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Villa Hohenbühl

Impressionen Villa Hohenbühl

   


Villa Hohenbühl_2
Villa Hohenbühl_2
Bild: Giorgio von Arb

Beschreibung

Hoch über den Gleisen des Bahnhofs Stadelhofen thront die Villa Hohenbühl, eingebettet in eine terrassierte Gartenanlage im landschaftlichen Stil.

Die Anlage lässt sich in vier Gartenräume gliedern: Zugang mit «Pleasureground» auf der Nordseite, Westpartie mit dem Wirtschaftshof, steile Südpartie mit den zwei Terrassen und Grottenbereich sowie Ostseite mit der Rasenpartie und einem Wandbrunnen.

Entwicklung

Im Auftrag des Kaufmanns Dr. F. Wegmann-Schoch erbaute der Architekt Alfred F. Bluntschli die Villa Hohenbühl von 1885 bis 1887 im Stil der Neurenaissance. Bluntschli war auch der Architekt der Villa Bleuler und der Roten Villa im Rieterpark sowie der Kirche Enge. Den im Stil des späten Landschaftsgartens angelegten Park entwarf Bluntschli in den Grundzügen selbst. Das Detailprojekt und die Bepflanzung stammen von Evarist Mertens. Bemerkenswert ist die gekonnte Bewältigung der Höhendifferenz von rund 20 Metern.

1889 wurde die untere Gartenterrasse mit zwei von Bluntschli entworfenen Pavillons ergänzt. Mit der 1892 von Evarist Mertens entworfenen Erweiterung auf der Ostseite erreichte die Anlage ihre grösste Ausdehnung. 1927 baute der Sohn von Dr. F. Wegmann im Parkerweiterungsgebiet eine eigene Villa. Die Gartenanlage dazu entwarfen die Gebrüder Mertens (Söhne von Evarist Mertens) im Architekturstil unter Einbezug des alten Wegnetzes.

1949 kaufte die Stadt die Liegenschaft Hohenbühl von der Erbengemeinschaft und vermietete die Villa an die Töchterschule Stadelhofen. Heute beherbergt die Villa Teile der Kantonsschule Stadelhofen.

Durch den Bau der S-Bahn von 1984 bis 1989 musste die alte Kalksteinmauer abgebrochen und durch eine wegen des zusätzlichen Platzbedarfs zurückgesetzte Betonmauer ersetzt werden. Der Hang unterhalb der Villa wurde wieder in gleicher Neigung und Grösse aufgeschüttet und neu mit Quittenbäumen bepflanzt. Der Vorbereich der Grotte musste zum Bau des Tunnelportals abgebaut und nach den Bauarbeiten wieder rekonstruiert werden. Die Grotte selber wurde während den Bauarbeiten gesichert. Durch die Tunnelarbeiten wurde das Gelände in diesem Bereich instabil und hat sich erst nach Jahren wieder gesetzt. Die Grotte konnte deshalb erst im Jahr 2004 saniert werden.

Das aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangene Projekt für den Bahnhof Stadelhofen von Santiago Calatrava, Arnold Amsler und Werner Rüeger ersetzte den abgebrochenen unteren Gartenteil durch eine Gleisüberdeckung in Form einer Promenade mit einer markanten Pergola.

1990 wurde über den Park ein umfassendes Parkpflegewerk erstellt. Seitdem wird der Park von einem städtischen Villengärtner gepflegt, der auch für die historischen Gärten der Villa Patumbah, der Villa Bleuler und der Villa Tobler zuständig ist.

Nutzung

Öffentlich zugänglicher Villengarten mit altem Baumbestand und gut erhaltener Grotte.

Besonderes

Trotz des im Zuge des S-Bahn-Baus erfolgten Eingriffs ist der Park der Villa Hohenbühl ein wertvoller Zeuge des gutbürgerlichen Lebensstils des ausgehenden 19. Jahrhunderts und ist ein Gartendenkmal.

Die Villa Hohenbühl liegt auf einem markanten Moränenwall, der beim Rückzug des Lindtgletschers entstand und ein wichtiges Glied im Moränensystem des Zürich-Stadiums ist.

Wegbeschrieb

Hohenbühlstrasse
Tram Nr. 11, 15 bis Bahnhof Stadelhofen oder Kreuzplatz
S-Bahn bis Bahnhof Stadelhofen

Lageplan

Weitere Informationen