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VBZ-Netzentwicklungsstrategie

Strategische Planung VBZ Netz

Die Netzentwicklungsstrategie der VBZ zeigt auf Basis der zu erwartenden Nachfrage, welche Tram- und Buslinien bis 2030 auszubauen sind. Es wird damit gerechnet, dass das jährliche Fahrgastaufkommen auf dem VBZ-Netz zwischen den Jahren 2010 und 2025 um 60 Mio. Passagiere zunimmt. Die Ausbauten stellen die notwendigen Kapazitäten sicher, verbessern die Erreichbarkeit und verbinden die Stadt mit den Aussenquartieren und der Agglomeration.

VBZ züri-linie 2030

Massnahmen

Tram Affoltern

Entlang der Wehntalerstrasse entsteht eine Tramstrecke, die Affoltern an das Tramnetz anbindet. In einer zweiten Phase soll die sogenannte Nordtangente Affoltern mit Oerlikon, Schwamendingen und Stettbach verbinden.

Das Tram Affoltern ermöglicht eine leistungsfähige Erschliessung und eine städtebauliche Aufwertung des stark wachsenden Quartiers und stellt eine direkte Anbindung an das Stadtzentrum her. In dem am stärksten belasteten Abschnitt (Radiostudio–Birchdörfli) werden bis 2030 etwa 16 000 Fahrgäste pro Werktag erwartet.

Die Nordtangente kann Impulse für die Stadtentwicklung entlang der Achse Affoltern–Oerlikon–Stettbach auslösen, fördert das Zentrum Oerlikon, unterstützt die Ziele der räumlichen Entwicklungsstrategie und stärkt eine polyzentrische Stadtstruktur.

Zweite Etappe Limmattalbahn

Die Limmattalbahn verbindet ab Dezember 2022 Zürich-Altstetten mit Schlieren, Urdorf, Dietikon, Spreitenbach und Killwangen. Zuständig für Planung und Bau ist die Limmattalbahn AG, die im Besitz der Kantone Zürich und Aargau ist.

Der Bau der Infrastruktur für die zweite Etappe der Limmattalbahn mit dem Abschnitt Bahnhof Altstetten bis Farbhof ist abgeschlossen. Ab Juli 2022 beginnen die Testfahrten auf der ganzen Strecke zwischen Zürich-Altstetten bis Killwangen–Spreitenbach. Am 11. Dezember 2022 wird die Limmattalbahn ihren regulären Betrieb aufnehmen.

Attraktivitätssteigerung Buslinie 31

Die Attraktivität auf dieser wichtigen Ost-West-Achse wird erhöht und das Angebot verbessert. Dank zusätzlicher separater Busspuren entlang der Hohlstrasse und Bevorzugungsmassnahmen im Zeltweg verkehren die Busse schneller und zuverlässiger.

In der Kanonengasse werden bis 2025 etwa 15 000 Fahrgäste pro Werktag erwartet. Am Kreuzplatz werden bis 2025 etwa 5000 Fahrgäste pro Werktag erwartet (Richtung Kunsthaus).

Umstellung verschiedener Linien auf Elektrobusbetrieb und Linien 69, 80 und 83 auf Trolleybusbetrieb

Trams und Trolleybusse bewältigen heute rund 80 Prozent des Fahrgastaufkommens der VBZ - und dies vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Die Elektrobusstrategie «eBus VBZ» verfolgt das Ziel, auch die verbleibenden, rund 150 Dieselbusse bis 2030 weitgehend durch Fahrzeuge mit elektrischen und emissionsfreien Antrieben abzulösen. Damit sollen der Energie- und Treibstoffverbrauch sowie die Treibhausgas- und Lärmemissionen weiter reduziert werden.

Bei der Umstellung der Dieselbusflotte auf elektrischen Antrieb müssen die Technologie und der Einsatzzweck jeweils optimal aufeinander abgestimmt sein, da sich die knapp 30 städtischen Buslinien teilweise stark voneinander unterscheiden. Auf den nachfragestarken, in dichtem Takt verkehrenden und topografisch anspruchsvollen Hauptbuslinien gewinnt der Batterietrolleybus zukünftig weiter an Bedeutung. Im Jahr 2020 wurde die Linie 83 auf Trolleybusbetrieb umgestellt, die Linien 69 und 80 werden in den nächsten folgen.

Bei den kleineren Bussen steht der Einsatz von Batteriebussen im Vordergrund, die in der Garage nachgeladen werden. So sollen in den Jahren 2021/2022 die Quartierbuslinien 35, 38, 39, 73 und 307 sowie die Standardbuslinien 66 und 78 auf elektrischen Betrieb umgestellt werden.

Auch die seit 2017 im Einsatz stehenden Dieselhybridbusse verfügen über einen teilelektrischen Antriebsstrang und sind in der Lage, Bremsenergie in einer Traktionsbatterie elektrisch zurückzugewinnen. Mit dieser flexibel einsetzbaren Brückentechnologie werden bereits erhebliche Treibstoff-, Schadstoff- und Lärmeinsparungen erreicht, von denen neben den Fahrgästen auch Anwohnende und die Umwelt profitieren.

Angebotsausbau ÖV im Gebiet Lengg/Balgrist

Alle grossen Kliniken im Gebiet Lengg/Balgrist hegen Ausbaupläne und 2024 soll dort der Neubau des Kinderspitals eröffnet werden. Deshalb setzen die VBZ dort per Fahrplanwechsel Dezember 2022 mit der Verlängerung der Linie 77, der neuen Buslinie 99 sowie neuen Haltestellen vor den Spitaleingängen ein neues Feinerschliessungskonzept um.

Zuverlässigkeit Tram und Bus verbessern

Zur Verbesserung der ungenügenden Zuverlässigkeit im Tram- und vor allem im Busverkehr wurde das Ziel verankert, die gesamte ÖV-Pünktlichkeit innert zehn Jahren von 85 auf 90 Prozent zu erhöhen. Dazu werden Massnahmen erarbeitet, die kurz-, mittel- und langfristige Wirkungen erzielen sollen. Betriebliche Verbesserungen werden genauso angestrebt wie Optimierungen an der Infrastruktur.

Angebotsausbau ÖV im Hochschulgebiet Zürich Zentrum

Der Wissens- und Gesundheits-Cluster, bestehend aus Universität, ETH und Universitätsspital inmitten von Zürich, wird den heutigen und zukünftigen Bedürfnissen angepasst. Die strategischen Bauprojekte der Institutionen sowie die stadträumlichen und verkehrlichen Projekte werden von Stadt, Kanton und Institutionen koordiniert.

Mit der Verlegung der Tramhaltestellen Kantonsschule und Platte vor die Universität und dem Neubau des Universitätsspitals soll der öffentliche Verkehr optimal mit dem Hochschulgebiet verknüpft werden. Taktverdichtungen und der Einsatz von längeren Trams auf den Tramlinien stellen höhere Kapazitäten bereit. Aufstiegshilfen sorgen für eine Attraktivitätssteigerung des Fussverkehrs und eine gute Anbindung an die S-Bahn.

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