Global Navigation

Villa Bleuler

Impressionen Villa Bleuler

   


Architekt Alfred Bluntschli hat die Parkanlage im Stil des späten Landschaftsgartens in den Grundzügen selber entworfen, worauf die markanten architektonischen Elemente wie beispielsweise die Pergolen hinweisen. Ausgeführt und betreut wurde der Park jedoch von den Gartenkünstlern Otto Froebel und Evariste Mertens. Der Hauptgarten auf der Südseite des Hauses besticht durch gekonnte Einfachheit. Die fein modellierte Rasenfläche wird von Gehölzen kulissenartig gefasst. In allen Gartenräumen zieht die am höchsten Punkt des Grundstücks situierte Villa die Blicke auf sich.
Bild: Giorgio von Arb

Beschreibung

Wer von der Innenstadt kommt, erlebt die Villa Bleuler als Auftakt zum Villenquartier Riesbach, das sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts zur bevorzugten Wohnlage wohlhabender Bürger entwickelt hat. Der Park im Stil des späten Landschaftsgartens wird sowohl durch markante architektonische Elemente als auch durch landschaftliche Gartenräume geprägt.

Entwicklung

Im Auftrag von Oberst Hermann Bleuler-Huber erbaute der Architekt Alfred F. Bluntschli die Villa von 1885 bis 1888 im Stil der Neurenaissance, zeitgleich mit der Villa Hohenbühl und der Roten Villa im Rieterpark. Die Parkanlage entwarf Bluntschli in den Grundzügen selbst. Bearbeitet und ausgeführt wurde sie von Otto Froebel und Evariste Mertens.

1901 verkaufte Oberst Bleuler die Liegenschaft an die Familie Carl Abegg-Stockar. 1912 wurde das ursprüngliche Angestelltenhaus durch ein neues Nebengebäude mit zwei Dienstwohnungen und einer Garage ersetzt.

Um den Abbruch der Villa und die durch die Erben von Frau Abegg-Stockar geplante Überbauung des Parks zu verhindern, stellte der Stadtrat 1971 Park und Villa unter Schutz.

Die Stadt Zürich erwarb die Liegenschaft 1983 von der Familie Abegg und öffnete die Parkanlage für die Bevölkerung.

1990 übernahm das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft die Villa Bleuler samt Nebengebäude im Baurecht. Der Park aber blieb im Besitz der Stadt Zürich. In den folgenden Jahren wurden Villa und Nebengebäude nach denkmalpflegerischen Auflagen saniert und durch eine unterirdische Bibliothek verbunden. Der Neubau löste Kontroversen in Fachkreisen aus. Heute markieren das linsenförmige Oblicht im Rasenrondell und Fenster in der Stützmauer, als architektonisch sorgfältig gesetzte Zeichen, dass in diesem Gartenteil ein Eingriff erfolgt ist.

In diesem Zusammenhang wurde der gesamte Park nach gartendenkmalpflegerischen Gesichtspunkten saniert und im Bereich der unterirdischen Einbaute rekonstruiert. Der Park ist im Besitz der Stadt Zürich und wird von den städtischen Villengärtnern gepflegt, die auch für weitere historische Anlagen zuständig sind, wie zum Beispiel den Garten der Villa Patumbah, der Villa Hohenbühl und der Villa Tobler.

Nutzung

Öffentlich zugänglicher Villengarten mit altem Baumbestand und bemerkenswerter Frühlingsblumenwiese.

Besonderes

Fast hundert Jahre lang war die Villa Bleuler in Privatbesitz. Diese seltene Kontinuität kam hauptsächlich dem Park zugute, der bis zur Übernahme durch die Stadt stets von Villengärtnern betreut wurde und bis heute viel Originalsubstanz bewahrt hat. Dieses Gartendenkmal ist die erste Perle einer ganzen Kette herrschaftlicher Sitze an der Zollikerstrasse im Villenquartier Riesbach, der bevorzugten Wohnlage wohlhabender Bürger ab Mitte des 19. Jahrhunderts.

Wegbeschrieb

Zollikerstrasse 32
Tram 11 bis Signaustrasse oder Tram 15 oder Forchbahn bis Kreuzplatz

Lageplan

Weitere Informationen