Global Navigation

Interdisziplinäre Intensivstation

Unsere interdisziplinäre Intensivstation umfasst 18 Betten. Hier betreuen wir schwerkranke Patientinnen und Patienten nach grossen Operationen, Unfallopfer und Menschen mit lebensbedrohlichen Krankheiten.

Definition der Intensivbehandlung und -pflege:

Die Mitarbeitenden der Intensivstation setzen alles daran, das Leben der Menschen zu erhalten und die Lebensqualität zu verbessern. Der Rahmen der Intensivmedizin ist von der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin verbindlich definiert: «Die Intensivmedizin umfasst die Diagnose, die Prävention sowie die kurz-, mittel- und langfristige Behandlung aller Formen des Versagens von vitalen Funktionen bei lebensbedrohlich gefährdeten Patienten mit potenziell guter Prognose. Sie wird durch ein Team betrieben, welches aus entsprechend geschulten ärztlichen, pflegerischen und technischen Mitarbeitern verschiedener Fachrichtungen zusammengesetzt ist. Sie wird in umschriebenen, dafür geeigneten Räumlichkeiten praktiziert.»

Medizinische und pflegerische Betreuung:

Die hoch anspruchsvolle Betreuung der Patienten, Patientinnen auf der Intensivstation erfordert eine spezielle Ausbildung und besondere Kenntnisse in allen beteiligten Berufen. Wesentlich für die Tätigkeit auf der Intensivstation sind insbesondere:

Das interdisziplinäre Team:

Das Team der Intensivstation setzt sich zusammen aus Ärztinnen, Ärzten, Intensivpflege-Fachpersonen, Spitalangestellten, Physiotherapeutinnen und -therapeuten. Ärztliche und pflegerische Mitarbeitende sind rund um die Uhr anwesend und gewährleisten die optimale medizinische Überwachung, Diagnostik, Behandlung und Pflege. Die ärztliche Leitung der Station besteht ausschliesslich aus Fachärzten, Fachärztinnen Intensivmedizin FMH, die jedoch alle zusätzlich über mindestens eine weitere Facharztqualifikation verfügen (FMH Anästhesiologie, Kardiologie, Herzchirurgie, Innere Medizin). So werden die notwendige, hohe intensivmedizinische Kompetenz und gleichzeitig eine echt interdisziplinäre Sichtweise der Probleme ermöglicht.

Neueste Infrastruktur:

Die Intensivstation im Triemli wurde Ende 2002 fertiggestellt und dem Betrieb übergeben. Sie ist damit baulich, konzeptionell und auch bezüglich medizinisch-technischer Ausstattung eine der modernsten Stationen der Schweiz. Nicht nur das Personal, sondern besonders auch die Patientinnen und Patienten profitieren gemeinsam mit den Angehörigen davon, dass wichtige Aspekte der modernen Intensivmedizin wie Tageslicht und Beleuchtung, Lärmschutz, Intimsphäre, Hygiene und Arbeitsergonomie berücksichtigt werden konnten. In Verbindung mit den hochmodernen medizinisch-technischen Geräten, Apparaten und Computern zur ständigen Überwachung (Monitoring von Herz-, Kreislauf-, Lungen-, Gehirn-, Nierenfunktion etc.) und Behandlung der Schwerstkranken (künstliche Beatmung, künstliche Ernährung, Herz-Kreislaufunterstützung, Nierenersatzverfahren etc.) ermöglicht diese Station eine Hightech-Medizin, welche die menschlichen Bedürfnisse und Empfindungen mitberücksichtigt.

Menschliche Betreuung:

Die Aspekte der Menschlichkeit und der Auseinandersetzung mit Leben und Tod spielen eine besonders wichtige Rolle in der Intensivmedizin. Im Zentrum steht der kranke oder verletzte Mensch mit seinen Bedürfnissen, die geprägt sind durch Lebensgeschichte, Kultur und die aktuelle Krankheitssituation. Es ist unser Ziel, diesen Bedürfnissen unter Wahrung der Würde und der Rechte des Patienten und gleichzeitig unter Berücksichtigung der medizinischen Fakten und den sich daraus ergebenden Konsequenzen bestmöglich zu genügen.

Zu Fragen der Rationierung und medizinischen Ethik:

Trotz oder gerade wegen der gewaltigen Fortschritte in der Medizin stellen sich auch in der Intensivmedizin dringliche Fragen zur Kostenentwicklung und zur drohenden Rationierung sowie zur medizinischen Machbarkeit und ethischen Verantwortung. Diese Diskussion kann nicht hinter verschlossenen Türen geführt werden, sondern sie ist von hohem öffentlichem Interesse. Speziell mit Fragen zur medizinischen Ethik befasst sich die Schweizerische Akademie der medizinischen Wissenschaften (SAMW). Im Stadtspital Triemli ist seit 1999 das Ethikforum (Ethikforum im Triemli) etabliert, welches einen kontinuierlichen Austausch über schwierige Entscheide und Fragen fördert.

Weitere Informationen

Kontakt