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Beschreibung

Der MFO-Park entstand 2002 im Rahmen der Gebietsentwicklung «Zentrum Zürich-Nord» als zweite von vier Parkanlagen. Er zeichnet sich durch seine moderne und ungewöhnliche Gestaltung aus. Das grosse «Park-Haus» ist eine doppelwandige, von einer Rankhilfe überzogene Konstruktion, eine nach drei Seiten offene «Treillage» in alter gartenarchitektonischer Manier, die von Pflanzen eingehüllt wird.

Der grosse Hallenraum wird im hinteren Teil von vier bewachsenen Drahtkelchen unterbrochen. Das mit Iris bepflanzte Wasserbecken steht auf einer abgesenkten Fläche. Die Zwischenräume der Doppelwände sind durchzogen von Treppenläufen, Wandelgängen und auskragenden Loggien. Das Sonnendeck hoch oben über dem Dach bietet Ausblick über Zürich-Nord.

Vorläufig fehlt der zweite Teil des Gestaltungskonzeptes: Ein der offenen Hallenseite vorgelagerter Platz mit berankten Stelen. Das ursprünglich zum Abbruch vorgesehene viergeschossige Backsteingebäude wird vorderhand weiter genutzt.

Der MFO-Park lässt verschiedene Aktivitäten zu. Grosse Anlässen, Open-Air-Kino, Theater, Konzerte, usw. sind möglich. Verwiesen sei hier auf die barocken Parktheater mit ihren Heckenkulissen. In den Zwischenräumen entstehen kleine, stille Gartenzimmer mit Ausblick in die Halle - Opernlogen zum Lesen, Lieben, Träumen …

Entwicklung

Oerlikon war bis in die 1990er-Jahre von industriellen Bauten geprägt. Das Grundstück des Parks wurde während rund hundert Jahren von der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) genutzt. Das «Park-Haus» nimmt die Dimensionen der ehemaligen Fabrikgebäude auf.

Das von der Planungsgruppe Burckhardt + Partner und Raderschall Landschaftsarchitekten AG entworfene Projekt wurde in einem zweistufigen, international ausgeschriebenen Wettbewerb erkoren.

Im Herbst 2001 erfolgte die Grundsteinlegung und im Sommer 2002 konnte der MFO-Park eingeweiht werden.

Während im neu entstandenen Stadtteil die Bautätigkeit in rasantem Tempo voran ging, verlief der Prozess der eigentlichen Quartierentwicklung nur langsam. Mit einem drei Jahre dauernden Projekt unterstützte die Stadt Zürich den Belebungsprozess der Parkanlagen in Neu-Oerlikon. Das augenscheinlichste Resultat dieses Prozesses ist der neu entstandene Spielplatz im Oerliker Park.

Nutzung

  • Park mit begehbarem Rankgerüst
  • Sitzbänke, Sitzterrassen, Sonnendeck

Besonderes

  • 2010: Europäischer Gartenpreis  des EGHN (European Garden Heritage Network) in der Kategorie «Zeitgenössische Gärten»
  • 2007: Nomination für den International Urban Landscape Award
  • 2006: Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich
  • 2006: Auszeichnung guter Bauten im Kanton Zürich - Anerkennung
  • 2004: MAX on top Wien, Freiraum 02, 2. Platz
  • 2004: Play & Leisure Award Friedrichshafen
  • 2003: Public design-Preis Düsseldorf
  • 2003: BDLA-Preis (Bund deutscher Landschaftsarchitekten) - Würdigung

Wegbeschrieb

Elias-Canetti-Strasse, Sophie-Täuber-Strasse, Ricarda-Huch-Strasse, James-Joyce-Weg
Ab Bahnhof Oerlikon Nord über Emil-Oprecht-Platz oder Sophie-Täuber-Strasse

Lageplan

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