Schlupflider und Tränensäcke zählen zu den häufigsten altersbedingten Veränderungen im Bereich der Augenlider.
Neben kosmetischen Aspekten können ausgeprägte Lidveränderungen auch funktionelle Beschwerden verursachen und das Sehfeld einschränken.
Durch moderne lidchirurgische Verfahren können sowohl funktionelle als auch ästhetische Verbesserungen erzielt werden.
Unter Schlupflidern versteht man einen Hautüberschuss des Oberlides. Durch Erschlaffung von Haut und Bindegewebe sinkt die Lidhaut teilweise über den Lidrand.
Mögliche Beschwerden sind:
- Schweregefühl der Lider
- eingeschränktes oberes Gesichtsfeld
- rasche Ermüdung beim Lesen
- Kopfschmerzen durch Stirnanspannung
- kosmetische Beeinträchtigung
Tränensäcke entstehen meist durch altersbedingte Veränderungen des Unterlides mit Vorwölbung von Fettgewebe und Erschlaffung der Lidstrukturen.
Begleitend können auftreten:
- Schwellungen der Unterlider
- müder Gesichtsausdruck
- Schattenbildung unter den Augen
- selten Tränenfluss oder Lidfehlstellungen
- natürlicher Alterungsprozess
- genetische Veranlagung
- Erschlaffung von Haut und Bindegewebe
- Verlagerung von Fettgewebe
- UV-Exposition
- Rauchen
- chronische Schwellungen oder Allergien
Vor einer Behandlung erfolgt eine umfassende ophthalmologische und lidchirurgische Untersuchung.
- Beurteilung der Lidstellung
- Untersuchung des Gesichtsfeldes
- Beurteilung der Haut- und Gewebeerschlaffung
- Prüfung des Lidschlusses
- Beurteilung der Tränenfunktion
- Fotodokumentation
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen funktionellen und rein ästhetischen Veränderungen.
Oberlidstraffung (Blepharoplastik)
Bei der Oberlidblepharoplastik wird überschüssige Haut und gegebenenfalls Fettgewebe entfernt.
Die Operation kann zu einer Verbesserung des Gesichtsfeldes sowie zu einem wacheren Erscheinungsbild führen.
Unterlidchirurgie
Bei Tränensäcken erfolgt je nach Befund eine Straffung der Unterlidstrukturen sowie die Reposition oder Entfernung von Fettgewebe.
Die Schnittführung erfolgt häufig unauffällig direkt unterhalb der Wimpern oder von der Lidinnenseite.
Ablauf der Operation
- ambulante Durchführung
- lokale Betäubung oder Dämmerschlaf
- Operationsdauer meist 30 bis 90 Minuten
- feine kosmetische Hautnähte
Nach der Operation
Nach dem Eingriff treten vorübergehend Schwellungen und Blutergüsse auf, welche sich meist innerhalb weniger Tage bis Wochen zurückbilden.
Empfohlen werden:
- regelmässige Kühlung
- körperliche Schonung
- Vermeidung starker körperlicher Belastung
- vorübergehender Verzicht auf Sauna und Sport
Die Fäden werden in der Regel nach wenigen Tagen entfernt.
Lidoperationen gelten insgesamt als sichere Eingriffe. Wie bei jeder Operation können jedoch Komplikationen auftreten.
- Schwellungen und Blutergüsse
- trockenes Auge
- vorübergehende Reizungen
- Narbenbildung
- Asymmetrien
- selten unvollständiger Lidschluss
- selten Lidfehlstellungen
Die Ergebnisse nach lidchirurgischen Eingriffen sind in den meisten Fällen sehr gut.
Durch moderne operative Techniken können sowohl funktionelle Beschwerden verbessert als auch natürliche ästhetische Ergebnisse erzielt werden.