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Gärtnern im Gartenareal Dunkelhölzli

Wenn Sie Interesse am Gartenprojekt Dunkelhölzli und am gemeinschaftlichen Gärtnern haben, kontaktieren Sie uns. Wir sind bereits im Gespräch mit Interessenten einer möglichen Trägerorganisation.

Neues Gartenareal Dunkelhölzli, Zürich-Altstetten

Ausgangslage

Die Flächen der Kleingartenareale in der Stadt Zürich stehen aufgrund der dynamischen städtischen Entwicklung zunehmend unter Druck und haben in den letzten Jahren abgenommen. Besonders Gärten im städtischen Umfeld waren und sind Gegenstand von Planungsüberlegungen für die Errichtung neuer Bauten oder die Schaffung von Freiräumen für die Bevölkerung.

In Zürich-Altstetten sind bestehende Kleingartenareale aktuell von folgenden Planungen betroffen:

  • Das Kleingartenareal «Bernerstrasse/Vulkan» durch den geplanten Neubau der Eishockeyarena.
  • Das Kleingartenareal Juchhof: durch das Nationalstrassenprojekt N1/36 Grünau des Bundesamtes für Strassen (ASTRA). 

Neues Gartenareal Dunkelhölzli

Luftbild: Heutige Situation Areal Dunkelhölzli, Projektflächen rot

Aufgrund der grossen Nachfrage nach Gartenflächen will Grün Stadt Zürich auf den zunehmenden Flächenverlust reagieren und neue Gartenflächen anbieten. Das Gebiet Dunkelhölzli in Zürich-Altstetten hat sich in einer Evaluation als guter Standort für ein neues Gartenareal erwiesen.

Das Areal liegt am Siedlungsrand von Altstetten, zwischen Dunkelhölzlistrasse und Salzweg, geografisch eingebettet zwischen Friedhof Eichbühl, Friedwald, dem Siedlungsrand mit Römerhügel und dem Naturschutzgebiet Dunkelhölzli. Bereits heute ist das Areal Dunkelhölzli durch Gartennutzung geprägt. Das ehemalige Gärtnerhaus mit Wirtschaftsgebäude und Umschwung, Kleingärten und der «Pflanzplatz Dunkelhölzli» zeugen zusammen mit den Gewächshäusern der ehemaligen Gärtnerei Weiss von einer landwirtschaftlichen und gärtnerischen Nutzung.

Mit der Umzonung der Flächen in eine Erholungszone E3 = Familiengärten 2013 wurden die zonenrechtlichen Voraussetzungen für ein neues Gartenareal geschaffen.

Eine Frau und ein Mann arbeiten auf einem Salat-Feld
Bewirtschaftung von Gemüseland durch den Verein Stadtrandacker

Drei Personen bei der Gartenarbeit auf dem Feld.
Bewirtschaftung von Gemüseland durch den Verein Stadtrandacker

Der Eingang zum Kleingartenareal im Dunkelhölzli
Bestehendes Kleingartenareal im Dunkelhölzli

Verschiedene Gartenformen

Im Dunkelhölzli soll der Quartierbevölkerung nebst den klassischen Familiengartenflächen insbesondere Gartenland für gemeinschaftliches Gärtnern angeboten werden. Rund um die Gartenfeldern sind zudem weite Teile des Areals für die Naherholung öffentlich zugänglich.

Anders als bei den bestehenden Gartenarealen in der Stadt Zürich liegt ein Grossteil des Gartenlandes auf Fruchtfolgeflächen. Dies bedingt eine bodenschonende Bewirtschaftung mit wenig Infrastruktur, was bei Gemeinschaftsgärten mehrheitlich erfüllt wird.

Gemeinschaftsgärten: In den Gemeinschaftsgärten werden die Infrastrukturen, ein Gemeinschaftsgartenhaus pro Gartenfeld, gemeinsam genutzt. Diese Gemeinschaftsgartenhäuser können nach den Bedürfnissen der Nutzergruppen eingerichtet werden. Darüber hinaus sollen vielfältige Formen des Gärtnerns wie die Bewirtschaftung einzelner Beete, grösserer individueller Flächen bis hin zu grossen gemeinschaftlich bewirtschafteten Gartenflächen möglich sein.

