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Wichtige Informationen

Betontisch als Futterstelle für Tauben.
Fressen auf dem Boden zieht Mäuse und Ratten an.

  • In der Innenstadt der Stadt Zürich leben 6'000 Tauben, in der ganzen Stadt rund 16'000 Tauben.
  • Tauben werden oft aus falscher Tierliebe gefüttert: unbegrenzte Nahrungsressource führt zu einer starken Vermehrung.
  • Wer nicht auf das Taubenfüttern verzichten kann, sollte dies nur auf den speziellen Taubentischen tun, damit Ratten nicht an das Futter gelangen. Taubenfutter gehört ausschliesslich auf den Taubentisch.
  • Taubenkot kann Fassaden angreifen und Schäden verursachen. Starke Taubenkotverschmutzung kann bei Kindern, kranken und älteren Menschen gesundheitliche Probleme zur Folge haben.
  • In der Stadt Zürich fallen jährlich 80 Tonnen Taubenkot an.

Darf man Tauben füttern?

In der Zürcher Innenstadt gibt es ungefähr 6000 Tauben, in ganz Zürich sind es ein Mehrfaches davon. Normalerweise wird die Grösse einer Tierpopulation durch das Nahrungsangebot gesteuert. Je mehr Futter vorhanden ist, desto mehr Tauben gibt es. Das heisst also, wer Tauben füttert, trägt zu ihrer Vermehrung bei. Im Winter, bei kleinerem Nahrungsangebot, sollte der Bestand eigentlich etwas abnehmen. So würde die Population auf natürliche Wiese reguliert. Stadttauben in Zürich hingegen sind zu jeder Jahreszeit so gut genährt, dass sie sogar im Winter erfolgreich brüten und Junge aufziehen. Die Population muss deshalb fortwährend kontrolliert und reguliert werden, damit die Zahl der Tauben nicht stetig zunimmt.

Bitte nicht füttern!

Sprechen Sie Menschen an, die Tauben füttern. Weisen Sie darauf hin, dass sie den Tauben nur einen kurzfristigen Dienst erweisen. Vogelfreundliche Gärten oder Blumenkistchen mit Pflanzen, welche im Herbst Samen bilden, bieten den Vögeln mehr und sind langfristige und vor allem artgerechte Alternativen zur Fütterung. Zudem können diese Strukturen auch von anderen Tieren genutzt werden. Durch ausgestreutes Futter werden auch Mäuse und Ratten angelockt. Diese müssen dann wiederum bekämpft werden, da gehäuftes Auftreten der beiden Tierarten aus hygienischen Gründen nicht erwünscht ist. Besonders schädlich ist das Ausstreuen von Futter in Rabatten und auf Baumscheiben. Die Taubenschwärme schädigen die Wurzeln von Strassenbäumen und anderen Pflanzen nachhaltig. Die Stadt Zürich will einen kleinen, aber gesunden Taubenbestand. Dies ist nur möglich, wenn die Fütterung unterlassen wird.

Darf ich lästige Tauben selber entfernen?

Taubennester am eigenen oder gemieteten Gebäude dürfen vom Liegenschaftenbesitzer oder vom Mieter selbst entfernt werden. Für Einfang und Abschuss von Tauben sowie die Vernichtung von Taubenbruten ist in der Stadt Zürich der
Wildhüter «Fachbereich Vögel» zuständig. Er berät Sie bei Taubenproblemen auf dem Gebiet der Stadt Zürich ohne Kostenfolge.

Was tun, wenn Tauben in der Fassade oder auf dem Dachboden übernachten und nisten?

Als erstes sollte immer der Wildhüter «Fachbereich Vögel» gerufen werden. Er wird die Tiere einfangen oder abschiessen und die Jungen entfernen. So leid einem die Tiere tun, deren Vertreibung ist aber keine Lösung, da dann einfach der Nachbar das Problem erbt. Bei Dachböden gilt: Erst wenn alle Tauben eingefangen sind, kann der Zugang zum Dachboden für die Tauben mit gutem Gewissen verschlossen werden. Haben mehrere Tauben über längere Zeit im Dachboden gehaust, sollte man ihn von einer Fachfirma reinigen lassen.

Welche präventiven Massnahmen gibt es?

Tauben geben nicht so schnell auf, sie kommen immer wieder. Gegen eine Wieder- oder Neubelegung gibt es verschiedene Abwehrmassnahmen: Elektrodrähte, Netze oder Gitter. Firmen, welche solche Vorrichtungen und Geräte anbieten, sind im Telefonbuch unter dem Stichwort «Schädlingsbekämpfung» aufgeführt.

Reinigung

Bei der Reinigung sollten eine gute Staubmaske, Überkleider und Handschuhe getragen werden. War ein Raum längere Zeit von Tauben bewohnt, dann sollte man ihn durch eine Schädlingsbekämpfungsfirma reinigen und bei Schädlingsbefall auch gegen Ungeziefer behandeln lassen.

Starke Verschmutzungen durch Taubenkot sind bedenklich

Von 6000 Tauben fallen in der Zürcher Innenstadt pro Jahr mehrere Tonnen Kot an. An den Kotspuren lässt sich erkennen, wo sie gemeinsam auf Futter warten, wo sie übernachten oder Junge aufziehen. Verschmutzungen durch Taubenkot sind nicht nur unschön, sie können, wo sie gehäuft auftreten, zusammen mit Feuchtigkeit zu Fassadenschäden führen. Darüber hinaus können Verschmutzungen zu einem hygienischen Problem werden, weil Menschen sich über den Kot mit Viren, Salmonellen und anderen Bakterien anstecken könnten.

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