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Sportanlage Heerenschürli

Projekt

Nach zweijähriger Umbauzeit ist die Sportanlage Heerenschürli in Schwamendingen am 21. August 2010 eröffnet worden. Mit ihren 13 Fussballplätzen, dem neuen Baseballfeld und der modernen Garderobeninfrastruktur bietet die Anlage nun ideale Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten für die im Heerenschürli beheimateten Fussball- und Baseballteams.

Auszeichnung für die Sportanlage Heerenschürli

Die Stadt Zürich, vertreten durch das Amt für Hochbauten und Grün Stadt Zürich hat für die Sportanlage Heerenschürli die Bronze-Medaille gewonnen. Der IOC/IAKS-Award wird vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und der Internationalen Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) vergeben. Die Auszeichnung bestärkt das Engagement der Stadt für eine sorgfältige Gestaltung von Freiräumen und Anlagen wie auch in ihrem Einsatz für eine qualitätsvolle Architektur, die die richtige Balance zwischen Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Ökologie findet.

Die Sportanlage Heerenschürli gehört mit einer Fläche von über 15 Hektaren zu den grössten Rasensportanlagen der Stadt Zürich. Durch den Verzicht auf die Leichtathletikanlagen und die Tennisplätze sowie durch eine Neuordnung von Spielfeldern und Gebäuden konnten auf der bisherigen Fläche ein zusätzliches Fussballfeld und eine Baseballanlage mit Abmessungen nach internationalen Regeln realisiert werden. Zu diesem Zweck wurden die Sporteinrichtungen auf zwei Dritteln der Anlagenfläche  vollständig neu gebaut, ein zeitgemässes Garderobengebäude erstellt und die zahlreichen Material- und Gerätelager im neuen Werkhof zusammengefasst. Im Heerenschürli stehen neu 6 Kunstrasenplätze zur Verfügung, welche ganzjährig bespielt werden können.

Der zentrale Platz mit Baumdach und einer übergrossen Holzbank am Kreuzungspunkt der beiden Hauptachsen bildet zusammen mit dem angrenzenden Garderobengebäude den räumlichen und funktionalen Mittelpunkt der Sportanlage um den sich die Sportfelder gruppieren. Die neuen Sportplätze werden von markanten, 6 Meter hohen Ballfangzäunen umrahmt, welche durch ihre doppelte Bespannung in zwei Grüntönen je nach Blickrichtung unterschiedliche Durchlässigkeiten erhalten. Diese zweiseitigen Filter zwischen Spielfeldern und Erholungsflächen kennen kein Innen oder Aussen. Mit einer konsequenten grünen Farbgebung werden auch die übrigen Bauteile in einen sichtbaren Zusammenhang gestellt und das räumliche Erlebnis der Anlage thematisiert.

Über die von Alleebäumen gesäumten Fuss- und Radwege kann die Anlage in allen Richtungen durchquert werden. Für den motorisierten Verkehr ist die Anlage gesperrt, Parkierungsmöglichkeiten gibt es am nördlichen und südlichen Eingang. Die Übersichtlichkeit und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr (Tramhaltestelle Hirzenbach, Bahnhof Stettbach) und das angrenzende Quartier wurden deutlich verbessert. Dank den grosszügigen Zwischenräumen sowie der Freestyleanlage für Kinder und Jugendliche in unmittelbarer Nähe zum GZ Hirzenbach soll die Anlage auch als Naherholungsraum dienen.   

Baseballfeld
Baseballfeld
Der zentrale Platz mit dem Garderobengebäude in Grün im Hintergrund.
Der zentrale Platz mit dem Garderobengebäude in Grün im Hintergrund.
Das Hauptspielfeld, umgeben vom grünen Ballfangzaun und grünen Geländern.
Das Hauptspielfeld, umgeben vom grünen Ballfangzaun und grünen Geländern.
Blick auf den östlichen Teil der Anlage mit dem grünen, schrägen Dach des Garderobengebäudes im Hintergrund.
Blick auf den östlichen Teil der Anlage mit dem grünen, schrägen Dach des Garderobengebäudes im Hintergrund.
Der Ballfangzaun in leuchtendem Hellgrün.
Der Ballfangzaun in leuchtendem Hellgrün.

Realisierung

Die Stimmberechtigten der Stadt Zürich hatten das Projekt und den Kredit über insgesamt 50 Millionen Franken im November 2007 mit 75% Ja-Stimmen gutgeheissen. Die Realisierung dauerte 2 Jahre und erfolgte in Etappen, um während der Bauzeit einen - wenn auch reduzierten - Sportbetrieb aufrecht erhalten zu können.

Die beiden bisherigen, alten Garderobengebäude wurden durch einen grösseren Neubau ersetzt. Dieser enthält sämtliche für die Gesamtanlage erforderlichen Räume. Unter dem markanten, bogenförmigen Dach sind die technischen Einrichtungen des Gebäudes untergebracht, auf dem zum Hauptspielfeld flach abfallenden Dach ist zudem eine Zuschauertribüne mit 520 Sitzplätzen aufgesetzt.

Organisation und Termine

  • Bauherrschaft: Stadt Zürich
  • Vertreten durch: Grün Stadt Zürich und Amt für Hochbauten
  • Landschaftsarchitektur: Topotek 1, Berlin
  • Architektur: Dürig Architekten AG, Zürich
  • Bauzeit: Juli 2008 - August 2010

Vermietung der Sportanlage

Weitere Informationen