Die Forschungsfrage
Kann der ICEBERG-Fragebogen in der Notfallaufnahme erkennen, welche älteren Patient*innen ein höheres Risiko für schwere Folgen haben – etwa längere Krankenhausaufenthalte, Pflegeheimverlegung oder erhöhte Sterblichkeit?
Was gemacht wurde
ICEBERG wurde unter der Leitung von Frau Prof. Heike Bischoff-Ferrari an den Zürcher Spitälern (Stadtspital Zürich, Affoltern) an 1664 Menschen ab 70 Jahren getestet. Es werden unterschiedliche Bereiche überprüft: Lebenssituation, Mobilität, Sturzgefahr, Gedächtnis, Stimmung, Verwirrtheit (Delirium), frühere Krankenhausaufenthalte, Medikamentenanzahl, körperliche Einschränkungen und Unterernährung. Diese Abklärung dauert durchschnittlich 4,3 Minuten und wird von Ärzt*innen oder Pflegefachpersonen des Notfalls durchgeführt.
Bedeutung für Patient*innen
Erkennt das Tool ein hohes Risiko, können Kliniken frühzeitig individuelle Massnahmen einleiten – z.B. Medikamente überprüfen, Mobilität fördern, Ernährung umstellen, Delirium (Verwirrtheit) vermeiden. So wird eine bedarfsgerechte Versorgung ermöglicht, welche potenziell den Krankenhausaufenthalt verkürzt, Komplikationen reduziert und die Lebensqualität älterer Menschen verbessert.
Forscher*innen
Interdisziplinäre Forschungs-Zusammenarbeit zwischen Stadtspital Zürich, Spital Affoltern und der Universität Basel.
Studienleiterin: Prof. Dr. Heike A Bischoff-Ferrari, MPH, DrPH (Universität Basel & UAFP)
Stadtspital Zürich: 8 Forschende
Spital Affoltern: 3 Forschende
Universität Basel: 5 Forschende
Harvard (USA): 1 Forschender
Original-Publiaktion
Forschung am Stadtspital Zürich
Forschung ist wichtig, damit unsere Patient*innen von neusten Methoden, modernsten Technologien und bestmöglichen Standards profitieren. Jährlich führen wir etwa 100 Forschungsprojekte durch. Weitere Informationen finden Sie hier.
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