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Dachbegrünungen

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Mit Ruderalvegetation wie Natternkopf, Hundskamille, Karthäusernelke begrüntes Dach

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Dachtyp 1: Ruderalvegetation


Dachvegetation mit Gras, Sedum, Moos

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Dachtyp 3: Sedum-Kraut-Gras-Vegetation


Wiese mit grossem Grasanteil, sowie etwas Margeriten, Wundklee, Labkraut, Weissklee

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Dachtyp 2: Wiesenartige Vegetation


Dachvegetation mit Johanniskraut, Berufskraut, Karthäusernelke, Mauerpfeffer, Witwenblume

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Dachtyp 4: Sedum-Moos-Kraut-Vegetation


Artenvielfalt auf Dächern

Begrünte Dachflächen geben der Natur in Siedlungsräumen eine neue Chance. An ungestörter Lage können sich wilde Pflanzen- und Tierarten auf diesen Ersatzlebensräumen ansiedeln. Die Rückgewinnung und Vernetzung von Dachflächen als Lebensraum für Flora und Fauna stellt eine ökologische Qualität und einen Ausgleichsbeitrag bei Bauvorhaben dar.

Dachbegrünungen sind kleinflächige Lebensrauminseln für Tiere und Pflanzen. Über Samenflug, Vögel und Insekten stehen diese so genannten Trittsteinbiotope im Austausch mit bodengebundenen Lebensräumen im Stadtgebiet und erhöhen die Vernetzung.

Das auf dem Dach geförderte Artenspektrum hängt von der Einrichtung der Begrünung (Gestaltung, Materialisierung, Strukturvielfalt) ab sowie von der naturräumlichen Lage (Umfeld) und der Grösse der Dachbegrünung.


Vorteile von Dachbegrünungen

  • Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Ausgleichsflächen können geschaffen werden
  • Regenwasserspeicherung/-abflussverzögerung
  • Mikroklimatischer Ausgleich: Temperaturextreme, Strahlungsbilanz, Verdunstung, Filterwirkung
  • Erhöhter Schallschutz
  • Staubbindung
  • Verbessertes Innenraumklima
  • Schutz der Dachhaut
  • Qualität des Wohn- und Arbeitsumfeldes: nutzbare Freiflächen
  • Stadtbild: Optische Aufwertung einsehbarer Flächen
  • Langfristige Kosteneinsparungen (Sanierung, Energiekosten, Abwassergebühren)


Einflussfaktoren auf die ökologische Qualität der Dächer

Die ökologische Qualität der Dachbegrünung ist von verschiedenen Einflussfaktoren abhängig, die bei der Anlegung der Begrünung zu beachten sind. Die wichtigsten Kriterien für eine ökologisch wertvolle Dachbegrünung sind:

  • Substratdicke:
    Die aufgetragene Substratschicht sollte mindestens 10 cm dick sein. Experimentelle Untersuchungen haben gezeigt, dass die Artenvielfalt bei einer Schichtdicke unter 10 cm stark reduziert wird, da die Wasserspeicherfähigkeit für die meisten Arten zu klein ist.
  • Relief:
    Die ökologische Qualität einer Dachbegrünung kann auf einfache Weise dadurch erhöht werden, dass das Substrat nicht ausgeebnet wird.
  • Wahl des Substrats:
    Empfohlen werden natürliche Böden aus der jeweiligen Region oder Recycling-Erden.
  • Wahl der Samenmischung:
    Die Verwendung von Saatgut aus einheimischen Wildpflanzen aus der Umgebung ist ökologisch am sinnvollsten.
  • Aussaat-Zeitpunkt:
    Der Erfolg der Begrünung hängt zusammen mit dem Zeitpunkt der Aussaat. Inbesondere sind die heissen Monate (Juni-August) und die kalten (November-Februar) zu meiden. Günstig sind Ansaaten im Frühjahr und Herbst.

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Ziele von Grün Stadt Zürich

Seit 1991 ist in der Bau- und Zonenordnung der Stadt Zürich (BZO) gesetzlich festgelegt, dass neue Flachdächer zu begrünen sind: BZO, Art. 11, Abs. 1 Flachdächer sind, soweit sie nicht als Terrassen genutzt werden, in allen Zonen zu begrünen, wenn dies zweckmässig sowie technisch und wirtschaftlich zumutbar ist. Der Begrünungsanteil der jährlichen Neubaudachfläche soll steigen. Die Legislaturziele 2006-2010 des Tiefbau- und Entsorgungsdepartementes (TED) im Bereich Biodiversität basieren u.a. auf den Messgrössen der begrünten Dachflächen.


Basisstandard Dachbegrünung

Die Vorschrift zur Begrünung von Flachdächern gemäss BZO Art. 11 Abs. 1 beschränkt sich nicht auf Neubauten sondern gilt auch für Sanierungen, wenn dies zweckmässig sowie technisch und wirtschaftlich zumutbar ist. Heute werden häufig nur ökologisch unzureichende Minimalvarianten umgesetzt.

Der Mindeststandard für die Qualität einer Dachbegrünung wurde von AHB und GSZ gemeinsam definiert.

  • Schichtstärke von mindestens 10 cm Substrat (lose Schüttung)
  • Gesamte Wasserrückhaltekapazität (Sickerwasservolumen + Volumen des pflanzenverfügbaren Wassers) min. 45l/m2 (bei mehrschichtigen Systemaufbauten auf Gesamtaufbau zu beziehen)
  • Volumen des pflanzenverfügbaren Wassers beträgt mindestens 25l/m2
  • Einheimisches, an extreme Standortbedingungen angepasstes Saatgut oder Pflanzenmaterial von Inland-Ökotypen

Im Zusammenhang mit Baugesuchen kann der Fachbereich Freiraumberatung von Grün Stadt Zürich kontaktiert werden.


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Weitere Informationen

Kontakt

Grün Stadt Zürich

Beatenplatz 2
8001 Zürich


Naturschutz
Bettina Tschander
Telefon 044 412 27 15

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