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Tram Zürich-West unter der Hardbrücke

Die wichtigsten Fakten zum Tram Zürich-West

Hintergrund

Die aktuelle Entwicklung und die Prognosen sprechen eine deutliche Sprache: In den kommenden Jahren werden die Wohnbevölkerung und die Zahl der Arbeitsplätze in Zürich-West stark wachsen. Das Quartier wird wegen seiner verkehrstechnisch idealen Lage und den Landreserven Ausgangspunkt und zugleich Rückgrat für das Wirtschaftswachstum der ganzen Region Zürich.

Der Aufschwung des Quartiers bringt auch zusätzliche Mobilität mit sich, die durch geeignete Infrastrukturmassnahmen nachhaltig bewältigt werden soll. Stadt und Kanton Zürich wollen die Infrastrukturen so ausgestalten, dass das vorhandene Wachstumspotential optimal ausgeschöpft werden kann.

Im Zentrum steht dabei die neue Tramlinie Zürich-West. Sie wird zur Lebensader des ganzen Quartiers.

Bei der Tramlinie Zürich-West handelt es sich um die erste substanzielle Netzerweiterung seit 1986 (Eröffnung der Linie nach Zürich-Schwamendingen).

Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit den Tiefbauämtern der Stadt und des Kantons entwickelt, wovon letzteres beim Umbau der Pfingstweidstrasse federführend war. Unter der Leitung der Volkswirtschaftsdirektion werden nun Strasse und Tram gleichzeitig realisiert.

 VerantwortungDie Federführung für die Projektierung der neuen Tramlinie liegt bei den Verkehrsbetrieben der Stadt Zürich, die Ausführung wird durch das Tiefbauamt der Stadt Zürich (TAZ) vorgenommen. Die Baugenehmigung wurde durch das Bundesamt für Verkehr (BAV) im Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) im Mai 2007 erteilt.
 Rechtliche GrundlagenRechtliche Grundlage für den Trambau ist das eidgenössische Eisenbahngesetz.
 Kosten

Die veranschlagten Kosten liegen bei rund CHF 150 Millionen. 90 Millionen übernimmt der Fonds des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV), 47 Millionen die Stadt Zürich, 12 Millionen der Kanton Zürich und 1 Million übernehmen die SBB.

Aus einem neuen Infrastrukturfonds leistet der Bund Beiträge an Projekte des Agglomerationsverkehrs. Ein entsprechender Kredit wurde 2006 von National- und Ständerat gutgeheissen. Der Infrastrukturfonds übernimmt für das Tram Zürich-West einen Anteil von 75 Millionen. Bedingung dafür war ein Baubeginn im Jahr 2008. Der Baubeginn hat am 9. September 2008 stattgefunden.

 Politische EntscheidungAm 17. Juni 2007 stimmte das Stadtzürcher Stimmvolk dem städtischen Beitrag mit 69,3 Prozent Ja-Stimmenanteil zu. Darauf wurde vom Komittee Pro Zürich West und vom Bund der Steuerzahler das Referendum ergriffen, weshalb es am 25. November 2007 auch im Kanton zur Abstimmung über den kantonalen Kredit an das Projekt kam. Auch die kantonalen Stimmberechtigten stimmten mit einer klaren Mehrheit von 69,8 Prozent für das Projekt.
 Technische InformationenDie Linienführung (HB - Escher-Wyss-Platz - Hardstrasse - Pfingstweidstrasse - Aargauerstrasse - Bahnhof Altstetten Nord) wurde so gewählt, dass verschiedene Optionen offen bleiben, etwa die Verknüpfung mit der heutigen Linie 8 über die Hardbrücke. In der Hardstrasse rollt das neue Tram Zürich-West unterhalb der Hardbrücke, weshalb die Hälfte der dortigen 160 Parkplätze (jene zwischen dem Escher-Wyss-Platz und der Neuen Hard) weichen muss. Auf der neuen Tramlinie, die mit grosszügigen Haltestellen bestückt ist, verkehren 50 Prozent Cobra-Trams und 50 Prozent Tram 2000 in den üblich hohen Frequenzen und der üblich hohen Qualität.
 TerminplanDer Spatenstich für das Tram Zürich-West erfolgte am 9. September 2008 um 9.09 Uhr. Die ersten Gleise wurden am 9. Juni 2009 in der Pfingstweidstrasse verlegt, mit tatkräftiger Mithilfe von Stadtrat und Vorsteher der Industriellen Betriebe, Andres Türler. Die Inbetriebnahme des Trams ist für den 11. Dezember 2011 geplant, zeitgleich mit dem schweizweiten Fahrplanwechsel.

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