2025 kam es mit insgesamt 1'911 Vorfällen zu einem Anstieg von rund 10 Prozent der Schadenereignissen bei den VBZ. Dabei kam es zu 926 Kollisionen mit Fahrzeugen (davon 530 mit Personenwagen, 289 mit Nutzfahrzeugen und 64 mit Velo/Mofas/E-Trottinetts). Insgesamt gab es 687 Unfälle mit Körperverletzungen. Davon waren 345 Stoppunfälle, also Unfälle innerhalb der Fahrzeuge, die sich ereignen, weil das Fahrpersonal wegen eines anderen Verkehrsteilnehmenden einen Notstopp einleiten muss. Dass es sich bei der Zunahme der Stopp- sowie Ein- und Aussteigeunfälle um eine schweizweite Tendenz handelt, zeigt eine im Februar veröffentlichte Studie des Bundesamtes für Verkehr (BAV) zum Thema «Fahrgastereignisse im öffentlichen Verkehr». Zugenommen hat auch die Anzahl der böswilligen Beschädigungen, und zwar von 89 auf 117 Ereignisse. Mit Bedauern nehmen die VBZ zur Kenntnis, dass es 2025 zu zwei Unfällen mit tödlichem Ausgang gekommen ist.
Für die VBZ steht die Sicherheit an erster Stelle. Jeder Unfall wird genau untersucht und wo nötig werden entsprechende Massnahmen abgeleitet. Zudem werden die Fahrerinnen und Fahrer in jährlich wiederkehrenden Weiterbildungskursen zu den Themen Sicherheit und Aktuellem geschult.
Mit Präventionskampagne auf das Tram aufmerksam machen
Ein wichtiger Pfeiler ist zudem die Prävention. Der Verkehrsalltag wird zunehmend hektischer und verschiedene Mobilitätsformen teilen sich den begrenzten Verkehrsraum. Hinzu kommt, dass die Ablenkung durch Kopfhörer und Handy zunimmt. All das kann zu gefährlichen Situationen im Verkehr führen. Aus diesem Grund haben am 20. November 2025 die Verkehrsbetriebe Zürich, die Stadtpolizei Zürich und die Dienstabteilung Verkehr die städtische Sicherheitskampagne «Street Smart Zürich» lanciert. Ziel der dreijährigen Kampagne ist es, die Aufmerksamkeit für die Risiken und Gefahren im städtischen Verkehr zu erhöhen und für die gegenseitige Rücksichtnahme zu sensibilisieren. Im Fokus stehen Themen wie das «Vortrittsrecht des Trams», «Ablenkung» und «Toter Winkel». Seit 2013 führen die VBZ zudem die Präventionskampagne «sicher unterwegs» durch, die den Schwerpunkt auf die Reduktion von Stoppunfällen in den Fahrzeugen legt. Dies unter anderem mit zwei Sonderfahrzeugen sowie mit Sicherheitskursen für Senioren (www.vbz.ch/sicherunterwegs).
Wie werden die Schadenereignisse erhoben?
Alle Schadenereignisse, die versicherungstechnische, beziehungsweise haftpflichtrechtliche Folgen haben, werden von den VBZ nach verschiedenen Kategorien erfasst, ausgewertet und analysiert. Die Statistik bildet die gesamte VBZ-Transportleistung in Stadt und Region ab. Es handelt sich dabei um absolute Zahlen, ohne Bereinigung mit der erbrachten Fahrleistung (z.B. Zu- oder Abnahme der Kurskilometer), der Menge der beförderten Fahrgäste oder dem generellen Verkehrsaufkommen in der Stadt Zürich.
- Vorsicht beim Überqueren von Tramschienen: Vergewissern Sie sich vor dem Überqueren von Tramgleisen, immer mit Blick nach links und rechts, ob kein Tram herannaht.
- Das Tram hat immer Vortritt, auch beim Fussgängerstreifen, bei der Einfahrt/Wegfahrt aus der Haltestelle und in Fussgängerzonen.
- Richten Sie beim Queren von Fahrbahnen die volle Aufmerksamkeit auf den Verkehr.