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Josefwiese

Projekt

Das einstige Industriequartier in Zürich West wandelt sich rasant und tiefgreifend. Der Bahnviadukt, welcher bisher das traditionelle Wohnquartier vom Industriegebiet trennte, rückt durch den Ausbau der Viaduktbögen und der Verlängerung des Lettenviaduktweges gemeinsam mit der angrenzenden Josefwiese ins Zentrum eines urbanen Quartiers.

Für Grün Stadt Zürich war diese Entwicklung Anlass, den etwas in die Jahre gekommenen Spiel- und Aufenthaltsbereich zwischen zentraler Wiese und Viadukt zu sanieren und aufzuwerten. Mit dem Umbau sollte die Josefwiese als Quartiertreffpunkt, Spiel- und Erholungsort sorgfältig weiter entwickelt und auf den steigenden Nutzungsdruck der kommenden Jahre vorbereitet werden. Das Projekt wurde 2008 unter Mitwirkung der Quartierbevölkerung erarbeitet.

Mit der Neugestaltung sollen die verschiedenen Nutzungsansprüche soweit möglich entflochten und optimal organisiert werden. Das Kernanliegen des Projektes ist die Verteilung eines attraktiveren Spiel- und Nutzungsangebotes auf alle Abschnitte des alleengesäumten Rings um die zentrale Spielwiese. Die Parkanlage wird zu den Viaduktbögen hin geöffnet, diese bilden neu anstelle von Zaun und Hecke den Abschluss der Josefwiese. Der vollständig neu konzipierte Kinderspielbereich erstreckt sich neu über mehrere Inseln im Föhrenhain. Der nördliche Teil gegen die Josefstrasse bietet weiterhin den Pétanquespielern ausgedehnte Kiesflächen. Durch Drehen des Beachvolleyballfeldes konnte der vormals blockierte Rundgang um die Spielwiese geöffnet werden. Die Allee auf Seite Ottostrasse bleibt auch in Zukunft ein beschatteter Ruhebereich mit erweiterten Sitzgelegenheiten. Der bisher nicht besonders attraktive Randbereich entlang der Neugasse wird mit einer zweiten Lindenreihe und dazwischen platzierten Sitzbänken und Spieleinrichtungen deutlich aufgewertet. Der breite Kiesbelag bietet künftig eine Ausweichmöglichkeit für Pétanquespiel an heissen Sommertagen.  

Alle Eingriffe auf der Josefwiese ordnen sich dem Grundgedanken der Volksparkbewegung aus dem frühen 20. Jahrhundert unter: mit einfachen Mitteln gestaltete, architektonisch organisierte Grünanlagen für Sport, Spiel und Erholung, ohne dekorative oder repräsentative Elemente. Der Charakter der auch gartenhistorisch bedeutsamen Anlage konnte dadurch bewahrt werden.

Föhrenhain vor den Viaduktbögen.
Föhrenhain vor den Viaduktbögen.
Spielinsel mit Klettergerät.
Spielinsel mit Klettergerät.
Kiosk beim Plantschbecken.
Kiosk beim Plantschbecken.
Alte Birnbäume stehen am Rande der Spielwiese.
Alte Birnbäume stehen am Rande der Spielwiese.

Realisierung

Von März bis Juli 2009 wurden in einer ersten Etappe der Baumbestand vor dem Viadukt ausgelichtet, Wasser- und Kanalisationsleitungen erneuert, die Inseln mit den neuen Spielgeräten gebaut, das Planschbecken saniert, das Beachvolleyballfeld neu erstellt, die Flächen rund um die Wiese mit neuem Kiesbelag bedeckt sowie zahlreiche Sitzbänke aufgefrischt.

Durch die Immobilien-Bewirtschaftung wurde gleichzeitig das Kioskgebäude vollständig saniert und umgebaut. Der Kiosk und die integrierten WC-Anlagen bieten seither die Möglichkeit für eine ganzjährige Nutzung. Die Aufwertung des südwestlichen Bereiches gegen die Neugasse konnte erst ein Jahr später in Angriff genommen werden, nachdem die baufällige Kanalisationsleitung, welche bisher mitten durch den Park führte, neu erstellt und die dazu benötigten Bauflächen wieder instand gestellt waren.

Organisation und Termine

  • Bauherrschaft: Grün Stadt Zürich
  • Landschaftsarchitektur: Schweingruber Zulauf, Zürich
  • Spielgeräte: Atelier Schelb, Winterthur
  • Bauzeit: März 2009 bis November 2010

Weitere Informationen

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