Die Hornhaut (Kornea) ist die klare, vordere Schicht des Auges und hat eine zentrale Bedeutung für das scharfe Sehen. Erkrankungen der Hornhaut können zu Sehverschlechterung, Schmerzen, Lichtempfindlichkeit oder Trübungen führen. In der Hornhautsprechstunde am Stadtspital Zürich werden diese Erkrankungen spezialisiert abgeklärt, behandelt und langfristig betreut.
- Verdacht auf eine Hornhauterkrankung (z. B. Keratokonus oder Fuchs-Endotheldystrophie)
- Verschwommenes Sehen durch Hornhauttrübung oder -verformung
- Schmerzen, Rötung oder Entzündung der Hornhaut (z. B. Ulcus corneae)
- Abklärung vor oder nach Hornhautoperation
- Kontrolle nach Hornhauttransplantation
- Schwere trockene Augen oder Hornhautverletzungen
Keratokonus
- Eine Ausdünnung und Vorwölbung der Hornhaut, die zu verzerrtem und unscharfem Sehen führt.
Fuchs-Endotheldystrophie
- Eine altersbedingte Erkrankung der innersten Hornhautschicht, die zu Hornhautschwellung und Sehverschlechterung führen kann.
Hornhautentzündung oder Hornhautgeschwür (Ulcus corneae)
- Eine meist infektiöse Erkrankung, die Schmerzen, Rötung und Sehverschlechterung verursacht und rasch behandelt werden muss.
Hornhautnarben oder Trübungen
- Diese können nach Infektionen, Verletzungen oder Operationen entstehen.
In der Hornhautsprechstunde erfolgen spezialisierte Untersuchungen:
Ärztliches Gespräch und klinische Untersuchung
- Erfassung Ihrer Beschwerden und Untersuchung an der Spaltlampe
Hornhauttopographie oder Tomographie
- Vermessung der Hornhautform, insbesondere bei Keratokonus
Messung der Hornhautdicke (Pachymetrie)
- Wichtig zur Diagnose und Verlaufskontrolle
Spezielle Bildgebung (OCT des Vorderabschnittes)
- Darstellung der einzelnen Hornhautschichten
Fotodokumentation
- Zur genauen Verlaufskontrolle
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Erkrankung.
Konservative Behandlung
- Augentropfen oder Salben (z. B. Antibiotika bei Infektionen)
- Behandlung trockener Augen
- Spezielle Kontaktlinsen zur Sehverbesserung
Behandlung eines Hornhautgeschwürs (Ulcus corneae):
- Intensive antibiotische oder antivirale Augentropfen
- Engmaschige Kontrollen
- In schweren Fällen operative Behandlung
Beim Crosslinking wird die Hornhaut mit Vitamin-B2-Augentropfen und UV-Licht behandelt. Dadurch wird das Hornhautgewebe stabilisiert.
Ziel:
- Stoppen oder Verlangsamen des Fortschreitens des Keratokonus
- Vermeidung einer späteren Hornhauttransplantation
Dieses Angebot erfolgt über das AZA – Ambulantes Zentrum Augenklinik.
Wenn die Hornhaut stark geschädigt oder getrübt ist, kann eine Hornhauttransplantation notwendig werden.
Am Stadtspital Zürich werden moderne, schonende Techniken angewendet:
DMEK (Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty)
- Dabei wird nur die erkrankte innere Schicht der Hornhaut ersetzt.
Vorteile:
- Schnellere Sehverbesserung
- Kleine Operationswunde
- Geringeres Abstossungsrisiko
Diese Operation wird z. B. bei Fuchs-Endotheldystrophie durchgeführt.
In manchen Fällen kann auch eine vollständige Hornhauttransplantation erforderlich sein.
Nach einer Hornhautoperation sind regelmässige Kontrollen wichtig.
Sie erhalten Augentropfen zur:
- Infektionsprophylaxe
- Entzündungshemmung
Die Sehverbesserung kann je nach Erkrankung und Behandlung unterschiedlich schnell erfolgen.
- Ziel ist es,die Ursache Ihrer Beschwerden genau zu erkennen
- Ihre Sehkraft zu erhalten oder zu verbessern das Fortschreiten von Erkrankungen zu verhindern und die bestmögliche individuelle Behandlung zu gewährleisten
Regelmässige Kontrollen sind oft notwendig, um den Behandlungserfolg zu sichern.