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November 2018

Persönlich-Kolumne: Richtig ist, was ich glaube

Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich

Richard Wolff, Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements
Richard Wolff, Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements

Der Holzschlag am Uetliberg hat viele Gemüter in Wallung gebracht. Das kann ich grundsätzlich verstehen. Denn auch ich spüre eine besondere Verbundenheit mit dem Wald und den Bäumen. Und auch ich weiss, dass Bäume für unser Leben unerlässlich sind. Dennoch befremdet mich das Verhalten mancher KritikerInnen. Da werden Sachzwänge zum Vornherein negiert oder gar nicht zur Kenntnis genommen, die Fachleute werden abgekanzelt. Das gibt mir echt zu denken, dieses Taubstellen für Argumente und diese Verunglimpfung. Das Motto scheint zu sein: Richtig ist, was ich glaube.

Der Tages-Anzeiger schreibt, es habe zum Holzschlag «eine erstaunliche Menge an Zeitungsartikeln» gegeben. Lieber Tagi, das Medium, das Zunder gibt, bist du. Selber am meisten produzieren und dann erstaunt über die Menge sein: Das finde ich originell. Die NZZ wandte sich deutlich gegen die Empörungsbewirtschaftung. Die Quartierzeitung Zürich 2 gab unaufgeregt zu bedenken, dass der Wald am Uetliberg ein Kompromiss sei, der nur mit menschengemachten Eingriffen funktioniere.

Ich halte fest: Bei uns arbeiten gut ausgebildete, engagierte und naturverbundene Fachkräfte. Niemand hier fällt Bäume zum Plausch. Wir sind verpflichtet, die – absolut sinnvollen – gesetzlichen Aufträge von Bund und Kanton umzusetzen. Dass wir dies im vorliegenden Fall richtig machen, hat der Regierungsrat in seiner Antwort auf die Aufsichtsbeschwerde von Pro Uetliberg unmissverständlich dargelegt.

Richard Wolff
Vorsteher Tiefbau- und Entsorgungsdepartement

Departement: Tiefbau- und Entsorgungsdepartement