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Medienmitteilungen

6. Juni 2017

Winterthur und Zürich fördern das Angebot «carvelo2go»

Mit elektrischen Lastenvelos lässt sich vom Gepäckstück bis zum Werkzeugkasten alles transportieren, selbst Kinder können problemlos mitfahren. Der Griff zum Autoschlüssel wird oftmals überflüssig. Über die Sharing-Plattform «carvelo2go» der Mobilitätsakademie AG des TCS sowie des Förderfonds Engagement Migros können solche eCargo-Bikes stunden- oder tageweise gemietet werden. Das Angebot steht ab heute auch an 22 Standorten in Zürich und an 8 Standorten in Winterthur zur Verfügung.

Angebot hat sich bewährt

In mehreren Schweizer Städten gehören die sogenannten Carvelos von carvelo2go bereits zum Stadtbild: Familien bringen damit ihre Kinder zur Krippe, Berufstätige ihre Pakete zur Post und wieder andere transportieren damit ihre wöchentlichen Grosseinkäufe. Wer dafür kein eigenes eCargo-Bike anschaffen, sondern es nur stunden- oder tageweise nutzen möchte, kann das ab sofort auch in Zürich und Winterthur tun. In wenigen Schritten kann ein Carvelo gebucht und in Zürich an 22 und in Winterthur an 8 Standorten abgeholt werden.

In Zürich haben die Argumente für die Einführung von carvelo2go überzeugt. Dazu Filippo Leutenegger, Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements: «carvelo2go ist ein zukunftsweisendes Angebot, das der Bevölkerung wie auch dem lokalen Gewerbe der Stadt Zürich einen Nutzen bringt. Es fügt sich wunderbar in unser Programm Stadtverkehr 2025 ein und passt zu unserer Veloförderung.»

carvelo2go verbindet für Barbara Günthard-Maier, Vorsteherin des Departements Sicherheit und Umwelt, gleich mehrere Vorteile: «Man ist selber ‹schlank und rank› unterwegs, treibt Sport und leistet einen positiven Beitrag für die Allgemeinheit, weil man das verstopfte Strassenbild entlastet und erst noch keine Schadstoffe in die Luft entlässt. So macht Umweltschutz doch einfach Spass! Und wenn man das Lastenrad erst noch nicht selbst kaufen muss: Umso besser!» Als mögliche Zielgruppe sieht sie Menschen, die für Warenlieferungen auch mal das Auto stehen lassen oder junge Familien, die damit ihre Kinder von A nach B bringen wollen. Dass für die Carvelos keine neue Infrastruktur nötig wird, sondern die bestehende genutzt werden kann, bedeutet einen weiteren grossen Vorteil aus Sicht der beiden Städte.

Das Angebot und die Partner von carvelo2go in Zürich und Winterthur

carvelo2go zielt auf eine Verankerung im Quartier ab. Poststellen und Kleinbetriebe wie Apotheken, Bäckereien, Restaurants oder Bars haben die Rolle eines sogenannten Hosts inne. Sie stellen einen Stellplatz für ein Carvelo zur Verfügung, verwalten den Schlüssel und die Batterie. Im Gegenzug können die Hosts das Bike während einer bestimmten Zeitspanne kostenlos für ihre eigenen, betrieblichen Zwecke einsetzen. Service und Wartung der Carvelos liegen bei carvelo2go. Die Carvelos werden über die Webseite www.carvelo2go.ch reserviert (ab Juli auch über eine App möglich), danach liegt beim entsprechenden Host der Schlüssel bereit.

Die Preise für die Miete sollen möglichst breite Bevölkerungsgruppen ansprechen. Die Buchungsgebühr beträgt 5 Franken, danach bezahlt man 2 Franken pro Stunde. In der Nacht zwischen 22 bis 8 Uhr entfällt der Stundentarif. Mit einem carvelo2go-Halbtax-Abo à 90 Franken halbieren sich alle Mieten. Das Angebot ist als Pilot-Projekt aus der Schweizer Lastenrad-Initiative carvelo entstanden, bei der Engagement Migros seit 2015 Partner ist. Am heutigen Lancierungsevent sagt dazu Alexandra Müller-Crepon, Projektleiterin Förderfonds Engagement Migros: «Die Partnerschaft ermöglicht jetzt die langfristige Verankerung der Sharing-Plattform. Damit verfolgen wir das Ziel, die Integration von Cargo-Bikes in den Stadtverkehr und die nationale Expansion des Angebots voranzutreiben.»

Nationale Partner sind neben dem TCS und der Schweizerischen Post auch das Bundesamt für Energie BFE mit dem Programm EnergieSchweiz. Christoph Schreyer, Leiter Mobilität beim BFE, ist überzeugt, dass Cargo-Bikes einen Beitrag zu mehr Energieeffizienz im städtischen Verkehr leisten können: «Mit eCargo-Bikes können viele kurze Autofahrten mit Warentransport ersetzt werden, dadurch wird Energie gespart und Lärm reduziert.»

Auch beim TCS wird das Potenzial für das eCargo-Bike-Angebot als hoch erachtet, weshalb neben dem Zentralclub auch die TCS Sektion Zürich carvelo2go unterstützt: «Als Mobilitätsclub wollen wir unseren Mitgliedern eine neue Mobilität anbieten, die Bewegung und Spass bringt und es ermöglicht, von Tür zu Tür Transporte zu erledigen. Auch Kinder lieben es, damit herumchauffiert zu werden», so Reto Cavegn, Geschäftsführer der TCS Sektion Zürich, bei der Schlüsselübergabe der Carvelos an die Hosts.




Thema: Transport und Verkehr