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Friedhof Schwandenholz

Todesfälle und Bestattungen

Für Todesfälle und Bestattungen wenden Sie sich bitte an das Bevölkerungsamt.
Telefon 044 412 31 78

Fakten

Fläche: 105'800 m2
Errichtet: 1903 Ersatz für Kirchhof
Erweitert: 1933/34, 1962-66

Entwicklung

JahrEntwicklungsschritt
1903Einweihung des Friedhofs «In der Heu» beim Schwandenholz als Ersatz für den überlasteten Kirchhof, ca. 6'000 Quadratmeter
1933/34Vergrösserung des Friedhofs um ca. 4'300 Quadratmeter, Planung Konrad Hippenmeier (Chef des Bebauungsplan-Büros)
1934Eingemeindung Seebachs zur Stadt Zürich, Friedhof wird dem Bestattungs- und Friedhofamt unterstellt
1955Planung Erweiterung Friedhof um ca. 95'000 Quadratmeter durch Architekt Werner Stücheli und Gartenarchitekt Pierre Zbinden, berücksichtigt wird der Bevölkerungsstand bei Vollbesiedelung Seebachs und Oerlikons von ca. 61'000 Einwohnern
1962-66Bau des Friedhofs Schwandenholz mit Hochbauten nach den Plänen von W. Stücheli und P. Zbinden
1988Gemeinschaftsgrab
1989Aufnahme ins Inventar der Gartendenkmalpflege, Stadt Zürich
1990Reservefläche von 100'000 Quadratmetern steht im Katastrophenfall zur Verfügung
2002Werkplatzerweiterung
2006Erweiterung Familienmietgräber (Feld 25), Landschaftsarchitekt Werner Rüeger

Anlage

Der Friedhof Schwandenholz liegt auf einer gleichnamigen Waldinsel am Stadtrand von Zürich Seebach. Von aussen erscheint er wegen des hohen Anteils an Nadelgehölzen entlang der Randzonen wie ein Waldfriedhof. Jedoch wird er im Wesentlichen durch seine Erweiterung in den 1960er-Jahren im Friedhofinneren geprägt. Sie spiegeln den damaligen Trend eines Parkfriedhofs wieder.

Eine zentrale Serpentine, als Allee im Gelände eingebettet, führt durch einen gräberfreien Mittelbereich zu der erhöht liegenden Kapelle und Abdankungshalle. Von hier bietet sich ein schöner Ausblick auf die Quartiere Oerlikon und Affoltern.
Ferner teilt der Hauptweg den Friedhof in zwei Bereiche. In der nordwestlichen Hälfte mit der Kapelle und dem alten Friedhof vermitteln die geschwungene Wegeführung und der eindrucksvolle Baumbstand den Eindruck einer Parklandschaft mit einer gewissen Geräumigkeit. Der alte geometrisch konzipierte Friedhof wird dabei geschickt in die neue Anlage integriert. Die alten Familiengräber harmonieren gut mit dem Waldrand. Durch das Blätterdach entstehen je nach Licht und Tageszeit unterschiedliche Stimmungen, welche die Wirkung der schönen Grabmäler noch steigern.

Die südöstliche Hälfte zeugt mit Wiesen, Obstbäumen und einer abgeschirmten Gärtnerei beim Portal noch immer vom landschaftlichen Ursprung. Die Wiesen werden von einem Bauern noch heute gemäht, zeitweise weiden hier sogar Schafe. Im Katastrophenfall dient die Fläche als Reserveraum. Dahinter, entlang der Seebacherstrasse, folgen moderne, leistungsfähige Grabfelder für Erdbestattungen. Die Dichte der Gräber erinnert an die damalige sprunghafte Zunahme der Wohnbevölkerung im Einzugsgebiet. Die einzelnen Grabfelder sind durch Sträucher und Bäume begrenzt und terrassenartig angeordnet. Über Stichwege sind sie an das  Hauptwegenetz angebunden. Diese im Friedhofbau erstmals angewandte Gestaltung ermöglichte eine wesentliche Einsparung an Wegen ohne die Intimität und den menschlichen Massstab der einzelnen Einheiten zu mindern. Inzwischen sind die Grabfelder allerdings für den Unterhalt miteinander verbunden.

Bei aller Ruhe im Inneren schliesst sich der Friedhof gegen aussen nicht ab. Seine Hanglage biete immer wieder Aussichten in die nähere Umgebung. Die angrenzenden Hochhäuser, die verkehrsreiche Strasse und auch der Luftverkehr bleiben präsent.

Besonderes

Eine Besonderheit stellt der an die japanische Gartenkunst angelehnte Trostgarten neben dem Verwaltungsbüro und der Aufbahrungshalle dar. Er ist inzwischen nur noch ansatzweise als japanischer Garten zu erkennen und unterliegt einer langsamen, aber stetigen Umgestaltung.
Künstlerisches und weit sichtbares Wahrzeichen des Friedhofs Schwandenholz ist der dreizehn Meter hohe Pylon von Franz Fischer.

Orientierungsplan Friedhof Schwandenholz

Der Orientierungsplan enthält Informationen über die Anordnung der Gräber, die Grabfeld- und Gräbernummern, die Infrastruktur des Friedhofs sowie die öffentlichen Verkehrsmittel und Parkplätze.

Weitere Informationen

Kontakt