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Blog «Inside Stadtspital»

Mit Herz und Sele dabei – als Pflegefachfrau an der Augenklinik

Veröffentlicht am Dienstag, 16. Oktober 2018 um 16.40 Uhr
Von Stadtspital Triemli
Suzanna Amlinger, Augenklinik Triemli
Suzanna Amlinger ist Pflegefachfrau in der Augenklinik Triemli.

Die gebürtige Holländerin Suzanna Amlinger ist diplomierte Pflegefachfrau. Sie arbeitet seit 28 Jahren in der Schweiz und seit über zehn Jahren an der Augenklinik Triemli. Mit viel Wissen, Erfahrung und einer Prise Humor kümmert sie sich um die Patientinnen und Patienten auf der ambulanten und stationären Abteilung der Augenklinik. – Erfahren Sie mehr über die pflegerischen Aufgaben von Frau Amlinger an unserer Augenklinik.

Frau Amlinger, seit wann sind Sie Pflegefachfrau in der Augenklinik am Stadtpital Triemli?
In der Augenklinik bin ich seit März 2006 tätig. Insgesamt arbeite ich nun 24 Jahre im Stadtspital Triemli. Zuvor war ich auf der Abteilung der Herzchirurgie tätig. Dann war es Zeit für einen Wechsel, den ich übrigens nie bereut habe.

Wie kamen Sie überhaupt zu Ihrem Beruf?
Ich würde es schon fast als Berufung bezeichnen. Für mich war früh klar, dass ich immer mit Menschen zusammen arbeiten wollte. Nach einem Praktikum waren dann die Würfel gefallen und seither arbeite ich im Pflegeberuf.

Welches sind Ihrer Ansicht nach die optimalen Charaktereigenschaften, um Ihren Beruf auszuüben?
Hilfsbereitschaft steht sicherlich sehr weit oben auf der Skala. Hinzu kommen «Ruhe bewahren», «die Übersicht behalten», in heiklen Situationen rasch die richtigen Prioritäten setzen können – und das ohne dabei den roten Faden, nämlich das Wohl der Patienten, aus den Augen zu verlieren.

Was zählt zu Ihren Hauptaufgaben?
Wir bereiten die Patienten auf die anstehende Operation vor, organisieren die morgendliche Visite auf der Station, leiten die Verordnungen weiter, legen Infusionen, nehmen den Blutdruck, messen den Blutzucker, bestellen Medikamente und so weiter. Zudem sind wir zuständig für die Notfallpatienten und helfen bei Engpässen aus. Wir führen das Abschlussgespräch und geben den Patienten, speziell nach einer Operation, die optimalen Verhaltensregeln für eine rasche Genesung mit auf den Weg. Wir organisieren aber auch die Pflege der Betroffenen für die Zeit «danach». Dabei instruieren wir beispielsweise Familienangehörige über die korrekte Verabreichung von Augentropfen. Und falls nötig, begleiten wir die Betroffenen bis zum Taxi, damit sie sicher nach Hause gebracht werden.

Suzanna Amlinger, Augenklinik Triemli

Wo sehen Sie heute die grössten Herausforderungen im Alltag?
Menschen werden immer älter. Dadurch nimmt die Anzahl der Patientinnen und Patienten stetig zu, denn viele Augenkrankheiten treten oft erst im sogenannten Herbst des Lebens auf. Trotz der zunehmenden Anzahl an Patienten wollen wir uns genügend Zeit für die individuelle persönliche Betreuung der Betroffenen nehmen. Parallel dazu muss aber auch sehr viel Arbeit in sehr kurzer Zeit erledigt werden. Hier die richtige Balance zu finden ist, für uns in Spitzenzeiten eine echte Herausforderung.

Wie lautet Ihre Arbeitsphilosophie?
Offen sein gegenüber allem Neuen und natürlich gegenüber den Patienten. Immer professionell handeln, aber dabei darf auch der Humor nicht zu kurz kommen.

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit den Patienten allgemein?
Sie sind in den meisten Fällen sehr dankbar für die Aufmerksamkeit und die persönliche Betreuung, die sich von der Anmeldung über die Sprechstunde bis hin zur Pflege erstreckt.

Können Sie zu Ihren Patienten auch eine Beziehung aufbauen?
Das kommt schon vor, vor allem bei Patientinnen und Patienten, die über Jahre bei uns in Behandlung sind. Da erfahren wir viel aus deren Leben und natürlich auch viel über ihre Ängste, die wir dann im gemeinsamen Gespräch abbauen.

Welchen Rat geben Sie Patienten mit auf den Weg, wenn sie Ihre Station verlassen?
Wie zuvor erwähnt, führen wir dann das Abschlussgespräch mit den notwendigen Instruktionen und Verhaltensregeln. Wenn sie uns verlassen, haben wir unseren Teil erledigt, zumindest für den Moment. Darum sage ich immer allen Betroffenen, sie sollen gut dafür sorgen, dass sie gesund bleiben.

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