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VBZ-Netzentwicklungsstrategie

Strategische Planung VBZ Netz

Die Netzentwicklungsstrategie der VBZ zeigt auf Basis der zu erwartenden Nachfrage, welche Tram- und Buslinien bis 2030 auszubauen sind. Es wird damit gerechnet, dass das jährliche Fahrgastaufkommen auf dem VBZ-Netz zwischen den Jahren 2010 und 2025 um 60 Mio. Passagiere zunimmt. Die Ausbauten stellen die notwendigen Kapazitäten sicher, verbessern die Erreichbarkeit und verbinden die Stadt mit den Aussenquartieren und der Agglomeration.

VBZ züri-linie 2030

Massnahmen

Tram Affoltern

Entlang der Wehntalerstrasse entsteht eine Tramstrecke, die Affoltern an das Tramnetz anbindet. In einer zweiten Phase soll die sogenannte Nordtangente Affoltern mit Oerlikon, Schwamendingen und Stettbach verbinden.

Das Tram Affoltern ermöglicht eine leistungsfähige Erschliessung und eine städtebauliche Aufwertung des stark wachsenden Quartiers und stellt eine direkte Anbindung an das Stadtzentrum her. In dem am stärksten belasteten Abschnitt (Radiostudio–Birchdörfli) werden bis 2030 etwa 16 000 Fahrgäste pro Werktag erwartet.

Die Nordtangente kann Impulse für die Stadtentwicklung entlang der Achse Affoltern–Oerlikon–Stettbach auslösen, fördert das Zentrum Oerlikon, unterstützt die Ziele der räumlichen Entwicklungsstrategie und stärkt eine polyzentrische Stadtstruktur.

Tramlinie 2 bis Schlieren (Limmattalbahn)

Die Tramlinie 2 wird ab 2019 vom Farbhof auf dem Trassee der neuen Limmattalbahn nach Schlieren verlängert. Sie ersetzt auf diesem Abschnitt die Buslinie 31, die künftig im Hermetschloo wendet.

Mit der verlängerten Tramlinie 2 gelangen die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Schlieren (zwischen dem Zentrum Schlieren und der Stadtgrenze) direkt zu den wichtigen ÖV-Knotenpunkten Albisriederplatz, Stauffacher, Paradeplatz und Bellevue. Die dichten Arbeitsplatzgebiete in Altstetten, in der Innenstadt und im Seefeld sind somit umsteigefrei erreichbar. Umgekehrt werden die Arbeitsplätze entlang der Zürcherstrasse in Schlieren von der Stadt Zürich per Tram zu erreichen sein.

Attraktivitätssteigerung Buslinie 31

Die Attraktivität auf dieser wichtigen Ost-West-Achse wird erhöht und das Angebot verbessert. Dank zusätzlicher separater Busspuren entlang der Hohlstrasse und Bevorzugungsmassnahmen im Zeltweg verkehren die Busse schneller und zuverlässiger.

In der Militärstrasse werden bis 2030 etwa 16 000 Fahrgäste pro Werktag erwartet.

Im Zeltweg werden bis 2030 etwa 4500 Fahrgäste pro Werktag erwartet (Richtung Kunsthaus).

Elektrifizierung Busnetz

Die städtische Elektrobusstrategie verfolgt das Ziel, die rund 150 Dieselbusse der VBZ bis zum Jahr 2030 weitgehend von Fahrzeugen mit elektrischen Antrieben abzulösen. Damit werden der Energie- und Treibstoffverbrauch sowie die Treibhausgas- und Lärmemissionen reduziert. Bei der Umstellung der Dieselbusflotte auf elektrischen Antrieb müssen die Technologie und der Einsatzzweck jeweils optimal aufeinander abgestimmt sein, da sich die knapp 30 städtischen Buslinien teilweise stark voneinander unterscheiden. Auf den nachfragestarken, in dichtem Takt verkehrenden und topografisch anspruchsvollen Hauptbuslinien gewinnt der Batterietrolleybus zukünftig weiter an Bedeutung. So werden die Linien 69, 80 und 83 in den nächsten Jahren auf Trolleybusbetrieb umgestellt.

