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Leutschenpark

Projekt

Im Entwicklungsgebiet Leutschenbach wurden mit der Revision des Zonenplans die Voraussetzungen für ca. 17'000 Arbeitsplätze sowie Wohnungen für 2500 bis 3000 Personen geschaffen. Der Leutschenpark ist das grüne Herz dieses neuen Quartiers.

Die Gestaltung des Parks ist das Resultat eines Freiraumwettbewerbes aus dem Jahre 2002. Nebst dem eigentlichen Park waren dabei auch die Gestaltung der Leutschenbachstrasse und die Revitalisierung des Leutschenbachs zu bearbeiten.

Das Gestaltungskonzept vermischt Elemente einer klassischen Parkanlage mit denen eines urbanen Platzes. Wiesen- und Kiesflächen sind wie Intarsien in geschwungenen Formen aus dem umfassenden Asphaltbelag ausgestanzt. Unterschiedliche Parkelemente wie Bühne, Wasserbecken oder die Spielsenke schaffen differenzierte Nutzungs- und Aufenthaltsbereiche.

Wichtiger Identifikationspunkt ist der Baumtopf mit seinem unzugänglichen Robinienwäldchen. Die hohe, weisse Betonwand mit integrierter Sitzbank fasst den Kugelfang einer bis 1955 genutzten Schiessanlage ein und verleiht dem Ort damit seinen speziellen Charakter.

Verbindendes Element über die ganze Anlage ist der Baumschleier aus Gleditischien, welche mit ihrem feinen Blattwerk eine luftig-leichte Stimmung verbreiten. Zahlreiche Bäume werden von quasi fliegenden Sitzscheiben aus Beton (Frisbees) eingefasst. Zwischen den Baumkronen schwebt nachts das blau leuchtende Leutschenlicht. Die Lichtinstallation ruft den hier unter der Oberfläche fliessenden Leutschenbach in Erinnerung.

Das blaue Leutschenlicht schlängelt sich um den Baumtopf. Bild: Christopher T. Hunziker
Das blaue Leutschenlicht schlängelt sich um den Baumtopf. Bild: Christopher T. Hunziker
Der Kiesplatz mit einem offenen Dach aus Gleditschien. Bild: Giorgio Hoch
Der Kiesplatz mit einem offenen Dach aus Gleditschien. Bild: Giorgio Hoch
Spielsenke mit Sandspielplatz und Klettergerät. Bild: Giorgio Hoch
Spielsenke mit Sandspielplatz und Klettergerät. Bild: Giorgio Hoch

Realisierung

Bis zur Realisierung wurde die Fläche als Parkplatz und als Standplatz für Fahrende (Jenische) mit Wohnsitz in Zürich genutzt. Für die Fahrenden wurde 2005 im Eichrain Seebach ein Ersatzstandort eingerichtet.

An der Volksabstimmung von Ende November 2006 wurde der Objektkredit genehmigt. Nach dem Spatenstich vom 4. Juni 2007 wurde die Parkanlage innert 15 Monaten realisiert und am 1. September 2008 feierlich eröffnet.

Organisation und Termine

  • Bauherrschaft: Grün Stadt Zürich
  • Projektverfasser: Dipol Landschaftsarchitekten, Basel und Christopher T. Hunziker, Zürich
  • Gesamtleitung Bau: Benz Ingenieure AG, Zürich
  • Leutschenlicht: Christopher T. Hunziker, bildender Künstler, Zürich
  • Bauzeit: Mai 2007 bis August 2008

Weitere Informationen

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