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Wildschweine

Wildschweine in Zürich

Frischlinge im Hönggerwald
Foto: Marcel Ruppen

Die Zahl der Wildschweine hat in der ganzen Schweiz stark zugenommen und sie dringen vermehrt auch in besiedelte Gebiete ein. Das wärmere Klima, das reichhaltige Nahrungsangebot und fehlende natürliche Feinde begünstigen ihre Rückkehr. Sie fühlen sich auch in Zürich-Nord zunehmend «sauwohl» und hinterlassen vermehrt Spuren im Wald und auf den angrenzenden Wiesen und Feldern. Es sind mittlerweile drei Familienrotten mit bis zu zwanzig Tieren und zusätzliche Einzeltiere, die im Grenzgebiet Zürich-Regensdorf-Unterengstringen vornehmlich in der Dämmerung und nachts herumstreifen.

In Zusammenarbeit mit den benachbarten Jagdgesellschaften beobachtet der zuständige Wildhüter Erwin Nüesch die Entwicklung genau, berät und unterstützt die Landwirte und steht der Bevölkerung bei Fragen zur Verfügung.

Wildhüter

Was man über Wildschweine wissen sollte

Trittsiegel eines Wildschweins im Schnee
Foto: Wildnispark Zürich

Wildschweine sind äusserst lern- und anpassungsfähig. Innerhalb der Familie gibt die weibliche Leitbache den Ton an und vermittelt ihre Lebenserfahrung an die Jungtiere weiter. Die Familienmitglieder verständigen sich über ein Repertoire an verschiedenen Lautäusserungen. Wildschweine ernähren sich in erster Linie von Pflanzen, verschmähen aber auch tierische Kost nicht. Wildschweinbachen können das ganze Jahr über Junge gebären. Die Mehrzahl der gestreiften Jungtiere, Frischlinge genannt, kommen aber von
März bis Juni in einem mit Pflanzenmaterial ausgepolsterten Kessel zur
Welt. Mit zunehmendem Alter sind erwachsene männliche Tiere, Keiler genannt, als Einzelgänger unterwegs.

Regeln im Umgang mit Wildschweinen

Zwei erwachsene Wildschweine suchen unter dem Laub nach Essbarem
Foto: Wildnispark Zürich

Wildschweine sind nachtaktive Tiere. Grundlos greifen sie keine Menschen an, ausser sie fühlen sich oder ihre Jungtiere bedroht. Auch wenn sie verletzt sind, ist Vorsicht geboten, denn Wildschweine sind sehr wehrhaft.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie im Wald und am Waldrand

  • auf den Wegen bleiben
    Vermeiden Sie Störungen und streifen sie nicht durch Dickicht oder Unterholz.
  • Hunde an der Leine führen
    Lassen Sie Hunde nicht freilaufen, um unvorhergesehene Konfrontationen zu vermeiden.
  • Wildtiere nicht füttern
    Wildschweine gewöhnen sich an Futterquellen und dringen immer weiter in die Siedlungen vor.
  • Abstand halten
    Bei einer überraschenden Begegnung mit Wildschweinen langsam auf Distanz gehen, Tiere keinesfalls berühren.

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