die ihn zwingen, zuhause zu bleiben. Seine damalige Freundin macht sich auf den Weg zur Apotheke, um ihm Medikamente zu besorgen. «Trink noch etwas», sagt sie, bevor sie aus der Tür geht. Kurze Zeit später befindet sich Patrik Zehnder erneut im Waid. Diesmal in der Notaufnahme. Nierenversagen! Die Ärztinnen und Ärzte sehen akute Lebensgefahr. Der Apotheker hatte den Ernst der Lage sofort erkannt und das Paar ins Waid verwiesen. Der unmittelbare Anschluss an das Dialysegerät rettet Patrik Zehnder das Leben. «Ich hätte einfach wegdämmern und sterben können», erklärt er. «Das macht ein Nierenversagen so tragisch.»

Die Dialyse vermieden

«Ich habe viel zu lange gewartet», gesteht er rückblickend, «und so war ich – das muss ich im Nachhinein sagen – ein Stück weit selber schuld an dieser Situation. Ich habe meine Krankheit verdrängt. Man will es einfach nicht wahrhaben.»

Gut betreut im Spital

Heute geht Patrik Zehnder drei Mal die Woche für vier Stunden zur Hämodialyse ins Waid und fühlt sich damit sehr wohl. Die Hämodialyse ersetzt die Nierenfunktion, wenn die Niere nicht mehr in der Lage ist, genug Wasser oder Abfallstoffe auszuscheiden. Dabei werden Flüssigkeit und gelöste Stoffe aus dem Blut entfernt. Im Vergleich zur Bauchfelldialyse, bei der die Betroffenen einen Schlauch im Bauch tragen, bewegen sich Nierenkranke nach der Hämodialyse wieder ohne Einschränkungen. «So kann ich meinen Hobbies nachgehen, mit den Nachbarn grillieren und sogar in die Badi gehen», freut sich Zehnder. Dialysepatientinnen und -patienten werden während der mehrstündigen Therapie ausserdem mit Essen und Trinken versorgt, was für die körperliche Verfassung sehr wichtig ist. Die Entscheidung für die Dialyse ins Waid zu gehen, hat er selbst getroffen. Er könnte auch in ein anderes Spital gehen. Aber er sagt: «Ich fühle mich dort sehr gut aufgehoben. Die Ärztinnen und Ärzte sowie die Pflegekräfte sind kompetent und nett und man baut eine persönliche Beziehung auf.»

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