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Friedhof Eichbühl

Todesfälle und Bestattungen

Für Todesfälle und Bestattungen wenden Sie sich bitte an das Bevölkerungsamt.
Telefon 044 412 31 78

Fakten

Fläche: 123'000m2
Errichtet: 1963 - 1966

Entwicklung

JahrEntwicklungsschritt
 1958Sieger aus dem Wettbewerb zum neuen Friedhof Eichbühl ist das Team Hans Hubacher/Ernst Studer (Architekten), Ernst Graf/Fred Eicher (Landschaftsarchitekten) und Robert Lienhard (Bildhauer). Die Bauarbeiten beginnen im Oktober 1963, wobei Fred Eicher nach Ernst Grafs Tod 1962 für die Landschaftsarchitektur verantwortlich ist
 1968Einweihung des Friedhofs Eichbühl
 1985Ein Teil der Bevölkerung tut sich schwer mit der modern und karg wirkenden Friedhofanlage. Daher beauftragt das damalige Gartenbauamt einen Zürcher Landschaftsarchitekten mit der Erarbeitung eines ergänzenden Vegetationskonzeptes. Der Friedhof soll durch die Pflanzung von zusätzlichen Bäumen, Wildhecken und Stauden seine Strenge verlieren und ökologisch aufgewertet werden. Das Konzept wird in den folgenden Jahren weitgehend umgesetzt und verunklärt den Entwurf von Fred Eicher
 1990Aus Fachkreisen wird Kritik an der systematischen Überformung des Friedhofs Eichbühl laut
 1992Die Projektierung des Gemeinschaftsgrabes neben der Abdankungskapelle wird Fred Eicher übertragen
 2004Der Friedhof Eichbühl wird als Hauptwerk Fred Eichers vom Schweizer Heimatschutz besonders gewürdigt. Dieser Impuls lässt die Diskussion rund um die Konzeptbereinigung erneut aufleben
 2005/07Durch die Beseitigung der Pflanzungen aus den 1980er-Jahren wird die Klarheit des ursprünglichen Entwurfes wieder lesbar. Einzig die verlängerte Lindenallee quer durch den Friedhof bleibt bestehen

Anlage

Am Fuss des Uetlibergs gelegen, fällt das Friedhofgrundstück zur Stadt hin ab. In diese natürliche Hangsituation sind drei architektonische Akzente in einem spannungsvollen Dreieck eingefügt: die Eingangsterrasse mit Aufbahrungshalle, die Abdankungshalle am höchsten Punkt und die Urnennischenmauern mit der Unterstandshalle. Das Wegenetz ist orthogonal aufgebaut und folgt dem natürlichen Gelände, einzig der Weg vom Eingang zur Abdankungskappelle ist diagonal zu den Höhenkurven in den Hang eingelegt. Konsequent wird Beton für Bauten, Mauern und Wege eingesetzt, was die Wirkung der belassenen Natur zusätzlich steigert.

Eine Besonderheit sind die sechs grossen, in den Hangfuss eingeschnittenen Grabfelder. Von Mauern umgeben, entstehen intime Räume für die Andacht am Grab, während der Hang sich optisch über die Grabkammern hinweg fortsetzt.

Da die Bevölkerungsentwicklung weit hinter den Erwartungsrechnungen der 1950er-Jahre zurückblieb, aber auch die Wahl der Bestattungsart sich im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert hat, erreichte der Friedhof Eichbühl bei weitem nie die mögliche Auslastung von 18'000 Gräbern. Dafür konnte die Anlage ihren parkartigen Charakter umso besser behalten.

Besonderes

Der Friedhof ist im Inventar der schützenswerten Gärten und Anlagen von kommunaler Bedeutung aufgeführt. Mit seiner Formensprache aus den 1960er-Jahren ist er eines der bedeutendsten Werke der Schweizer Gartenarchitektur.

Der grosszügige freie Mittelraum ist als Platzreserve für den Notfall vorgesehen.

Orientierungsplan Friedhof Eichbühl

Der Orientierungsplan enthält Informationen über die Anordnung der Gräber, die Grabfeld- und Gräbernummern, die Infrastruktur des Friedhofs sowie die öffentlichen Verkehrsmittel und Parkplätze.

Weitere Informationen

Kontakt