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Medienmitteilungen

Gesundheits- und Umweltdepartement

14. September 2012

Neues Beckenbodenzentrum am Stadtspital Triemli

Als erstes Spital im Kanton Zürich verfügt das Stadtspital Triemli über ein interdisziplinäres Beckenbodenzentrum. Diese neue medizinische Dienstleistung richtet sich an Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des Enddarms und des Beckenbodens. Mit einer neuen Behandlungsmethode kann beispielsweise Inkontinenz in bis zu 85 Prozent der Fälle mit Erfolg behandelt werden.

Krankheiten des Enddarms und des Beckenbodens sind für die Betroffenen sehr belastend. Sie gelten nach wie vor als Tabu; viele Patientinnen und Patienten haben Hemmungen, deswegen eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen.

Die Inkontinenz ist auch einer der häufigsten Gründe, weshalb Patientinnen und Patienten aus ihrer häuslichen Umgebung in ein Pflegeheim eingewiesen werden. Doch auch jüngere Patientinnen oder Patienten können daran leiden und sind dadurch, beispielsweise bei sportlicher Betätigung oder bei sozialen Kontakten, stark eingeschränkt. Inkontinenz ist aber nicht nur für die Patientin bzw. den Patienten ein grosses Problem, sondern verursacht auch enorme sozio-ökonomische Kosten. In der Schweiz werden die jährlichen Aufwendungen auf rund 100 Millionen Franken geschätzt.

Hemmschwellen abbauen

Das neue Beckenbodenzentrum soll Patientinnen und Patienten dazu ermuntern, Hemmschwellen für die Behandlung abzubauen und sich untersuchen zu lassen – die Erfolgschancen sind hoch. So wurden in den letzten Jahren verschiedene neue und sehr effiziente Therapien für die Behandlung von Enddarm- und Beckenbodenerkrankungen entwickelt. Viele dieser modernen Therapiekonzepte werden nun im neuen Beckenbodenzentrum des Stadtspitals Triemli angewendet.

Hohe Erfolgsrate dank neuer Operation

In der Therapie von Enddarmkrankheiten, wie Hämorrhoiden oder Fisteln, kommen beispielsweise Laser- und Ultraschalltechnologien zur Anwendung. Für die Behandlung der Stuhl- und Urininkontinenz wird neu eine Operation angeboten, die sogar in lokaler Betäubung durchgeführt werden kann. Durch diese neuartige Behandlungsmethode kann die Inkontinenz in bis zu 85 Prozent der Fälle mit Erfolg behandelt werden.

Der grosse Vorteil des neuen Beckenbodenzentrums liegt darin, dass Patientinnen und Patienten sich an einem einzigen Ort von einem spezialisierten, eng zusammenarbeitenden Team behandeln lassen können. Zu diesem gehören spezialisierte Fachärztinnen und Fachärzte aus Chirurgie, Gastroenterologie, Urologie und Gynäkologie. Die Patientinnen und Patienten profitieren dadurch von einer qualitativ hochstehenden Medizin, die Behandlung ist kosteneffizient und zeitsparend. Gezielte Physiotherapien ergänzen die Dienstleistungen.

 

Thema: Gesundheit

Organisationseinheit: Stadtspital Triemli