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Naturnahe Pflege

Grün Stadt Zürich bewirtschaftet insgesamt 3773 ha Grünfläche, für deren Pflege und Bewirtschaftung 1995 vom Stadtrat folgende Ziele festgelegt worden sind:

 

  • Kreisläufe schliessen
  • Hilfsstoffe einsparen
  • Lebensräume aufwerten

Die Stadt pflegt ihre Flächen möglichst naturnah und schonend, sodass Gestaltung, Nutzung und Ökologie im Einklang zueinander stehen.
 Grün Stadt Zürich hat mit dem Projekt «Mehr als Grün» den politischen Auftrag erhalten, den Anteil ökologisch wertvoller Flächen im Siedlungsgebiet zu fördern. Viele private Grünflächen verfügen über unausgeschöpftes ökologisches Potenzial, weshalb Grün Stadt Zürich auch private Projekte der naturnahen Gartengestaltung und Gartenpflege unterstützt

Leitfaden Pflegeverfahren

Die Bewirtschaftung und Pflege der verschiedenen Lebensräume sind für die Artenvielfalt neben Standortfaktoren (Boden, Klima, Licht, Wasser, etc.) von entscheidender Bedeutung. Deshalb wurde für die Stadt Zürich ein Leitfaden zur Erhaltung und Aufwertung wertvoller Naturflächen in der Landschaft und im Siedlungsgebiet erarbeitet. 

Leitfaden Pflegeverfahren

Damit soll die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten auf unseren Grünflächen gefördert und Boden, Grundwasser und Luft vor schädlichen Einflüssen geschützt werden. Einheimische Tiere und Pflanzen sollen sich in der Stadt nicht nur ansiedeln, sondern auch mit den Menschen in friedvoller Koexistenz zusammenleben können.

Die Stadt Zürich will ihre Grünflächen so ökologisch wie möglich verwalten, sie aber nicht zu Naturschutzgebieten machen, sondern den Bedürfnissen der Stadtbevölkerung - so gut es geht - anpassen.

Wegwarte, Nachtkerze, Mohn, Wilde Möhre
Verschiedene Pflanzenarten
 Hilfsstoffe
Hilfsstoffe

Verzicht auf chemische Hilfsstoffe (Pflanzenschutzmittel)

In erster Linie soll auf chemische Hilfsstoffe wie Insektizide, Herbizide oder Fungizide verzichtet werden.
Wo störende Organismen auftauchen, sollen folgende Massnahmen ergriffen werden:

  • Alle vorbeugenden Massnahmen wie Bodenpflege, Fruchtfolge, Kulturschutznetz, Nützlinge fördern usw. ausschöpfen.
  • Den Schädling oder die Krankheit genau bestimmen und gezielte, natürliche Abwehrmethoden anwenden (unter Beizug von Fachleuten und Fachliteratur).
  • Abwarten - mit etwas Geduld reguliert sich die Natur oft von selbst.
  • Die Schädlinge einsammeln, befallene Pflanzenteile wegschneiden.
  • Wo nachgewiesenermassen nichts hilft, empfehlen wir möglichst gezielte, biologische Hilfsmittel einzusetzen. Auf die Bekanntgabe von Spritzmitteln (Positiv-Liste) wird hier verzichtet. Wir empfehlen im naturnahen Gartenbau versierte Gärtnerinnen und Gärtner beizuziehen.

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