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Medienmitteilungen

Sicherheitsdepartement, Tiefbau- und Entsorgungsdepartement

9. September 2011

Der Ulmbergtunnel ist in die Jahre gekommen

Umfassende Sanierung des Strassen- und Personentunnels steht bevor

Der Ulmbergtunnel und die Unterführung Bleicherweg werden saniert. Gleichzeitig wird die Alfred-Escher-Strasse im Abschnitt Bleicherweg bis General-Wille-Strasse erneuert. Die Bauarbeiten werden baulich und zeitlich koordiniert. Sie starten Ende Oktober 2011 und dauern voraussichtlich bis Ende 2012. Während aller Bauphasen bleibt die Baustelle mindestens einspurig für Personenwagen befahrbar. Der Schwerverkehr wird über die Selnau- / Stockerstrasse umgeleitet.

Die beiden Röhren des Ulmberg-Strassentunnels zwischen den Stadtteilen Wiedikon und Enge stammen aus den 1870er- und 1960er-Jahren. Die Unterführung Bleicherweg wurde ebenfalls in den 1960er-Jahren erstellt. Beide Bauwerke weisen Betonabplatzungen und korrodierte Armierungen auf. Zudem gibt es Anzeichen dafür, dass vereinzelt Wasser eintritt. Die Strassenentwässerung im Tunnel erfüllt die Anforderungen des Gewässerschutzgesetzes nicht mehr. Zudem sind Entwässerungs- und Sickerleitungen zum Teil undicht. Auch bezüglich der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung entspricht der Ulmbergtunnel nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Deshalb ist es Zeit, die beiden Bauwerke und die Werkleitungen zu sanieren und die Sicherheit im Tunnel zu verbessern. Dazu gehören Arbeiten an der Tragkonstruktion, der Entwässerung und den Werkleitungen, aber auch der Einbau einer neuen Betriebs- und Sicherheitsanlage sowie eines neuen Fahrbahnbelages. In diesem Zusammenhang wird im Bereich der Unterführung Bleicherweg eine lärmtechnische Sanierung der Tunnelstrasse vorgenommen.

Aufwertung des Tunnels für den Fuss- und Veloverkehr
Im Personentunnel sind Massnahmen in den Bereichen Statik, Brandschutz und Oberflächen notwendig. Der rund 250 Meter lange Tunnel präsentiert sich heute als unangenehmer Ort. Durch zwei unübersichtliche Krümmungen am Anfang und am Ende des Tunnels ist keine Übersicht über den ganzen Tunnelverlauf möglich. Diese verwinkelte Anlage resultiert aus den topografischen und bautechnischen Verhältnissen. Die Verbindung für den Personenverkehr liegt im mittleren, geraden Abschnitt über der Verbindung für den motorisierten Verkehr. Der Tunnel wurde damals bergmännisch gebaut und die beiden Verbindungen übereinander angeordnet. Eine Begradigung des Tunnelverlaufs ist aufgrund dieser Gegebenheiten nicht möglich. Auch lassen die statischen Rahmenbedingungen keine Veränderung der Dimensionen des Tunnels zu. Um trotz dieser Einschränkungen die Attraktivität zu erhöhen, fiel der Entscheid auf eine optische Aufwertung. Die lange, gerade Passage des Tunnels soll mit einer Bodenbemalung des Künstlerpaars Lang / Baumann versehen werden. Die Wände werden neu verputzt und zusammen mit der Decke heller gestrichen. Die Bodenmalerei «Streetpainting #3» und die insgesamt hellere Gestaltung sollen das Wohlbefinden bei der Benutzung des Tunnels erhöhen.

Die gebundenen Ausgaben für die Sanierung des Ulmbergtunnels belaufen sich auf 18,9 Millionen Franken und für die Unterführung Bleicherweg auf 10,7 Millionen Franken. Der Objektkredit für die Sanierung des Personentunnels beträgt 335 000 Franken.

Zeitliche und bauliche Koordination mit dem Strassenbauprojekt Alfred-Escher-Strasse
Die Alfred-Escher-Strasse ist im Bereich zwischen Bleicherweg und General-Wille-Strasse in einem schlechten Zustand und wird einschliesslich der beiden Trottoirs umfassend saniert. Die dortige Personen-Unterführung ist im Rollstuhl und mit Kinderwagen nicht zugänglich und unattraktiv. Sie wird zugunsten eines neuen Zebrastreifens mit Lichtsignal aufgehoben. Ausserdem ermöglicht eine bessere Gestaltung der Fahrbahn eine neue Veloführung. Die Gesamtkosten für die Sanierung des Strassenabschnitts betragen 4,17 Millionen Franken. Davon sind 3,14 Millionen Franken gebundene Ausgaben.

Koordination mit anderen Grossprojekten in der Stadt
Die Sanierungsarbeiten wurden so geplant, dass sie nicht mit anderen Grossbaustellen auf Hauptverkehrsachsen (Tram Zürich-West / Umbau Pfingstweidstrasse, Sanierung Hardbrücke, Flankierende Massnahmen zur Westumfahrung) zusammenfallen. Sie starten am 31. Oktober 2011 und dauern voraussichtlich bis Ende 2012.

Verkehrsbeschränkungen und Umleitungen
Während der ganzen Dauer der Sanierung des Ulmbergtunnels steht dem motorisierten Individualverkehr grundsätzlich eine Fahrspur pro Fahrtrichtung zur Verfügung. Für den Schwerverkehr hingegen muss der Ulmbergtunnel gesperrt werden.

Die Umleitungen für den Schwerverkehr erfolgen via Manessestrasse - Stauffacherquai - Stauffacherbrücke - Selnaustrasse - Stockerstrasse - Bleicherweg (Fahrtrichtung Enge) bzw. via  Bleicherweg - Dreikönigstrasse - Stockerstrasse - Selnaustrasse - Sihlhölzlistrasse (Fahrtrichtung Wiedikon).

Für den Fuss- und Veloverkehr ist der Ulmbergtunnel für rund zehn Wochen im Frühjahr 2012 nicht passierbar. Velofahrende werden von der Manessestrasse in Richtung Enge via Sihlhölzli, Sihlamtsstrasse, Holz-, Gerichtigkeitsgasse und Freigutstrasse beziehungsweise in Richtung Wiedikon via Freigutstrasse, Gerechtigkeits-, Holzgasse, Sihlamts- und Sihlhölzlistrasse umgeleitet. Der Fussverkehr wird via Sihlamtsstrasse über die Treppe zur Gerechtigkeitsgasse über die Freigutstrasse in Richtung Enge geführt. Von der Enge in Richtung Wiedikon führt der Weg von der Angerer- über die Freigutstrasse, dann über die Treppe zur Sihlhölzlistrasse.

Information für Anwohnende
Die Anwohnenden wurden in einer Informationsveranstaltung direkt informiert. Während der Bauausführung werden Anwohnerrundschreiben über den Verlauf der Sanierungsarbeiten und die Verkehrsführung informieren.

 

Thema: Transport und Verkehr, Bauen

Organisationseinheit: Dienstabteilung Verkehr, Tiefbauamt