Die Andrologie spielt eine zentrale Rolle bei der Erhaltung und Verbesserung der männlichen Gesundheit. Im Zentrum stehen Abklärung von Veränderungen des männlichen Fortpflanzungssystems und der männlichen Hormone sowie die Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Hierbei werden Aspekte von äusserlich sichtbaren Veränderungen und damit verbundenen Einschränkungen genauso wie Themen der Verhütung und Veränderungen im Alterungsprozess abgeklärt. Die Andrologie ist ein sich ständig wandelndes Fachgebiet. Personalisierte Behandlungsmethoden beinhalten chirurgische, medikamentöse und psychosoziale bis hin zu digitalen Therapien.
Betroffene sollten sich bewusst sein, dass Andrologen die richtigen Ansprechpartner für ihre spezifischen Probleme sind. Sie sollten sich keinesfalls scheuen ihr Anliegen darzulegen, um eine unabhängige und fundierte Beratung und Therapie in einem offenen und toleranten Umfeld zu erhalten.
Anmeldungen können je nach Versicherungsmodell direkt oder über einen Zuweiser erfolgen.
- Erektile Funktionsstörungen: Veränderung der Erektionsfunktion verursacht durch vaskuläre, neurologische, hormonelle oder psychogene Faktoren als auch Ejakulationsstörungen (bspw. frühzeitige Ejakulation).
- Sexualfunktionsstörungen: Veränderungen der sexuellen Funktion inkl. Erektions-, Ejakulations- und Libidostörungen aufgrund körperlicher oder psychogener Faktoren im interdisziplinären Kontext.
- Männliche Infertilität (Unfruchtbarkeit): Einfluss und Abklärung von genetischen Defekten, Hodenfehlfunktionen, Infektionen, hormonellen Störungen oder Umweltfaktoren.
- Varikozele: Krampfaderbildung der hodenversorgenden Gefässe, die zu Symptomen wie Schmerzen oder auch Fruchtbarkeitsproblemen führen kann.
- Penis- und Hodenerkrankungen: Lokale Veränderungen bspw. Vorhautverengung, Penisverkrümmung (Peyronie-Krankheit), Hautveränderungen und Hodentumore.
- Gynäkomastie: Veränderungen des Brustgewebes
- Hormonstörungen: Testosteronmangel, der zu sexuellen Funktionsstörungen und Begleiterkrankungen u.a. Diabetes mellitus, Hypercholesterinämie, Osteoporose, Anämie, Depression, verminderter Libido und Muskelschwäche führen kann.
- Andropause (aging male): Altersbedingter Rückgang der Testosteronproduktion mit Auswirkungen auf Körper und Psyche.
- Klinische Untersuchung und Beratung für weitere zielführende Diagnostik
- Ultraschall (Hoden, Penis, Prostata)
- Doppler-Sonographie zur Gefäßdiagnostik bei erektiler Dysfunktion
- Hormonanalysen (gesamtes Spektrum der endokrinologischen Abklärung auch interdisziplinär mit u.a. Testosteron, LH, FSH, Prolaktin)
- Spermiogramm (Untersuchung der Samenzellen zur Beurteilung der Fruchtbarkeit)
- Genetische Untersuchungen (bei Verdacht auf erbliche Ursachen)
- Hormontherapie (Testosteronersatz bei Hypogonadismus)
- Medikamentöse Behandlung (z. B. PDE-5-Hemmer/Prostaglandine wie Sildenafil und neuere)
- Operative Eingriffe (Varikozelen-Operation, Penisbegradigung, lokale Korrekturen, Tumorchirurgie)
- Reproduktionsmedizinische Maßnahmen
- Sexualtherapeutische Massnahmen (interdisziplinär)
- Psychologische und psychiatrische Therapien bei psychogenen Ursachen (interdisziplinär)