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Schutzmassnahmen & Gewässerunterhalt

Situation in der Stadt Zürich

In der Stadt Zürich dominieren im Überschwemmungsgebiet der Sihl und der Limmat die gelben (geringe Gefährdung) und gelb-weissen Zonen (Restgefährdung). Am Fuss des Üetlibergs gibt es lokale Gebiete in der blauen Zone mit mittlerer Gefährdung. Dasselbe gilt für einzelne Bereiche am Zürichberg. Eine erhebliche (rote) Hochwassergefährdung besteht in der Stadt Zürich zumeist bei Unterführungen.

Erkenntnisse aus der Gefahrenkarte umsetzen

Der Kanton Zürich ist für den Hochwasserschutz an grösseren Gewässern (Sihl, Limmat, Zürichsee und Glatt) zuständig. Für die kommunalen Bäche ist die Stadt Zürich verantwortlich.

Der Objektschutz an Gebäuden ist Sache der jeweiligen Eigentümer. Gebäudeeigentümer, Stadt und Kanton Zürich müssen die aus den Gefahrenkarten gewonnenen Erkenntnisse konsequent umsetzen. Nur so sind ein besserer Hochwasserschutz und eine Verminderung des Schadenpotenzials möglich.

Für die Umsetzung hat die Stadt Zürich eine departementsübergreifende Arbeitsgruppe unter der Federführung des Tiefbauamts eingesetzt. Diese Umsetzungsorganisation stimmt die erforderlichen Massnahmen (Raumplanung, Baurecht, Notfallplanung und baulicher Hochwasserschutz) aufeinander ab und koordiniert sie mit dem Kanton.

Hochwasserschutz an Sihl, Zürichsee und Limmat

Im Jahr 2005 entging Zürich nur knapp grossen Hochwasserschäden. Seither haben die Kantone Zürich und Schwyz sowie die Stadt Zürich den Hochwasserschutz laufend verbessert. So wurde etwa die Durchflusskapazität beim Hauptbahnhof Zürich erhöht, die Hochwasserprognosen verbessert und die Vorabsenkung von Zürich- und Sihlsee ermöglicht.  

Als langfristiger Schutz vor Hochwasser dient der Entlastungsstollen in Thalwil. Der frühestens 2023 fertiggestellte Stollen soll Hochwasserspitzen der Sihl in den Zürichsee überleiten und so das Sihltal und die Stadt Zürich schützen.

Unabhängig von diesem langfristigen Konzept sind in den nächsten Jahren ergänzende Massnahmen notwendig. In der Stadt Zürich sollen folgende Projekte umgesetzt werden:

  • Erhöhung der Abflusskapazität der Limmat und der Rathausbrücke
  • Ersatz des alten Platzspitzwehrs in der Limmat zur besseren Regulierbarkeit des Zürichsees
  • Verbesserung des Hochwasserschutzes und ökologische Aufwertung in der Allmend Brunau 
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Bericht und Geschichte über Hochwasser in der Schweiz und in Zürich. Dauer 9:36.

Gewässerunterhalt

Die Stadt Zürich hat aufgrund der Gefahrenkarte die Risiken für das Stadtgebiet quantifiziert. Schutzziele und priorisierte Massnahmen für die kommunalen Gewässer sind im von ERZ Entsorgung & Recycling Zürich (ERZ) erarbeiteten «Bachprojektportfolio 2010 - 2017» festgelegt. Dies ist mit der Planung der Kanalisationsprojekte abgestimmt. Aufgrund des Bachkonzepts erfolgt auch der Unterhalt der kommunalen Gewässer.

Landschaftsentwicklung im städtischen Limmatraum

Die Flussräume sind prägende Elemente in der Stadt Zürich, und sie haben eine hohe Bedeutung als Natur- und Erlebnisraum. Deshalb hat Grün Stadt Zürich das Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) Limmatraum Stadt Zürich erarbeitet. Zentraler Bestandteil des LEK sind die Limmatauen Werdhölzli zwischen dem Stauwehr Zürich-Höngg und der Autobahnbrücke bei Oberengstringen. Sie sind ein Paradebeispiel für die gelungene Verbindung von Hochwasserschutz, Ökologie und attraktiver Flusslandschaft.

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