Bei den kleineren Bussen steht der Einsatz von Batteriebussen im Vordergrund, die in der Garage nachgeladen werden. So sollen in den Jahren 2021/2022 die Quartierbuslinien 35, 38, 39, 73 und 307 sowie die Standardbuslinien 66 und 78 auf elektrischen Betrieb umgestellt werden.

Auch die seit 2017 im Einsatz stehenden Dieselhybridbusse verfügen über einen teilelektrischen Antrieb und sind in der Lage, Bremsenergie in einer Batterie elektrisch zu speichern und wieder in den Antrieb einzuspeisen. Mit dem Einsatz von E-Hybridbussen (Plug-in-Hybridbusse mit zusätzlicher Lademöglichkeit) ab Sommer 2019 wird die Elektrifizierung des Busnetzes weiter vorangetrieben.

Verlängerung Buslinien 70/184/185 bis Bahnhof Wollishofen

Die Buslinie 70 ab Leimbach sowie die Buslinien 184 und 185 von Adliswil her kommend wurden vom Morgental bis zum Bahnhof Wollishofen verlängert. Hier wurde eine Wendemöglichkeit eingerichtet.

Die Verlängerung verbessert die Vernetzung von Bus und S-Bahn im Kreis 2. Es wurde eine umsteigefreie Anbindung der Quartiere Leimbach, Neubühl und Entlisberg sowie der Entwicklungsgebiete Manegg/Greencity und Dietlimoos-Moos (in Adliswil) an den Bahnhof Wollishofen realisiert. Dadurch wird auch die Tramlinie 7 entlastet.

Die Verlängerung der Linien 70, 184 und 185 wird die Anzahl VBZ-Fahrgäste, die am Bahnhof Wollishofen ein- oder aussteigen, mehr als verdoppeln (bislang täglich 3000 Fahrgäste auf den Linien 7, 161 und 165; künftig zusätzliche 4500 Fahrgäste auf den Linien 70, 184 und 185).

Angebotsausbau Buslinie 83

Aufgrund der starken Nachfrage beziehungsweise des weiterhin grossen Entwicklungspotenzials soll die Linie 83 zu einem vollwertigen Angebot ausgebaut werden. Die Betriebspausen tagsüber und in Randzeiten werden schrittweise aufgelöst.

Mit dem durchgängigen Betrieb entsteht für die Buslinie 83 ein angemessenes Angebot. Die Fahrgäste werden durch die wegfallenden Betriebspausen nicht mehr auf andere Linien ausweichen und umsteigen müssen. Die Linie 83 wird ausserdem im Jahr 2020 auf Batterietrolleybusse umgestellt.

Auf der Hardbrücke werden bis 2030 etwa 10 000 Fahrgäste pro Werktag die Linie 83 benutzen.

Zuverlässigkeit Bus verbessern

Zur Verbesserung der ungenügenden Zuverlässigkeit im Busverkehr wurde das Ziel verankert, die gesamte ÖV-Pünktlichkeit innert zehn Jahren von 85 auf 90 Prozent zu erhöhen. Dazu werden Massnahmen erarbeitet, die kurz-, mittel- und langfristige Wirkungen erzielen sollen. Betriebliche Verbesserungen werden genauso angestrebt wie Optimierungen an der Infrastruktur.

Angebotsausbau ÖV im Hochschulgebiet Zürich Zentrum

Der Wissens- und Gesundheits-Cluster, bestehend aus Universität, ETH und Universitätsspital inmitten von Zürich, wird den heutigen und zukünftigen Bedürfnissen angepasst. Die strategischen Bauprojekte der Institutionen sowie die stadträumlichen und verkehrlichen Projekte werden von Stadt, Kanton und Institutionen koordiniert.

Mit der Verlegung der Tramhaltestellen Kantonsschule und Platte vor die Universität und dem Neubau des Universitätsspitals soll der öffentliche Verkehr optimal mit dem Hochschulgebiet verknüpft werden. Taktverdichtungen und der Einsatz von längeren Trams auf den Tramlinien stellen höhere Kapazitäten bereit. Aufstiegshilfen sorgen für eine Attraktivitätssteigerung des Fussverkehrs und eine gute Anbindung an die S-Bahn.

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