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Friedhof Fluntern

Todesfälle und Bestattungen

Für Todesfälle und Bestattungen wenden Sie sich bitte an das Bevölkerungsamt.
Telefon 044 412 31 78

Fakten

Fläche: 33'250 m2
Errichtet: 1887
Erweitert: 1907/1928/1948

Entwicklung

JahrEntwicklungsschritt
1887Eröffnung des Friedhofs durch die Gemeinde Fluntern
1905Beabsichtigte Auflösung nach Eingemeindung, Friedhof Enzenbühl als Ersatz vorgesehen, Verhinderung durch eine Petition der Kirchengemeinde unter Hinweis auf Bevölkerungswachstum
1907Erweiterung im vorgegebenen Stil als barocke Axialanlage
1928Erweiterung im architektonischen Stil mit «romanischem Kirchengrundriss», Projektierung durch Garteninspektor G.F. Rothpletz
1931Abbruch alte Kapelle, Bau von neuem Dienstgebäude mit Abdankungshalle
1948Erweiterung auf heutige Grösse im parkartigen Stil
1964Stadtratsbeschluss: Ehrengrab für James Joyce in der Apsis
1992Parkpflegewerk von Hans-Peter Rüdispli und Hans Schoch, Zürich
1994Bestattung von Elias Canetti in der Apsis
2003Erweiterung des Gemeinschaftsgrabes, Landschaftsarchitekten Berchtold Lenzin, Zürich
2004Unterschutzstellung der gesamten Friedhofanlage sowie 51 Gräbern

Anlage

Mit der Schliessung des Spitalfriedhofs Platte sieht sich die Gemeinde Fluntern 1887genötigt, einen eigenen Gemeindefriedhof anzulegen. Nach einem Entwurf von Alt-Stadtgärtner Rudolf Blattner entsteht am Zürichberg ein einfacher, nach barockem Vorbild streng axial aufgebauter Friedhof mit grossen Grabfeldern. Doch bereits sechs Jahre später droht die Schliessung des schon fast vollständig belegten Friedhofs, da mit der Eingemeindung Flunterns zukünftig Bestattungen nur noch auf dem Friedhof Enzenbühl stattfinden sollen.
Dank einer Petition der Kirchgemeinde Fluntern und der enormen Bevölkerungszunahme bleibt der Friedhof jedoch bestehen und wird 1907 hangaufwärts auf ungefähr die doppelte Fläche ausgebaut. Die Gestaltung orientiert sich am bestehenden Friedhof.

Die dritte, 1928 eingeweihte Etappe wird vom damaligen Garteninspektor Gottlieb Rothpletz entworfen. Die im neuen, architektonischen Stil gehaltene Friedhofserweiterung fasst durch einen von Birken gesäumten Hauptweg die drei unterschiedlichen Friedhofteile zusammen. Sie endet am höchsten Punkt der Anlage in einem halbrunden Privatgräberfeld, dessen Form der Apsis einer romanischen Kirche nachempfunden ist. Hier werden später die Ehrengräber von James Joyce und Elias Canetti errichtet.

Die vierte und letzte Etappe im Stil eines Parkfriedhofs mit grosszügigen Wegen und weiten, offenen Grabfeldern wird 1948 realisiert. Diese südwestlich an den Friedhof angebaute Erweiterung ist flächenmässig grösser als die drei ersten Etappen zusammen. Die vier Etappen sind heute noch gut erlebbar und bilden ein spannungsvolles, räumliches Gefüge.

Als Teil des grossen Naherholungsgebietes am Zoo fügt sich der Friedhof als ein idyllischer, ruhiger Ort ein. Die vielen Familiengräber mit individuellem Grabschmuck und frei stehende Skulpturen bestimmen die Atmosphäre. Das neue Gemeinschaftsgrab befindet sich zwischen Waldrand und einer markanten Fichtenreihe. Ein Messinggerüst mit den Namen der Verstorbenen ist eingespannt zwischen zwei versetzt angeordneten Stampflehmmauern.

Besonderes

Der Friedhof Fluntern gehört zu den bekanntesten Ruhestätten für Prominente in der Stadt Zürich. Obwohl der Friedhof im Vergleich zu den Friedhöfen Sihlfeld und Enzenbühl flächenmässig relativ klein ist, finden hier 28 berühmte Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe. Besonders populär sind die Grabstätten von Schriftsteller James Joyce (errichtet 1966) und Nobelpreisträger Elias Canetti (1994). Die Bronzestatue von Milton Hebald auf dem Grab von James Joyce ist inzwischen zum Wahrzeichen des Friedhofs geworden.

Der Friedhof Fluntern dokumentiert mit seinen vier Etappen die Entwicklung der Friedhofskultur des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Seit 2004 stehen die gesamte Friedhofsanlage und 51 Gräber unter Denkmalschutz.

Orientierungsplan Friedhof Fluntern

Der Orientierungsplan enthält Informationen über die Anordnung der Gräber, die Grabfeld- und Gräbernummern, die Infrastruktur des Friedhofs sowie die öffentlichen Verkehrsmittel und Parkplätze.

Im Friedhof Fluntern sind viele prominente Verstorbene begraben, wie zum Beispiel Sigmund Widmer, Alt Stadtpräsident oder Kurt Früh, Regisseur.

Weitere Informationen

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