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Grundsätze

Die Richtlinien für einen gestalterisch, ökologisch und energetisch sorgfältigen Einsatz von Kunstlicht im Stadtraum sind im  Faltblatt «Plan Lumière» beschrieben.  

Der Stadt ein attraktives nächtliches Gesicht geben

Lichtinterventionen können verborgene Qualitäten sichtbar machen. Sie können bedeutenden Bauten und Anlagen, die tagsüber unscheinbar wirken, am Abend ein eigenes Gesicht geben. Sie können Akzente anders gewichten und Orte und ihre Geschichte neu in Szene setzen. Lichtinterventionen verbessern das Sicherheitsgefühl und die Orientierung in der Stadt. Sie leisten einen Beitrag an die gestalterische und funktionale Aufwertung des öffentlichen Raums. Um dies zu erreichen, gelten folgende Grundsätze:

  • Auf den spezifischen Charakter und die Stimmung eines Ortes Rücksicht nehmen.
  • Lichtstimmungen als kohärentes Ganzes inszenieren, d. h. Reklamen, Schaufensterbeleuchtungen und Strassenbeleuchtungen miteinbeziehen. Bestehende, zu helle Schaufensterbeleuchtungen reduzieren.
  • Raum in Szene setzen statt Leuchtendesign inszenieren.
  • Blendungen und starke Kontrastbildungen vermeiden.
  • Anliegen Sehbehinderter beachten.
  • Wahl der richtigen Technologie, Lichtfarbe und Lichtstärke.
  • Bereits während der Projektierung Bemusterung durchführen, um die Wirkung der gewählten Technologie, Lichtfarbe und Lichtstärke zu überprüfen.
  • Darauf achten, dass sich die Unterhaltskosten in verantwortbarem Rahmen bewegen.
  • Die Vorgaben des Lichtplans und des Handbuchs konsultieren.

Lichtimmissionen vermeiden

Der sorgfältige Einsatz von Kunstlicht soll dazu beitragen, die Nacht und ihre Stimmung wieder neu schätzen zu lernen. In einzelnen Gebieten wird in Zukunft weniger Licht eingesetzt, so soll beispielsweise die Beleuchtung des Seeufers oder des Schanzengrabens dezenter werden und weniger blenden. Die Beleuchtungsstärke und die tägliche Beleuchtungsdauer werden in Zürich auf das Notwendige reduziert und den saisonalen Gegebenheiten angepasst. Es gelten folgende Grundsätze:

  • Zielgerichtetes Licht soll nur dorthin gelangen, wo es einen gestalterischen oder funktionalen Zweck erfüllt.
  • Beleuchtungsdauer und Lichtstärke auf das gestalterisch und funktional Notwendigste reduzieren.
  • Keine direkte Abstrahlung von Licht in den Nachthimmel. Falls nötig Abschirmungen und Blendschutzvorrichtungen einrichten.
  • Keine Bodenleuchten.
  • Keine von unten nach oben gerichtete Beleuchtung unbelaubter Bäume.
  • Aus Rücksicht gegenüber Vogelzügen keine Hochhausbeleuchtungen ausser innere Nutzbeleuchtung.
  • Keine Skybeamer.
  • Im Nahbereich von ökologisch sensiblen Gebieten frühzeitig mit Grün Stadt Zürich, Fachstelle Naturschutz, Kontakt aufnehmen.
  • Abdichten der Leuchten gegen das Eindringen von Insekten und Spinnen.

Sparsamer Energieverbrauch

Seit 2004 setzt die Stadt Beleuchtungsprojekte nach Vorgabe des Plan Lumière um. Dabei wird darauf geachtet, dass der Energieverbrauch so gering wie möglich bleibt. Mit einer sorgfältigen Planung und dem Einsatz neuster Technologien ist dies möglich. Auch wenn der Energieverbrauch der Plan Lumière-Projekte im Vergleich zum gesamtstädtischen Energieverbrauch lediglich 0.05‰ beträgt (Stand 2013), soll diesem wichtigen Anliegen auch weiterhin Rechnung getragen werden. Um dies zu erreichen, gelten folgende Grundsätze:

  • Die Beleuchtungen von Bauten und Anlagen bleiben nicht die ganze Nacht in Betrieb, sondern sind um Mitternacht abzuschalten.
  • Wo möglich sind Strassen- und Wegbeleuchtungen nach Mitternacht zu reduzieren.
  • Die Lichtintensität soll so gering wie möglich sein, so können störende Kontraste und Blendungen vermieden werden. Nicht «so viel wie möglich» sondern «so wenig wie nötig» heisst die Devise.
  • Bei neuen Beleuchtungen sind neue, energieeffiziente Technologien anzuwenden.
  • Bestehende, veraltete Leuchten und Lampen sind durch neue, energieeffizientere Beleuchtugen zu ersetzen.
  • Die Erneuerung von alten Kirchenbeleuchtungen soll beschleunigt werden.

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