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Zwischennutzung Stadttunnel

Der Stadttunnel unter dem HB im Rohbau

Velotunnel unter dem Hauptbahnhof

Der Stadttunnel ist ein Hohlraum von 192 Metern Länge und 25 Metern Breite, der entlang der Sihl unter den Gleisen des Hauptbahnhofs hindurch führt. In der Mitte der Veloverbindung wird eine Velostation mit direktem Zugang zur Bahnhofpassage Sihlquai und damit zu den Gleisen gebaut. Geplant sind rund 1100 Veloabstellplätze. Der Tunnel wurde Ende der 1980er-Jahre als Vorinvestition in den Stadttunnel gebaut, der dereinst die A1 mit der A3 verbinden sollte. Die Fortführung dieses Autobahnteilstücks wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Der regionale Richtplan der Stadt Zürich sieht beim Hauptbahnhof eine Querung der Gleisfelder des Hauptbahnhofs als Veloverbindung vor. 

Baustart frühestens im Sommer 2022

Situation Stadttunnel
Plan Stadttunnel als Veloverbindung

Der Tunnel befindet sich heute im Rohbau und wird voraussichtlich ab Herbst 2024 für den Veloverkehr genutzt werden können. Voraussichtlich im Frühling 2021 kann das Volk über den Kredit des Stadttunnels abstimmen. Bei einem positiven Abstimmungsresultat wäre der Baubeginn frühestens im Sommer 2022. In der Zwischenzeit erfolgt die Submission der Baumeisterarbeiten und das Ausführungsprojekt wird erstellt. Der Tunnel wird die Velostation Europaplatz und die Kasernenstrasse im Kreis 4 mit dem Sihlquai und der Konradstrasse im Kreis 5 verbinden. Für die Nutzung für den Veloverkehr sind ein zweistöckiger Innenausbau, die Ausrüstung mit Haustechnik-, Brandschutz- und Sicherheitsanlagen und die Ausstattung mit Veloständern vorgesehen. Für den Bau der Rampenbauwerke und des Anschlusstunnels an die Velostation Europaplatz müssen diverse Werkleitungen anders verlegt werden. Zudem wird ein ewz-Trassee aus der Sihl in den Stadttunnel umgelegt und ein neuer Fernwärmeanschluss für den Hauptbahnhof vorbereitet.

Komplexer Bau 

Für die Nutzung des Rohbaus als Tunnel führte das Tiefbauamt 2012 eine Machbarkeitsstudie durch. 2014 fiel der Entscheid auf ein Projekt, anschliessend wurde ein Vorprojekt erarbeitet. Im Verlauf der Projektentwicklung zeigte sich, dass für die Umnutzung des Stadttunnels als Veloverbindung und Veloabstellanlage verschiedene zusätzliche Sicherheitsanlagen wie etwa Brandschutztüren oder eine Videoüberwachung erforderlich sein werden. Diese Sicherheitsmassnahmen mussten in das Bauprojekt integriert werden. Nach der Begehrensäusserung nach § 45 Strassengesetz (StrG) beim Kanton Zürich fanden 2016 und 2017 die öffentlichen Planauflagen nach § 13 und § 16 StrG statt. 2017 lag das Bauprojekt für den Stadttunnel vor.    

Der Bau des Velotunnels ist komplex, weil der Kanton Zürich der Eigentümer des Rohbautunnels ist und die Planung des Nationalstrassennetzes, wovon der Tunnel ein Teil ist, beim Bund liegt. Zudem musste definiert werden, welche Fahrzeuge den Tunnel neben dem Velo benützen können. In diesem Punkt konnte zwischenzeitlich ein Kompromiss gefunden werden; der Tunnel darf von Velos (inklusive «langsamer» und «schneller» E-Bikes), E-Mofas, E-Leichtmotorfahrzeugen und Kleinmotorrädern mit Elektroantrieb genutzt werden.

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