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Neumünsteranlage

Impressionen Neumünsteranlage

  


Beschreibung

Die Neumünsteranlage ist ein ruhiger und beschaulicher Quartierpark mit einer eigenen Geschichte: Sie wurde auf dem ehemaligen Friedhof der Kirchgemeinde Neumünster im architektonischen Stil angelegt und ist noch weitgehend im Originalzustand erhalten geblieben.

Entwicklung

Nach nur 35 Jahren musste die Kirchgemeinde Neumünster (Hottingen, Hirslanden, Riesbach) 1873 den bereits zweimal erweiterten Friedhof am Fusse der Neumünsterkirche aus Platznot aufgeben und auf der Rehalp einen neuen Friedhof anlegen. Der  alte Friedhof wurde 1916, rund 40 Jahre nach der letzten Bestattung, geräumt und der politischen Gemeinde übergeben.

Die Kirche Neumünster bekam eine einfache, würdige Umgebungsgestaltung. Der am östlichen Fuss des Kirchhügels gelegene, ehemalige Friedhof wurde in eine moderne Parkanlage im architektonischen Stil umgewandelt.

Der Entwurf stammte von Gottlieb Friedrich Rothpletz (Stadtgärtner von Zürich 1900 - 1931), der nicht nur eine schmuckvolle Parkanlage für das Quartier, sondern auch Spielmöglichkeiten für die Jugend schaffen wollte. Das Konzept überzeugte durch seine raffinierte Schlichtheit. Nur die grossen Scheinzypressen in der Wiese, grösstenteils ehemalige Grabbepflanzungen sowie die Umzäunung und das ehemalige Leichenhaus wurden übernommen.

Die Rasenspielfläche konnte erst 1921 zur Benutzung freigegeben werden, da auf der Fläche in den letzten Kriegsjahren des Ersten Weltkrieges und in der Zeit kurz danach Gemüse gezogen wurde.  

Nutzung

  • Quartierpark mit Spiel- und Liegewiese, Pergola
  • Spielplatz mit Rutschbahn, Kinderschaukel, Schaukelpferd, Sandkasten

Besonderes

Die Neumünsteranlage ist in Grösse und Stileinheit einzigartig in Zürich und gilt als bedeutende Vertreterin des architektonischen Stils, einer relativ kurzen Gestaltungsperiode in Zürich. Der um 1900 vorab in Deutschland propagierte neue Gartenstil wurde in Zürich erstmals in der Neumünsteranlage umgesetzt. Die gartenarchitektonische Grundlage des architektonischen Gartenstils, der den Landschaftsgarten ablöste, war die funktionale Ordnung und Gliederung der Grünanlagen nach architektonischen Gesichtspunkten.

Da auch der Erhaltungszustand überdurchschnittlich gut ist, ist die Neumünsteranlage ein hochrangiges Gartendenkmal.

Wegbeschrieb

Neumünsterstrasse, neben Kirche Neumünster
Tram 11 oder Bus 31 bis Hegibachplatz
Tram 2, 4 bis Höschgasse

Lageplan

Weitere Informationen