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Der Triemli-Hausdienst: Rund um die Uhr der Hygiene verpflichtet

Veröffentlicht am Dienstag, 28. November 2017 um 13.13 Uhr
Von Stadtspital Triemli
Fabienne Wernli, Leiterin Hausdienst Triemli, beim Bettenhaus

Sauber reicht im Spital nicht, hygienisch muss es sein. Mit ihren Mitarbeitenden aus 30 Nationen sorgt Fabienne Wernli, Leiterin Hausdienst, dafür, dass höchste Standards jederzeit erfüllt werden. – Die meisten Aufgaben auf dem 93‘000 m2 grossen Triemli-Areal erfüllt der Hausdienst hinter den Kulissen. Erhalten Sie Einblicke in die täglichen Abläufe der Abteilung Hausdienst des Ressorts Hotellerie.

Ihre Ausbildung zur Betriebsökonomin Facility Management erhielt Fabienne Wernli an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). An ihrem ersten Arbeitstag, damals als Sektorleiterin für 60 Mitarbeitende, war sie 23 Jahre alt. Heute, rund sechs Jahre später, führt sie 160 Mitarbeitende, drei Viertel davon Frauen. Sie bereut es keinen Moment, diese Herausforderung in ihren jungen Jahren angenommen zu haben.

Hausdienst Mitarbeiter wischt den Aufgang zum Stadtspital Triemli

«Dass ich während meines Studiums am Triemli ein Praktikum absolvieren konnte, hat mir den Einstieg in meine spätere Funktion erleichtert. Dieses Team mit zum Teil langjährigen Mitarbeitenden direkt nach dem Studium zu übernehmen, brauchte etwas Mut», so Fabienne Wernli. Was anfangs eine Herausforderung war, ist für sie heute selbstverständlich: Fabienne Wernli kennt alle ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Namen.

«Ein gewisser Perfektionismus gehört schon auch dazu. Gerade deshalb freut es mich, wenn unsere Gründlichkeit im ganzen Haus wahrgenommen und geschätzt wird.» Fabienne Wernli, Leiterin Hausdienst 

Im Hausdienst arbeiten Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen. Trotzdem ist die offizielle Dienstsprache Deutsch. Wer weniger gut Deutsch spricht, wird beim Einstellungsgespräch verpflichtet, sich sprachlich zu verbessern.

Ein Hausdienst-Mitarbeiter wischt Laub unter einer Sitzbank hervor.

Vom OP bis zum Patientenzimmer, vom Blumengesteck bis zum Winterdienst

Der Hausdienst bewirtschaftet Flächen und Räumlichkeiten in drei Bereichen: Sektor eins umfasst die Frauenklinik und das Bettenhaus; Sektor zwei den Behandlungstrakt, das Hauptgebäude sowie alle öffentlichen Bereiche wie Cafeterien und Eingangshallen. Das Team von Sektor drei ist für die Aussenflächen, die technischen Räumlichkeiten und den Winterdienst zuständig.

Ebenfalls in Sektor drei angesiedelt ist die Gärtnerei: Zusammen mit Grün Stadt Zürich betreut und organisiert sie die Begrünung rund ums Spital. Für die Gestecke und Dekorationen ist eine hauseigene Gärtnerin verantwortlich.

Das ganze Jahr, rund um die Uhr – nichts bleibt ungereinigt

Mülleimer leeren, Abfälle entsorgen, Oberflächen putzen, Boden, Telefone, Mobiliar und Stühle reinigen, nicht zu vergessen Tische und Lampen: Dies alles und mehr gehört zum umfassenden Hausdienst-Auftrag.

Fabienne Wernli geht mit Tamara Foucault, Gruppenleiterin Hausdienst, das Lappen-Sortiment durch.
Fabienne Wernli geht mit Tamara Foucault, Gruppenleiterin Hausdienst, das Lappen-Sortiment durch.

Räumlichkeiten wie Operationssäle oder die Gebärsäle, die jederzeit hygienisch sauber sein müssen, werden während 24 Stunden in drei Schichten intensiv betreut. Um den engen Terminplan einzuhalten, reinigen jeweils zwei Personen den OP gleichzeitig. Nach jedem Eingriff erhält der Operationssaal eine Zwischenreinigung – alle acht Stunden eine Endreinigung. Dabei tragen die Mitarbeitenden Schleusenwäsche, Mundschutz, Haarschutz und Handschuhe, um die hohen Hygiene-Standards zu erfüllen. – Bei ansteckenden oder leicht übertragbaren Krankheiten führt der Hausdienst eine sogenannte Isolationsreinigung durch: Je nach Erreger werden spezifische Desinfektionsmittel verwendet, man trägt Isolationskleidung.

Frau Wernli steht mi Frau Focault vor einem Gestell mit Plastic-Säcken in unterschiedlichen Farben.
Damit die Wäsche leichter sortiert werden kann, wird jedes Wäschestück, vom Wischmopp bis zur Bettwäsche, einer anderen Sackfarbe zugeordnet.

Fachwissen und Qualitätsstandards: gereinigt wird nach Plan

Was und vor allem wie der Hausdienst reinigt, unterliegt den Richtlinien der Abteilung Spitalhygiene. Eine sorgfältige Einführung der Mitarbeitenden und laufende interne Schulungen garantieren die Einhaltung der Vorgaben. Mindestens drei Mal pro Jahr wird die Arbeit der Mitarbeitenden einem Qualitätscheck unterzogen.

Trotz technischem Fortschritt: Die Mitarbeitenden sind unersetzlich

Trends und Neuerungen gibt es auch beim Hausdienst. Für das Spital wirklich nützliche Neuerungen sind etwa trockene, mit Reinigungsmittel versetzte Wischmopps, die vor der Anwendung nur wenig befeuchtet werden. Dadurch spart das Triemli nebst Wasser auch grosse Mengen an Putzmitteln. Mit diesem neuen Reinigungssystem entfällt das Auswringen von Lappen, was die Handgelenke der Mitarbeitenden schont. Das neue Wischmopp-System bedeutet einen ergonomischen Vorteil wie auch einen hygienischen und ökologischen Fortschritt.

Auch wenn der Markt diverse Reinigungs- und Staubsaugroboter anbietet, für das Stadtspital Triemli sind diese Geräte aktuell keine Option: «Die Hausdienst-Mitarbeitenden arbeiten viel schneller, zuverlässiger und gründlicher. Daran wird sich im Wesentlichen auch in den kommenden Jahren nichts ändern.»

Infografik: Der Triemli-Hausdienst in Zahlen
Infografik: Der Triemli-Hausdienst in Zahlen

  

  

Fabienne Wernli: Absolventenporträt ZHAW, Bachelor Facility Management

In einem 360°-Video (empfohlene Browser: Chrome, Firefox, Opera, Safari) präsentiert die Leiterin Hausdienst, Fabienne Wernli, ihren Aufgabenbereich am Stadtspital Triemli.

  

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