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Interventionelle Radiologie

(© Stadtspital Triemli)

Die interventionelle Radiologie ist ein junges Fach, das sich aus der diagnostischen Radiologie entwickelt hat. Es ist heute ein Teilgebiet der Radiologie und stellt neben dem diagnostischen den therapeutischen Bereich des Faches dar. Im  Rahmen der interventionellen Radiologie nehmen die Radiologen minimal-invasive Eingriffe unter Bildsteuerung vor. Zur Bildsteuerung benützen wir Durchleuchtung, Computertomographie und Ultraschall. Millimeterdicke Instrumente wie Katheter, Ballone und Führungsdrähte werden durch Blutgefässe oder andere Leitstrukturen im Körper zum Ort der Erkrankung gebracht. Die Instrumente werden durch eine kleine Hauteinstichstelle in ein Gefäss (meist Leiste) oder ein Organ eingebracht. Die Eingriffe sind im Vergleich zu klassischen Operationen weniger belastend, da sie nur kleine Hautschnitte und eine örtliche Betäubung brauchen.

Die interventionelle Radiologie arbeitet eng mit den klinischen Partnern innerhalb und ausserhalb des Spitals zusammen. In speziellen Konferenzen (Angioboard) werden die therapeutischen Möglichkeiten für die Patientin, den Patienten besprochen, um die bestgeeignete Methode zu wählen.  

Leiter Gefässzentrum

Dr. med. Levent Kara, EBIR, FCIRSE
Leitender Arzt Interventionelle Radiologie

Telefon 044 416 54  05

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Dr. med. Christian Berthold
Leitender Arzt Interventionelle Radiologie

Telefon 044 416 54  04

Curriculum 
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Anwendungsbereiche

Interventionelle Radiologie kommt in vielen Bereichen zur Anwendung:

Vaskuläre Interventionen

  • Angioplastie: Rekanalisation von verschlossenen Gefässen, insbesondere in den Beinen, mit Ballondilatation und Stent.
  • Embolisation: Verschliessen eines Gefässes bei inneren Blutungen nach Unfällen. Verschliessen der zuführenden Gefässe von gutartigen Tumoren ( zum Beispiel Uterusmyom)
  • Chemoembolisation: Behandlung von bösartigen Lebertumoren. Die den Tumor versorgenden Gefässe werden mit einem Katheter sondiert und ein Chemotherapeutikum wird appliziert.
  • Perkutane Varizentherapie (endovenöse Sklerotherapie) und endovenöse Lasertherapie (nach PICC-Line Katheter).

Interventionen an den Gallenwegen

  • Rekanalisation der Gallenwege (PTCD) bei gut- und bösartigen Verschlüssen und Verengungen der Gallenwege.

Thermoablation von Tumoren

  • Radiofrequenzablation (RFA): Lokalisierte Zerstörung von Tumoren durch Hitze mit Radiofrequenzwellen.
  • Mikrowellenablation: Lokalisierte Zerstörung von Tumoren durch Hitze mit Mikrowellen.

Weitere Interventionen

  • Bildgesteuerte Punktionen von Tumoren oder Organen
  • Bildgesteuerte Drainagen von Flüssigkeitsansammlungen, zum Beispiel bei Abszessen
  • Bildgesteuerte Schmerztherapie, zum Beispiel bei radikulären Schmerzen (Bandscheibenvorfall)

Die interventionelle Radiologie ist ebenfalls ein Teil des Gefässzentrums

Blick in den Angiographieraum

Unser Angiographie-Raum (Angio-Suite), in dem die meisten Interventionen unter Durchleuchtung durchgeführt werden, ist mit einer Anlage der neuesten Generation ausgerüstet.

Angiografiegerät (© Stadtspital Triemli)

  

(Angiografieraum © Stadtspital Triemli)

  

Interventionelle Radiologie – Interventionsbeispiel

Gefässe
A: Zustand vor der Intervention: Hochgradige Einengung (Stenose) der Oberschenkelarterie (Pfeil) mit mehreren nachgeschalteten weniger ausgeprägten Stenosen. B: Erweiterung (Dilatation) des Gefässes mit Ballon-Katheter. C: Nach der Intervention: Die Gefässverengung ist weitgehend aufgehoben. (© Stadtspital Triemli)

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