Familiengärten: Die Gartenfelder für Familiengärten sind in Einzelparzellen eingeteilt, die jeweils ein Gartenhäuschen aufweisen können. Auch hier sind Varianten möglich, z.B. kleinere Parzellen, Parzellen ohne Gartenhäuschen oder die Verpachtung an eine Gartengruppe.

Kleintierhaltung: Die Kleintierhaltung ist im Gartenareal Dunkelhölzli nur ausnahmsweise möglich.

Sowohl bei den Familiengärten als auch bei den Gemeinschaftsgärten setzt Grün Stadt Zürich die Rahmenbedingungen über einen Pachtvertrag mit dem Trägerverein und erstellt teilweise auch die bauliche Infrastruktur des Gemeinschaftsgebäudes, wie Toiletten, Lagerräume und Aufenthaltsraum.

Den Trägerschaften ist die Ausprägung der Varianten nicht vollständig vorgegeben. Innerhalb der im Pachtvertrag definierten Rahmenbedingungen liegt es an den Trägerschaften zusammen mit den Nutzenden die Gartenfelder zu gestalten und die gewünschten Formen des Gärtnerns zu definieren. Gärtnerinnen und Gärtner schliessen sich einer Trägerschaft an und nutzen das Land, das ihnen vom Verein verpachtet wird.

Projekt

Situationsplan Bauprojekt, Landschaftspark mit Gartenfelder und neuem Bachlauf

Das neue Gartenareal Areal umfasst sechs grosse Gartenfelder mit insgesamt rund 3.8 ha Gartenfläche und bietet einen weiträumigen öffentlich zugänglichen Naherholungsbereich mit einer Bachneugestaltung. Weitläufige Wiesenflächen, markante Baumgruppen und Einzelbäume bilden das Grundgerüst des parkartigen Teils der Anlage. Neu durchfliessen die geöffneten Bachläufe des Salzweg- und Thalbächlis die Wiesenflächen. Die für den Hochwasserschutz notwendigen Retentionsvolumen werden möglichst sanft in die Topographie von Gartenfeldern und Park eingefügt. Ein Netz von Fuss- und Bewirtschaftungswegen erschliesst das Gesamtareal sowie die einzelnen Gartenfelder. Das allen Gartenfeldern dienende Gemeinschaftsgebäude wird beim Zugang von der Dunkelhölzlistrasse her am Hauptweg positioniert und bildet so einen Begegnungsort für alle künftigen Arealnutzenden. Auffälliges Merkmal des Gebäudes ist ein grosszügiges Dach unter dem die Infrastruktur für den Betrieb angeordnet ist. Den Gartenfeldern zugeordnet werden jeweils kleinere Gebäude, die als Garderobe und Werkzeugschuppen dienen. Die Haupterschliessung des Areals erfolgt über den Salzweg und die Dunkelhölzlistrasse. Die nahe gelegenen Bushaltestellen ermöglichen eine gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel. Auf jedem grossen Gartenfeld gibt es genügend Veloabstellplätze. Bei den Hauptzugängen zum Areal an der Dunkelhölzlistrasse und beim Salzweg werden die erforderlichen Parkplätze für die Pächter eingerichtet.

Zurzeit führt die Archäologie der Stadt Zürich Voruntersuchungen auf dem Gelände durch.

Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat einen Objektkredit von insgesamt 12.788 Millionen Franken für das gesamte Bauvorhaben.

Organisation und Termine

  • Bauherrschaft: Grün Stadt Zürich und Entsorgung und Recycling Zürich
  • Landschaftsarchitektur: Studio Vulkan, Zürich
  • Bauingenieur: SWR infra, Dietikon
  • Objektkredit STR/GR: 2017
  • Baueingabe: 2017
  • Realisierung: 2018-2019
  • Inbetriebnahme: ab 2019

Weitere Informationen

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