Die Tränenwege dienen dem Abfluss der Tränenflüssigkeit vom Auge in die Nase. Bei einer Verengung oder einem Verschluss der Tränenwege kommt es zu einem gestörten Tränenabfluss.
Dadurch treten häufig chronischer Tränenfluss, wiederkehrende Entzündungen oder Infektionen des Tränensacks auf.
Je nach Ursache und Lokalisation kann eine operative Wiederherstellung des Tränenabflusses notwendig werden.
Mögliche Ursachen einer Tränenwegsstenose sind:
- altersbedingte Verengung der Tränenwege
- chronische Entzündungen
- wiederkehrende Tränensackentzündungen (Dakryozystitis)
- Narbenbildung
- Verletzungen
- frühere Operationen
- Tumorerkrankungen
- angeborene Tränenwegsverschlüsse
Typische Beschwerden sind:
- ständiger Tränenfluss (Epiphora)
- verschwommenes Sehen durch Tränenfilmstörungen
- wiederkehrende Augenentzündungen
- Schwellung oder Druckschmerz im Bereich des Tränensacks
- eitriges Sekret
- rezidivierende Tränensackentzündungen
Akute Entzündungen des Tränensacks können schmerzhaft verlaufen und eine antibiotische Behandlung erfordern.
Diagnostik
Die Abklärung erfolgt durch eine spezialisierte ophthalmologische Untersuchung.
Beurteilung der Lid- und Tränenwegssituation
- Spülung der Tränenwege
- Sondierung der Tränenwege
- Endoskopische Untersuchung der Nase
- bildgebende Verfahren bei Bedarf
Die genaue Lokalisation der Engstelle ist entscheidend für die Wahl der geeigneten Therapie.
Bei einem vollständigen oder ausgeprägten Verschluss der Tränenwege ist häufig eine Dakryozystorhinostomie (DCR) notwendig.
Dabei wird operativ eine neue Verbindung zwischen Tränensack und Nasenhöhle geschaffen, sodass die Tränenflüssigkeit wieder direkt in die Nase abfliessen kann.
Operationsverfahren
Die Operation kann äusserlich über einen kleinen Hautschnitt oder endoskopisch durch die Nase durchgeführt werden.
- externe Dakryozystorhinostomie
- endonasale endoskopische DCR
- Einlage von Silikonschläuchen bei Bedarf
Die Wahl des Verfahrens hängt von der individuellen Anatomie und Ursache des Verschlusses ab.
Die Operation kann äusserlich über einen kleinen Hautschnitt oder endoskopisch durch die Nase durchgeführt werden.
- externe Dakryozystorhinostomie
- endonasale endoskopische DCR
- Einlage von Silikonschläuchen bei Bedarf
Die Wahl des Verfahrens hängt von der individuellen Anatomie und Ursache des Verschlusses ab.
Ablauf der Operation
- ambulante oder stationäre Durchführung
- Lokalanästhesie oder Vollnarkose
- mikrochirurgische Präparation der Tränenwege
- Anlage der neuen Abflussverbindung
Nach der Operation
Nach der Operation können vorübergehend Schwellungen, Blutergüsse oder leichte Nasenblutungen auftreten. Regelmässige Nachkontrollen sind wichtig, um die Funktion der neuen Abflussverbindung zu überwachen.
Eingelegte Silikonschläuche werden meist nach einigen Wochen bis Monaten entfernt.
- Nachblutungen
- Infektionen
- Narbenbildung
- erneuter Verschluss der Tränenwege
- vorübergehende Reizungen
- selten persistierender Tränenfluss
Die Dakryozystorhinostomie stellt ein etabliertes und sehr erfolgreiches Verfahren zur Behandlung von Tränenwegsverschlüssen dar.
In den meisten Fällen kann der Tränenabfluss dauerhaft verbessert und die Beschwerden deutlich reduziert werden