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Schulanlage Manegg und SKB

Projekt

Die beiden aneinandergrenzenden Schulhöfe mit ihren Spielplätzen von Schulhaus Manegg und der Schule der Stadt Zürich für Körper- und Mehrfachbehinderte (SKB) entsprachen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen des Schulbetriebes und den aktuellen Sicherheitsnormen, weshalb eine Sanierung unumgänglich wurde.

Die beiden Areale sollten einerseits ihren Eigenheiten entsprechend entwickelt und wo nötig saniert werden. Die einmalige Chance einen gemeinsamen Spiel- und Begegnungsraum für Kinder beider Schulanlagen zu schaffen stand im Mittelpunkt.
Der für beide Schulanlagen günstig gelegene Bereich der desolaten Spielanlage wurde erweitert, was dazu führte, dass der heftig genutzte, unmittelbar angrenzende Ballspielbereich verlegt werden musste.
Dafür wurde ein neuer, kleiner Allwetterplatz am anderen Ende der Spielwiese geschaffen. Dadurch wird eine bessere Verteilung der vielen Kinder über das gesamte Schulgelände erzielt und die unterschiedlichen Bedürfnisse zwischen Ball- und Bewegungsspiel können besser entflechtet werden.
Der gemeinsame Spielbereich bietet nun mehr oder weniger grosse Herausforderungen für Kinder mit ihren unterschiedlichen körperlichen Fähigkeiten. Sinneswahrnehmungen und selbstverständliche Begegnungen im Alltag sind genauso wichtig wie das Austoben und Erproben der Geschicklichkeit. Eine grosse Herausforderung, die von der Firma KuKuK GmbH aus Stuttgart im Rahmen eines durchgeführten, eingeladenen Wettbewerbs unter Spielgeräteanbietern am überzeugendsten gelöst wurde.
Die Anlage eignet sich nicht nur für das freie Bespielen, sondern bietet der SKB nun auch viele Möglichkeiten für therapeutische Zwecke.

Die Aussenbereiche der SKB wurden nun wie längst erwünscht stärker auf die Spiel- und Lernbedürfnisse der Kinder ausgerichtet. Zusätzlich zum vorhandenen kleinen Platz für Ballspiele entstanden neue Rundwege, wo sich Kinder abwechlsungsreich mit ihren Spezialvelos bewegen können.
Ein Bereich für Rollstuhltraining ermöglicht den Kindern das Erlernen im Umgang mit Alltagsschwellen. Mit Sand kann nicht nur am Boden, sondern auch auf Tischen in unterschiedlichen Höhen gespielt werden. So erhalten Kinder, die auf Gehilfen oder Rollstühle angewiesen sind, Zugang zu diesem beliebten Spiel. Eine Pumpe zum Wasserschöpfen bereichert das Angebot genauso wie ein neues Karussell, das auch von Kindern im Rollstuhl genutzt wird.
Zudem wird der sonst wenig nutzbare Bereich um das Biotop mittels eines gesicherten Stegs in die Gesamtgestaltung einbezogen und erlebbar gemacht. Die Geländeanpassung beim bestehenden Forum verbessert die räumlichen Beziehungen zwischen den beiden Schularealen.
Die Umgestaltung ergab die einmalige Chance, die getrennten Pausenplätze zu öffnen und einen gemeinsamen Spielbereich zu schaffen, der auf die Bedürfnisse beider Schulen ausgerichtet ist sowie den Sicherheitsstandards entspricht.

Hier wird Integration in hohem Mass zum Alltag und somit zur Selbstverständlichkeit.

Ein rotes Karussel für Rollstuhlfahrende.
Ein rotes Karussel für Rollstuhlfahrende.
Das grosse Holz-Klettergerät in der gemeinsamen Spiellandschaft.
Das grosse Holz-Klettergerät in der gemeinsamen Spiellandschaft.
Kinder der beiden Schulen toben auf dem gemeinsamen Spielbereich mit den verschiedenen Holz-Spielgeräten.
Kinder der beiden Schulen toben auf dem gemeinsamen Spielbereich mit den verschiedenen Holz-Spielgeräten.
Rundweg über einen Steg um das gesicherte Biotop.
Rundweg über einen Steg um das gesicherte Biotop.
Der erhöhte Sandspieltisch ermöglicht auch Kindern im Rollstuhl das Spielen mit Sand.
Der erhöhte Sandspieltisch ermöglicht auch Kindern im Rollstuhl das Spielen mit Sand.
Spiellandschaft unter grossen Bäumen.
Spiellandschaft unter grossen Bäumen.

Realisierung

Um einen sicheren Schulbetrieb trotz Bau zu ermöglichen musste die ganze Umsetzung des Bauprojektes in verschiedenen kleineren Bauetappen erfolgen.

So wurde im Sommer 2010 als erste Baumassnahme der neue Allwetterplatz erstellt und der Zaun zwischen den beiden Anlagen entfernt.

Ab Herbst 2010 wurde in zwei Etappen der Pausenhof der SKB bearbeitet und die Kinder durften vorübergehend auf dem Pausenplatz der Schulanlage Manegg ihrem Bewegungsdrang frönen. In dieser Zeit wurden auf der einen Seite die Sandspielanlage und das Rollstuhlkarussell erstellt, damit die Kinder doch eine Spielmöglichkeit hatten, wenn der gemeinsame Spielplatz entstehen sollte.

Ab Februar 2011 wurden notwendige Pflanzungen gemacht und mit dem Bau der Spiellandschaft begonnen. Mit dem Einbau des Fallschutzbelages Ende Mai 2011 und der anschliessenden Fertigstellung der Spielgeräte kann die Anlage voraussichtlich ab Mitte Juni von den Kindern bespielt werden. Gleichzeitig wird noch der Metallsteg um das Biotop erstellt.

Organisation und Termine

  • Bauherrschaft: Stadt Zürich, vertreten durch Grün Stadt Zürich
  • Landschaftsarchitektur: Berchtold Lenzin, Zürich
  • Spiellandschaft/Spielgeräte: KuKuK GmbH, Stuttgart; Garnier Freizeitanlagen, Bern; LudoCrea, Alpnach-Dorf
  • Bauzeit: Juli 2010 bis Juni 2011

Weitere Informationen

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