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Gustav-Ammann-Park

Impressionen Gustav-Ammann-Park

  


Weibliche Figur von Hermann Hubacher im Gustav-Ammann-Park.
Bild: Giorgio von Arb

Beschreibung

Versteckt hinter Fabrikhallen war der Garten bis vor wenigen Jahren noch völlig unbekannt. Heute ergänzt der denkmalgeschützte Gustav-Ammann-Park die Parklandschaft in Oerlikon, die vor allem durch die neuen, innovativen Grünanlagen geprägt ist.

Entwicklung

1942 entstand auf dem Gelände der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik Bührle & Co. für die Belegschaft ein sogenanntes «Wohlfahrtsgebäude» mit dem dazugehörigen Park. Dem Wohlfahrtsgedanken entsprechend wurde ein Garten angelegt, bei dem nicht die Repräsentation im Vordergrund stand, sondern die Erholung der Belegschaft. Der Gartenarchitekt Gustav Ammann schuf eine ruhige Insel im lärmenden Fabrikalltag.

Mit der Umnutzung von Teilen des Fabrikareals wurde der ehemalige Wohlfahrtsgarten öffentlich zugänglich und in Gustav-Ammann-Park umgetauft. Die Parkanlage ist nach wie vor in privatem Besitz, das Nutzungsrecht für die Bevölkerung und die Pflege durch Grün Stadt Zürich sind vertraglich geregelt.

Die Anlage war zwar in weiten Teilen noch im Originalzustand erhalten, doch viele Bereiche befanden sich in schlechtem Zustand und mussten saniert werden. Im Auftrag von Grün Stadt Zürich haben Ryffel & Ryffel Landschaftsarchitekten, Uster, 1994 ein Gutachten verfasst und von 2004 bis 2005 die Anlage unter gartendenkmalpflegerischen Gesichtspunkten sanft saniert.

Das Projekt sah die Sanierung sämtlicher Belagsflächen und der Sandstein-Trockenmauern vor. Viele Hölzer der grossen Pergola-Anlage waren morsch und wurden gemäss dem historischen Vorbild durch formwilde ausgewechselt. Einige Bäume mussten aus Vitalitäts- oder Platzgründen gerodet werden, ebenso nachträglich falsch ergänzte Sträucher. Die Anlage erscheint dadurch wieder offener. Die erneuerten Staudenrabatten um das Gebäude setzen heute wieder farbige Akzente. Das ehemals massive Fabriktor wurde durch eine leichtere Konstruktion ersetzt.

Nutzung

  • Ruhige Parkanlage mit Sitzgelegenheiten
  • Haus zur Farbe (Schule für Handwerk und Gestaltung, Kompetenzzentrum für Farbe und Gestaltung am Bau)

Besonderes

Als Wohlfahrtsgarten ist der Gustav-Ammann-Park in seiner Art einmalig in der Schweiz. Er ist in seiner Ursprünglichkeit weitgehend erhalten geblieben und noch immer ein überaus typisches Zeugnis der Gartenarchitektur der 1940er-Jahre. Die Anlage weist in ihrer Gestaltung viele charakteristische Merkmale eines Wohngartens auf und steht mit dem Gebäude seit 1996 unter Schutz.

Der Garten umfasst eine Fläche von ca. 3'000 m2. Kleine Sitzplätze, berankte Promenadenwege, Natursteinmauern, Staudenpflanzungen, verschlungene Granitplatenwege und eine kleine Teichanlage vermitteln eine fast südliche Stimmung.

Im ehemaligen Wohlfahrtsgebäude sind einige Räume mit bemerkenswerten Wandmalereien aus den 1930er-Jahren geschmückt, die heute unter Denkmalschutz stehen.

Wegbeschrieb

Langwiesstrasse, Regina-Kägi-Strasse
Tram Nr. 11 bis Regensbergbrücke, zu Fuss über Birchplatz, Birchstrasse

Lageplan

Weitere Informationen