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Friedhof Enzenbühl

Todesfälle und Bestattungen

Für Todesfälle und Bestattungen wenden Sie sich bitte an das Bevölkerungsamt.
Telefon 044 412 31 78

Fakten

Fläche: 98'334 m2
Errichtet: 1902
Erweitert: 1934

Entwicklung

JahrEntwicklungsschritt
1900Friedhof Rehalp wird voll belegt
1902Eröffnung Friedhof Enzenbühl, Projektierung Stadtbaumeister Arnold Geiser
1917Vollbelegung, Beginn Studien Erweiterung, unterdessen Wiederbelegung vom Friedhof Rehalp
1931Diskussion um Errichtung eines Krematoriums
1932-36Erweiterung von Architekt Konrad Hippenmeier (Chef Städtisches Bebauungsplanbüro) und Gebrüder Mertens
1951-52

Umgestaltung und Herrichtung des alten oberen Teils zur Wiederbenützung

1987Einweihung Gemeinschaftsgrab
2004

Unterschutzstellung der gesamten Anlage und 112 Gräbern

2005Umbau Aufbahrung mit rollstuhlgängiger Toilette
2009Neuer Zugang auf Zolliger Gemeindegebiet

Anlage

1902 wird der Friedhof Enzenbühl nach dem alten Neumünsterfriedhof und dem Friedhof Rehalp als dritte Ausbau-Etappe für den wachsenden Bedarf der Einzugsgebiete Hottingen, Hirslanden und Riesbach eröffnet. Stadtbaumeister Arnold Geiser entwirft die steil nach Westen abfallende Anlage als schlichten Friedhof mit Längs- und Querachse und hoher, umlaufender Mauer. Am höchsten Punkt der Anlage positioniert er die im neugotischen Stil erbaute Abdankungskapelle.

Bereits 1934 wird die Friedhofsanlage auf ihre heutige Grösse erweitert. Dabei liegt ein Teil der Erweiterung auf dem Gemeindegebiet Zollikon. Der Architekt Konrad Hippenmeier weiss die Gunst der einmaligen Aussichtslage architektonisch geschickt auszunutzen und wirkungsvoll zu steigern. Wie später bei der Erweiterung des Friedhofs Manegg beauftragt er die Gebrüder Mertens mit der Erstellung des Bepflanzungskonzepts. Es entsteht ein Parkfriedhof mit wechselnden, landschaftlich und architektonisch gestalteten spannungsvollen Räumen. Es ist den Gebrüdern Mertens ein ausdrückliches Anliegen, durch eine differenzierte räumliche Gliederung und eine ausgesuchte Pflanzenwahl sowie den optischen Einbezug der umgebenen Landschaft den Eindruck einer Grabsteinwüste zu vermeiden.

Beide Etappen sind heute noch in der Gesamtanlage gut erkennbar. Das Konzept des Gespanns Hippenmeier/Gebrüder Mertens ist praktisch unverändert erhalten und entfaltet seine volle Wirkung, auch wenn der Blick auf den See durch die den Friedhof einrahmende Waldkulisse mittlerweile zugewachsen ist. Die überaus reiche Bepflanzung mit Raritäten - wie einer kegelförmig geschnittenen Rotbuchenallee -ist in Fachkreisen bekannt und zur Schulung der botanischen Kenntnisse beliebt. Ein botanischer Führer ist im Friedhof erhältlich.

Die Hochbauten, welche auch für den Betrieb und die Verwaltung vom Friedhof Rehalp genutzt werden, gruppieren sich in der verkehrsnahen Eingangszone. Die grossen peripheren Bereiche im Osten und Süden führen dadurch ein stimmungsvolles abgeschiedenes Eigenleben. Unter den zahlreichen Familiengräbern sind viele Prominente zu finden. Bereichert werden die schmuckvollen Gräber durch ein Grabmalmuseum mit 20 bis 30 sehenswerten Kunstdenkmälern aus Stein.

Besonderes

Die Erweiterung des Friedhofs Enzenbühl ist das herausragende Werk des Gespanns Hippenmeier/Gebrüder Mertens.

Der Friedhof Enzenbühl bildet zusammen mit dem Friedhof Rehalp ein authentisches Stück Zürcher Friedhofsgeschichte, welches den enormen Platzbedarf der Friedhöfe im Zug der Stadtentwicklung dokumentiert. Seit 2004 stehen die gesamte Friedhofsanlage und insgesamt 112 Gräber unter Denkmalschutz.

Einen besonderen Blickfang stellt die grosse Frauenplastik im Wasserbassin von Franz Fischer, «Sich verhüllende Figur», Bronze, aus den Jahren 1934/36 dar. 2005 werden in der umgebauten Aufbahrung Skulpturen von Josephson platziert.

Orientierungsplan Friedhof Enzenbühl

Der Orientierungsplan enthält Informationen über die Anordnung der Gräber, die Grabfeld- und Gräbernummern, die Infrastruktur des Friedhofs sowie die öffentlichen Verkehrsmittel und Parkplätze.

Weitere Informationen

Kontakt