Global Navigation

Medienmitteilungen

Gesundheits- und Umweltdepartement

25. Juli 2018

Das Stadtspital Triemli verleiht smarter medicine zusätzlichen Schub

Das Triemli hat sich als erstes Spital in der Stadt Zürich verpflichtet, sich als Partnerorganisation des Vereins «smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland» zu engagieren. Smarter medicine hat zum Ziel, die offene Diskussion zwischen Ärzteschaft, den Patientinnen und Patienten sowie der Öffentlichkeit zu fördern. Durch das Vermeiden von überflüssigen Untersuchungen und Eingriffen verspricht man sich eine Verbesserung der Behandlungsqualität bei geringeren Gesundheitskosten.

Als Vorreiter unterstützt das Stadtspital Triemli aktiv die Ziele des Trägervereins «smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland», der unter anderem von der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM), der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) sowie Konsumenten- und Patientenorganisationen 2017 gegründet wurde. Dabei geht es insbesondere um die Sensibilisierung für das Thema der medizinischen Über- und Fehlversorgung im Schweizerischen Gesundheitswesen sowie die Befähigung der Bevölkerung, bei wichtigen Fragen zur Behandlung mitentscheiden zu können. Mit einem interprofessionellen Ansatz soll die Behandlungsqualität durch Vermeidung von unnötigen Untersuchungen und Eingriffen verbessert werden. Die Senkung der Gesundheitskosten steht bei smarter medicine nicht im Vordergrund, ist aber ein willkommener Nebeneffekt. «Die Devise im Triemli lautet von jeher «klug entscheiden», und durch die Partnerschaft mit «smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland» werde diese nun noch expliziter im Spital verankert», freut sich der Medizinische Direktor Prof. Andreas Zollinger.

Top-5-Listen als Empfehlungen der Fachgesellschaften ermöglichen offenen Dialog

Kernstück von «Choosing Wisely» sind sogenannte Top-5-Listen aus allen klinischen Fachdisziplinen, welche mittlerweile in der Schweiz von sieben Fachgesellschaften publiziert worden sind. Diese Listen richten sich nach den Empfehlungen für eine nachhaltige, effiziente und evidenzbasierte Medizin und beruhen auf nationalen und internationalen Studien. Sie enthalten je fünf konkrete medizinische Massnahmen, welche in der Regel unnötig sind: Die mit der Behandlung verbundenen Risiken sind potenziell grösser als deren Nutzen für die Behandelten, weshalb auf eine solche besser verzichtet werden soll. Dies erfordert jedoch immer erst ein ausführliches Gespräch und eine Absprache mit der Patientin oder dem Patienten, da jeder Fall individuell beurteilt werden muss und keine Behandlung à priori vorenthalten wird.

Öffentliche Tagung und Start der Kampagne im Herbst 2018

Am 1. Oktober 2018 findet in Zürich eine nationale Tagung statt unter dem Motto «Wie fördern wir eine smarte Medizin in der Schweiz?». Dabei wird eine langfristig angelegte Patientenkampagne vorgestellt und lanciert. An den Folgetagen wird zudem ein internationaler Round Table «Choosing Wisely» abgehalten. Das Triemli als Initiator und Vertreter der Deutschschweiz bei «Smarter Hospital» will weitere Spitäler dazu motivieren, sich dem Projekt anzuschliessen. «Es ist ausserordentlich wichtig, dass wir mithelfen können, eine landesweite Diskussion in Gang zu setzen und die Patientenkampagne aktiv zu unterstützen», sagt Prof. Christoph Hofer, Chefarzt am Stadtspital Triemli und ein Vertreter der Gruppe «Smarter Hospital».

 




Thema: Gesundheit

Organisationseinheit: Stadtspital Triemli