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Einsatzmöglichkeiten

Ihr Einsatz kommt der Natur zugute. Sie erledigen Arbeiten von Hand, die sich die Stadt finanziell nicht (mehr) leisten kann, die für die Biodiversität aber von grossem Wert sind. Manchmal handelt es sich auch um Arbeiten, welche sonst mit Maschinen zwar effizienter aber auch natur- und umweltschädigender erledigt würden.

Nachfolgend finden Sie einige Beispiele möglicher Arbeitseinsätze. Es würde uns freuen, wenn eine Zusammenarbeit zustande kommen würde.

  

Naturschutzarbeiten in den Allmenden

Widderchen auf Ackerwitwenblume

Die Allmenden Stettbach und Brunau wurden während Tunnelbauten als Bauinstallationsplatz benutzt. Nach deren Auflösung wurden die Flächen renaturiert. So sind Lebensräume von hoher ökologischer Qualität – viele Ruderalflächen und Magerwiesen – geschaffen worden.

Nun finden dort einige in der Schweiz bedrohte Arten wie zum Beispiel Zauneidechsen, Flussregenpfeifer und Idas Bläuling ein Refugium und man kann generell eine grosse Biodiversität beobachten. Zum Beispiel kommen viele wunderschöne Insekten, wie die Gebänderte Prachtlibelle, der Hauhechelbläuling oder das Gewöhnliche Widderchen, vor.
 

Um den hohen Wert solcher Flächen möglichst lange erhalten zu können, braucht es immer wieder entsprechende Pflegeeinsätze. Am Einsatztag werden junge Pappeln, Weiden, Schilf, Erlen, Sanddorn und weitere unerwünschte Pflanzen ausgerissen oder ausgegraben. Damit wird dafür gesorgt, dass die schnell wachsenden Gehölze nicht überhand nehmen. So bleibt genügend Raum für die  selteneren Pflanzen, welche für viele Tierarten Nahrung und Unterkunft bieten.

  • Idealer Zeitpunkt: April – November

Bekämpfung von Problempflanzen

Goldruten ausreissen

Durch die globale Reise- und Handelstätigkeit des Menschen werden immer wieder Pflanzen eingeschleppt, die sich bei uns rasant ausweiten (invasive Neophyten). Einige von ihnen verursachen Probleme und Kosten: Ertragseinbussen in der Landwirtschaft, Verzögerung der Naturverjüngung im Wald, Erhöhung der Erosionsanfälligkeit von Ufern bis hin zur Beeinträchtigung der Gesundheit des Menschen. Häufig breiten sich solche Pflanzen in naturnahen, extensiv genutzten Flächen aus und führen zum Verschwinden seltener Lebensgemeinschaften. Sie bedrohen die Biodiversität.
 

Am Einsatztag werden Problempflanzen in Naturschutzflächen, entlang eines Gewässers oder im Wald samt Wurzeln ausgerissen oder ausgegraben und fachgerecht entsorgt.
 

  • Idealer Zeitpunkt: Juni – September

Sicherheit auf Waldwegen

Kiesstrasse im Wald

Durch die Wälder der Stadt Zürich zieht sich ein grosses Netz von Waldwegen und -strassen. Dieses muss regelmässig unterhalten werden, damit die Sicherheit für Waldbesuchende gewährleistet ist.

Am Einsatztag werden defekte Stellen ausgebessert, Gebüsch zurück- und Äste abgeschnitten. Hie und da wird auch mal ein kleineres Bäumchen gefällt.

  • Idealer Zeitpunkt: Juli – Oktober

Pflege von Hecken und Waldrändern

Hecken sind ideale Lebensräume für Igel

Wildhecken und Ufergehölze sind wichtige Lebensräume für Vögel, Igel und andere kleinere Säugetiere und unzählige Insekten. Damit eine Hecke Lebensraum, aber auch Nahrung für diese Tiere bietet, muss sie regelmässig gepflegt werden.

Am Einsatztag werden rasch wachsende Gehölze wie Ahorn oder Eschen herausgesägt. So erhalten auch die unteren Pflanzenschichten wieder Licht, was die einheimischen Beerenstauden fördert. Diese bieten vielen Vögeln und Kleinsäugern kostbare Nahrung. Das Astmaterial wird zu Haufen gestapelt. Damit entstehen wichtige Unterschlüpfe und Nistplätze für Igel, Blindschleiche und Erdkröte.

  • Idealer Zeitpunkt: Oktober – Februar

Hangriedpflege

Einsatzort: Wehrenbachtobel

Die wunderschönen Hangriede im Wehrenbachtobel und an den Flanken des Uetlibergs gehören mit ihren dutzenden gefährdeten Pflanzen- und Tierarten zu den schönsten und wertvollsten Naturschutzgebieten in der Stadt Zürich.

Damit sie nicht verbuschen werden sie einmal pro Jahr geschnitten. Am Einsatztag wird die Streue zusammen gerecht und das Schnittgut abtransportiert.

  • Idealer Zeitpunkt: September

Aufwertung von Feuchtgebieten

Feuersalamander

In den Wäldern der Stadt existieren verschiedene Tümpel und Feuchtwiesen. Sie sind ökologisch wertvolle Naturräume und bieten vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten wichtigen Lebensraum: zum Beispiel Feuersalamander, Gelbbauchunken, Geburtshelferkröte und viele Libellenarten fühlen sich hier wohl.

Gerade wegen ihre Lage im Wald verlanden und verbuschen sie jedoch schnell. Das viele Laub, aufkommende Bäume, Brombeerstauden und anderes mehr, machen vor allem den Amphibien zu schaffen. Deshalb braucht es hier regelmässige Pflege. Am Einsatztag werden Gebüsche zurückgeschnitten oder ausgegraben und Laub aus dem Teich gefischt.
 

  • Idealer Zeitpunkt: Oktober – Januar
     

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