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General-Guisan-Quai

Impressionen General-Guisan-Quai

  


Ganymeds Schwester» (1909), Brunnen von Christoph Haerle.

Beschreibung

Der General-Guisan-Quai, benannt nach dem General der Schweizer Armee und bis 1960 Alpen-Quai genannt, ist das Verbindungsstück zwischen der architektonisch gestalteten Bürkliterrasse und dem landschaftlich gestalteten Arboretum. Er präsentiert sich als grosszügige Promenade mit vier Baumreihen in einem durchgehenden Kiesbelag und bietet einen einzigartigen Blick auf den See und die Alpen.

Entwicklung

Die Quaianlagen sind ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Stadt. Erst mit dem Bau der neuen Seefront hat Zürich die entscheidende Wandlung von der Kleinstadt am Fluss zur Grossstadt am See vollzogen.

Der Alpen-Quai war ursprünglich chaussiert mit zwei niedrigen durchgehenden Rasenrabatten in der Mitte der Promenade und entlang der Strasse. Bepflanzt war er mit zwei Reihen Trompetenbäumen und zwei Reihen Ahornbäumen. Der Abschluss zum See, der landeinwärts etwa in der Hälfte der heutigen Promenade lag, war mit einem schmiedeeisernen Geländer gesichert. Markant waren die eigens für die Quaianlagen entworfenen Sitzbänke mit gusseisernen Füssen und roten Banklatten.

Wegen der grossen Beliebtheit erfolgte 1919 bis 1921 der Ausbau der Promenade auf die doppelte Breite. Sie wurde neu mit einer Mauerbrüstung auf der Flucht des Arboretums begrenzt. Statt der zwei Ahorn-Reihen wurden drei Reihen Kastanien gepflanzt. Die Rasenrabatten wurden entfernt, die ganze Fläche chaussiert und eine elektrische Beleuchtung installiert. Die Anlegestelle für Schiffe rückte von der Achse Claridenstrasse näher zum Schanzengraben.

1929 wurde der Alpen-Quai zur Vereinfachung des Unterhalts asphaltiert und 1938 fiel die äusserste Reihe Trompetenbäume einer Strassenverbreiterung zum Opfer.

Im Zuge eines Sanierungsprojekt konnte 2003 der schadhafte Asphaltbelag entfernt und durch eine Chaussierung ersetzt werden. Entlang der Strasse verblieb ein Asphaltstreifen als Veloweg. Die Trompetenbäume wurden durch Kastanien ersetzt.

Nutzung

  • Seepromenade mit Baumreihen und Sitzbänken
  • Züri WC

Besonderes

Der General-Guisan-Quai hat durch den Wiedereinbau der ursprünglichen Chaussierung viel gewonnen. Die für Zürcher Verhältnisse ungewohnte Leere der grosszügigen Promenade weckt regelmässig Begehrlichkeiten für weitere Möblierungen und Nutzungen.

Als Bindeglied zwischen der historischen und der heutigen Parkanlage schuf der Bildhauer Christoph Haerle eine mit Wasser gefüllte Schale aus rosa eingefärbtem Beton. In feinen Fäden rinnt das Wasser über die glänzende Kugeloberfläche. Die neue Skulptur nimmt mit ihrer Platzierung Bezug auf den Bluntschi-Brunnen am Eingang zum Arboretum.

Der General-Guisan-Quai figuriert im Inventar der schützenswerten Gärten und Anlagen von kommunaler Bedeutung (festgesetzt 1989).

Wegbeschrieb

General-Guisan-Quai
Tram 2, 5, 8, 9, 11 oder Bus 161, 165 bis Bürkliplatz

Lageplan

Weitere Informationen