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Friedhof Manegg

Todesfälle und Bestattungen

Für Todesfälle und Bestattungen wenden Sie sich bitte an das Bevölkerungsamt.
Telefon 044 412 31 78

Fakten

Fläche: 111'375 m2  / Gemeinschaftsgrab 3850 m2
Errichtet: 1897
Erweitert: 1906/1935-38/1986

Entwicklung

JahrEntwicklungschritt
1897-1909Mit der Eingemeindung bzw. Bevölkerungszunahme dringender Bedarf: Die erste Etappe des Friedhofs Manegg wird in drei Ausbauschritten realisiert. Geprägt vom landschaftlichen Charakter englischer Gartenanlagen und versehen mit einem elegant geschwungenen Wegenetz, ist der Friedhof sorgfältig in das nach Norden abfallende Gelände eingepasst
1936-1938Erweiterung südlich des bestehenden Friedhofs. Konrad Hippenmeier, Chef des städtischen Bebauungsplan-Büros, entwirft die stark architektonisch geprägte Erweiterung in Form eines nach Norden verlaufenden Tals mit rechteckigen Grabfeldkammern, die beidseits des Weges sanft ansteigen. An der Nahtstelle der beiden Friedhofsteile, im eigentlichen Zentrum der Anlage, entsteht eine Aussichtsterrasse mit Panoramablick. Für die Bepflanzung zieht Hippenmeier die Gebrüder Mertens bei. Sie fassen die grossen Grabfelder mit Hecken zu Kammern zusammen und verbinden optisch den alten mit dem neuen Friedhofsteil durch die Verwendung der gleichen Parkbäume. Eine Fläche für Gemeinschaftsbestattungen steht zur Verfügung
1963Das grosse Gemeinschaftsgrab in Form einer Wiese wird eingeweiht. Es bildet formal den Abschluss der talartigen, langgezogenen Erweiterung der Dreissigerjahre
1986Das Landschaftsarchitekturbüro W. Vetsch erarbeitet eine umfassende Gestaltungsplanung für die Instandsetzung und teilweise Neuorganisation der einzelnen Friedhofsteile. Diese wird seit den frühen 1990er-Jahren feldweise umgesetzt (Bereich Erd-Reihengräber). Erweiterung um das Urnenfeld 21, durch Grün Stadt Zürich
2004Unterschutzstellung der gesamten Friedhofsanlage einschliesslich Mauern, Einfriedung und Tore, inklusive 47 Gräber

Anlage

Der Friedhof Manegg stellt als einer der ersten Friedhöfe der Stadt Zürich einen Zeugen der Friedhofsgeschichte dar, der die Entwicklung im Rahmen des Platzbedarfs, aber auch den Wandel der Begräbniskultur dokumentiert.

Die zwei Etappen des Friedhofs Manegg unterscheiden sich stark in der Gestaltung. Während die erste Etappe mit dem elegant geschwungenen Wegenetz und der ausgewählten Bepflanzung noch der Formensprache des englischen Landschaftsgarten zuzuordnen ist, strahlt die grosse Südwest-Erweiterung der 1930er-Jahre eine ruhige Strenge aus. Im ganzen Friedhof ist der Anteil an Originalsubstanz gross. Um das garten- und kulturhistorisch bedeutende Objekt zu erhalten, werden notwendige Erneuerungen an das ursprüngliche Gestaltungskonzept angeglichen.

Heute besticht der Friedhof insbesondere durch die Grösse der Bäume, fast entsteht der Eindruck eines Waldfriedhofs. Elemente von Wald und Park wechseln sich in den Randbereichen ab und verleihen grosszügig disponierten Grabmälern einen wechselvollen Hintergrund. Die sehenswerten, teilweise sehr künstlerischen Familiengräber befinden sich vor allem im ältesten Friedhofteil bei der Ellipse. Sie ist zum Wahrzeichen des Friedhofs Manegg geworden.

Besonderes

  • Bronzeplastik Posaunenengel von Alfred Huber (1936) beim Gemeinschaftsgrab.
  • Bronzefigur von Emilio Steiner (1937) auf der Aussichtsterrasse in der Mitte der Gesamtanlage.
  • Marmorstele von Leo Berger (1938) im Eingangsbereich Morgenthalstrasse.
  • Wandmosaik «Christi Himmelfahrt» von Augusto Giacometti (1932) in der Friedhofskapelle.
  • Grabmalmuseum links vom Eingang Thujastrasse sowie entlang des oberen Randweges im alten Teil.
  • Sehenswerte Familiengräber sowie Soldatengräber von 1870/71 und 1914-1918, alter Friedhof.
  • Alte traditionelle Gräber an der oberen Kapellenwand.

Download zu «Friedhof Manegg»

Der Orientierungsplan enthält Informationen über die Anordnung der Gräber, die Grabfeld- und Gräbernummern, die Infrastruktur des Friedhofs sowie die öffentlichen Verkehrsmittel und Parkplätze.

Weitere Informationen

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