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Impressionen Lindenhof

  


Lindenhof Altstadt Aufgang Abgang Giorgio von Arb Besucher Auf und vom Lindenhof
Lindenhof_1
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Besonderes

Der Lindenhof nimmt als eigentliche historische Keimzelle und älteste öffentliche Grünanlage Zürichs eine Sonderstellung ein.

Durch seine zentrale Hügellage und dem schattenspendenden Baumdach bietet er eine hohe Aufenthaltsqualität und eine prächtige Aussicht auf das rechte Limmatufer, auf die Hochschulbauten und in die Altstadt.

Nur zu Fuss durch die engen Gassen des mittelalterlichen Stadtkerns erreichbar, kommt der Lindenhof heute mit seinen Tischen und den unter den Linden stattfindenden Schachspielen, Petanque-Turnieren und Theateraufführungen der mittelalterlichen Nutzung wieder nahe.

Entwicklung

Der Lindenhof ist ein Moränenhügel, der sich gut 20 Meter über dem linken Limmatufer erhebt und sich in früheren Zeiten geradezu ideal als Siedlungsort anbot. Neuere archäologische Forschungen ergaben, dass bereits um 80 vor Chr. die Kelten auf und um den Lindenhof siedelten. Später war der Lindenhof das Zentrum einer römischen Siedlung und im 9. Jahrhundert wurde er zur fränkischen Pfalz.

Nachdem Zürich 1218 freie Reichsstadt wurde, liess der Rat der Stadt die Pfalzburg auf dem Lindenhof abbrechen. 1422 wurde erstmals erwähnt, dass der Lindenhof mit 52 Linden bepflanzt und für die Bevölkerung zugänglich ist. Als einzige öffentliche Grünanlage innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern war er mit steinernen Tischen, Armbrustständen, Schachspielen und einer Kegelbahn ausgestattet. Er diente als Festplatz, aber auch als Ort für politische Versammlungen.

Unter barockem Einfluss wurde der Lindenhof im Jahre 1780 in eine streng geometrische Anlage mit Achsenkreuz und Diagonalen umgewandelt. Steinerne Statuen schmückten die Anlage. 1852 entstand die Freimaurerloge mit ihren markanten Treppengiebeln. Der Lindenhof wurde 1861, dem Zeitgeist entsprechend, in eine landschaftlich geprägte Parkanlage mit verschlungenen Wegen und lauschigen Plätzchen umgestaltet.

Sturmschäden veranlassten 1865 die Verantwortlichen, anstelle der Linden Kastanien, Akazien und Götterbäume zu pflanzen. Die exotischen Bäume fanden jedoch keine Akzeptanz bei der Bevölkerung und mussten nach der Jahrhundertwende wieder den Linden weichen.

Nutzung

  • Historische Parkanlage mit Sitzbänken, Brunnen, Aussichtsterrasse, Schaukel, Schach, Sandkasten
  • Begleitend zu den Umzügen des Sechseläutens stellt sich der jeweilige Gastkanton auf dem Lindenhof vor
  • Züri WC

Besonderes

Mit seiner langen und wechselvollen Geschichte ist der Lindenhof nicht nur ein wichtiges archäologisches Objekt, sondern auch ein Gartendenkmal erster Güte. Noch heute lassen sich aus allen Gestaltungszeiten Spuren finden.  

Wegbeschrieb

Lindenhofstrasse, Pfalzgasse, Fortunagasse
Tram 6, 7, 11, 13 bis Rennweg
Tram 4, 15 bis Rudolf-Brun-Brücke

Lageplan

Weitere Informationen