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Impressionen Rechberg

 


Bild: Baugeschichtliches Archiv BAZ

Beschreibung

Mit dem Rechberg ist einer der schönsten Barockgärten in Zürich erhalten geblieben. Er dient der Bevölkerung und den Studierenden als Ort der Entspannung.

Der Rechberg-Garten ist im Eigentum des Kantons.

Entwicklung

Bis 1759 stand vor dem ehemaligen Neumarkttor das Wirtshaus «Zur Kronen» aus dem frühen 16. Jahrhundert. Es gehörte dem damals reichsten Zürcher, dem Mousseline-Fabrikanten Hans Kaspar Oeri. Seine Tochter Anna Werdmüller-Oeri liess zwischen 1759 und 1770 das Palais «Zur Kronen» mit dem wohl prächtigsten Garten der Zeit - vermutlich durch die Architekten David Morf und Konrad Bluntschli den Älteren - erbauen.

Von 1839 bis 1866 war das Gut im Besitz der Familie Schulthess von Rechberg. Gustav Adolf von Schulthess erwarb 1844 zwei Bauparzellen im ehemaligen Schanzenbereich und liess eine prächtige Aussichtsterrasse und viel Pflanzland anlegen. Zudem wurde der barocke Garten anglisiert.

Seit 1899 gehört der Rechberg zur Universität Zürich. Von 1936 bis 1938 wurde die dritte grosse Umgestaltung durchgeführt: Eine vereinfachte Rekonstruktion durch die Firma Gebrüder Mertens. 1958 erforderte der Bau der «Physik» den Abbruch der Aussichtsterrasse. Die obere Gartenpartie wurde pflegeleicht umgebaut und der grösste Teil des Gartens der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mit der Verlegung der Universitätsgärtnerei an die Universität Zürich-Irchel wurde 1984 die Voraussetzung für eine Aufwertung als Ensemble und öffentlicher Erholungsraum geschaffen.

Guido Hager, Landschaftsarchitekt, Zürich arbeitete 1989 ein Parkpflegwerk und darauf aufbauend ein Bauprojekt für die Erhaltung/Erneuerung des Rechberg-Gartens aus. Im Zuge der Unterhaltsmassnahmen sind die unteren Gartenpartien saniert worden. Das Bauprojekt für den Umbau der oberen, terrassierten Gartenpartie war hingegen durch Rekurse bis 2010 blockiert.
Die Umsetzung ist zwischen Frühling 2012 und 2013 erfolgt. Der Garten ist tagsüber geöffnet, bedingt durch die Bauarbeiten am Palais von oben her und ab Frühling 2014 zusätzlich über den Hof.

Nutzung

Öffentliche Parkanlage auf dem Gelände der Universität Zürich.

Besonderes

Der Rechberg-Garten ist zusammen mit dem «Palais Rechberg» und den Nebengebäuden (Orangerie und Gewächshaus) Teil der spätbarocken Rechberg-Gesamtanlage, die im Inventar der kantonalen Denkmalschutzobjekte und im Schweizerischen Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung enthalten ist.

Wegbeschrieb

Hirschengraben hinter Palais Rechberg
Tram Nr. 3, Bus Nr. 31 bis Neumarkt

Lageplan

Weitere Informationen