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Visualisierung Aufgang Negrellisteg beim Negrelliplatz (© nightnurse images GmbH)

Das Tiefbauamt der Stadt Zürich und die SBB erstellen gemeinsam den Negrellisteg. Die neue Fussgängerüberführung wird das Gleisfeld beim Zürcher Hauptbahnhof überspannen und die Stadtkreise 4 und 5 verbinden. Die Fertigstellung des neuen Stegs ist auf die Eröffnung des Boulevards «Europaallee» im September 2020 geplant.

Neue Fussgängerbrücke über das Gleisfeld

Mit der SBB-Durchmesserlinie und dem unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse sowie dem Entwicklungsgebiet Europaallee werden im Kreis 4 südlich des Gleisfeldes mehr Menschen als heute an- und abreisen, arbeiten und wohnen. Im Norden des Hauptbahnhofs, im Kreis 5, stehen ebenfalls städtebauliche Veränderungen bevor.

Der Negrellisteg reicht vom Gustav-Gull-Platz beim Zentralstellwerk zur Zoll-/Klingenstrasse und ermöglicht Fussgängerinnen und Fussgängern eine attraktive und direkte Querung des Gleisfelds. Neben einer besseren Verbindung der Kreise 4 und 5 hat der Steg auch eine Funktion als Wahrzeichen und Aussichtspunkt im Gleisfeld. Aus bahnbetrieblichen Gründen mit nur wenigen Stützen versehen, scheint der 160 Meter lange Steg über dem Gleisfeld zu schweben. Auf der Seite Europaallee und Zollstrasse schwingen sich die Auf- und Abgänge in Spiralform um die runden Lifttürme.  

Die in Stahl gefertigte Brückenkonstruktion kostet rund 11 Millionen Franken und wird je zur Hälfte von der SBB und der Stadt Zürich getragen. Der Steg wurde von der ARGE Negrelli entworfen. In diesem Planerteam vertreten sind die Conzett Bronzini Partner AG, die Diggelmann + Partner AG und die 10:8 Architekten GmbH. Federführende Bauherrin ist die SBB. 

Die Bauarbeiten haben im Oktober 2019 begonnen. Der Negrellisteg soll im Herbst 2020 fertiggestellt und für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Namensgeber Alois von Negrelli

Benannt wird der Steg nach Alois von Negrelli, der von 1799 bis 1858 lebte. Negrelli stammte aus dem Trentino, das zu seinen Lebzeiten Teil des österreichischen Kaiserreichs war. Mit Zürich verband Negrelli vor allem die Projektleitung für die erste Schweizer Eisenbahn, die sogenannte Spanisch-Brötli-Bahn von Zürich nach Baden. Zudem war Negrelli Generalinspektor der österreichischen Staatsbahnen und Planer des Suezkanals.

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