Global Navigation

Bedarfsverkehr im ÖV

Nachfragegesteuerte Angebotssysteme, welche bei Bedarf verkehren, sollen den bestehenden Linienverkehr zukünftig ergänzen. Die VBZ testen mit «Pikmi» ab Herbst 2020 eine solche «On Demand»-Lösung.

Verändertes Mobilitätsverhalten

Der gesellschaftliche Trend hin zum Teilen von Objekten und Dienstleistungen sowie technologische Entwicklungen ermöglichen neue Mobilitätsangebote. Die VBZ passen ihr Angebot laufend an, um die Mobilität in der Stadt Zürich auch zukünftig nachhaltig und effizient gestalten zu können. Neue Angebotsformen sollen in der Stadt Zürich getestet werden, um die Angebotsqualität des öffentlichen Verkehrs zu verbessern.

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Das Prinzip: Gebündelte Fahrtwünsche

Bei einem nachfragegesteuerte Angebotssystem werden Fahrten per Smartphone gebucht. Die Fahrzeiten und Routen orientieren sich dabei weder an einem fixen Fahrplan noch an einem fixen Streckennetz. Die Fahrtwünsche mit ähnlichen Reisezielen werden vom System automatisch gebündelt und im gleichen Fahrzeug zusammengefasst. Die Matching- und Routing-Algorithmen berechnen die beste Linienführung für einen effizienten Fahrzeugeinsatz. Man spricht dabei von «On Demand Ride Pooling». Dabei wird versucht, mit möglichst wenigen Fahrzeugen möglichst viele Personen an ihr Ziel zu bringen. Eine steigende Mobilitätsnachfrage wird somit durch einen effizienten Fahrzeugeinsatz aufgewogen. Das System berücksichtigt Umsteigemöglichkeiten auf das bestehende Liniennetz. Die so angebotenen Fahrten mit flexiblen Routen und Fahrzeiten, welche ad hoc gebucht werden können, bilden eine optimale Ergänzung des öffentlichen Verkehrs. Ein solches, in den öffentlichen Verkehr integriertes, nachfragegesteuertes Angebot kann einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der städtischen Mobilitätsziele leisten.

Pikmi - Der Rufbus auf App-Ruf

Kürzere Zugangswege, zeitliche Flexibilität und zusätzliche Direktverbindungen für kurze Strecken, verbessern den Komfort des ÖV. Der Zugang zum Linienverkehr mit hohen Frequenzen wird mit einem ergänzenden nachfragegesteuerten Angebot entscheidend verbessert. Denn neben Bushaltestellen können zusätzlich neue sogenannte virtuelle Haltepunkte angefahren werden. Die VBZ werden ein solches innovatives Angebot als Ergänzung zum Linienverkehr in einem Versuchsbetrieb in den Quartieren Altstetten und Albisrieden ab Herbst 2020 für 18 Monate testen. Mit dem Pilotprojekt Pikmi (Arbeitstitel FlexNetz) sollen in diesem definierten Gebiet neue Erkenntnisse für eine mögliche zukünftige Umsetzung gewonnen werden.

Pilotprojekt Pikmi

Eckpunkte des Pilotbetriebs 

  • Gebiet: Altstetten und Albisrieden
  • Betriebszeiten: Montag bis Sonntag jeweils von 20 bis 1 Uhr nachts.
  • Geplante Inbetriebnahme: November 2020
  • Flottengrösse: fünf bis sieben Vans mit einer Fahrgastkapazität von fünf Personen.
  • Beantwortung von Leitfragen zum Mobilitätsverhalten der Bevölkerung, zum Kundenfeedback betreffend Angebotsqualität, zum Vergleich zwischen Linien- und Bedarfsverkehr, zur Wirtschaftlichkeit anhand von Kennzahlen sowie zu den Anforderungen und Rahmenbedingungen für allfällige künftige Regelbetriebe.
Projektleitfragen und Rahmenbedingungen FlexNetz

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